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EDUC blended summer school "Refugee integration? Critical reflections on past and present"

Internationale Perspektiven auf Flucht, Migration und Integration

Wie lassen sich globale Flucht- und Migrationsprozesse gemeinsam über Länder- und Fächergrenzen hinweg untersuchen? Die EDUC Blended Summer School „Refugee Integration? Critical reflections on past and present“ brachte Bachelorstudierende höherer Fachsemester und Masterstudierende aus verschiedenen Disziplinen der EDUC-Partnerhochschulen zusammen. Online-Lehre und eine gemeinsame Präsenzwoche an der Universität Potsdam verbanden dabei internationale mit interdisziplinären Perspektiven.


Auf einen Blick

Fachbereich: Globalgeschichte
Kooperation: Professur Globalgeschichte, International Office und EDUC-Partnerhochschulen
Format: Blended Summer School
Ort: Online & Universität Potsdam, Campus Neues Palais
Unterrichtssprache: Englisch
Zielgruppe: Bachelorstudierende höherer Fachsemester und Masterstudierende verschiedener Fachrichtungen
Arbeitsaufwand: 125 Stunden (5 ECTS)

Lehrende, Organisation & Partner

  • Akademische Leitung: Prof. Dr. Marcia C. Schenck, Professorin für Globalgeschichte, Universität Potsdam
  • Programmleitung und Organisation: International Short Course Office (ISCO), Universität Potsdam
  • Darüber hinaus beteiligen sich Lehrende verschiedener EDUC-Partnerhochschulen an der Summer School
  • Bewerben konnten sich Studierende der EDUC-Partnerhochschulen Masaryk-Universität Brno (Tschechien), Universität Rennes 1 und Universität Paris Nanterre (Frankreich), Universität Potsdam (Deutschland), Universität Pécs (Ungarn), Universität Cagliari (Italien), Universität Südost-Norwegen (Norwegen) und Universität Jaume I (Spanien).

Globalgeschichte gemeinsam lernen

Aufgrund des positiven Feedbacks der Teilnehmenden fand die Blended Summer School 2026 bereits zum dritten Mal statt. Die von der Professur Globalgeschichte der Universität Potsdam angebotene Lehrveranstaltung stand Bachelorstudierenden höherer Fachsemester und Masterstudierenden verschiedener Fachrichtungen an den EDUC-Partnerhochschulen offen.

Im Mittelpunkt stand die globale Geschichte von Flucht und Migration. Dabei ging es sowohl um die Herausforderungen, denen Geflüchtete und Migrant*innen in unterschiedlichen historischen Kontexten begegneten, als auch um die Möglichkeiten, die sie in ihren neuen Lebensumfeldern schufen. Ein besonderer Fokus lag auf gesellschaftlichen Reaktionen auf Migration und Mobilität sowie auf Fragen von Zugehörigkeit, der Gestaltung von Lebensräumen und lokalen und regionalen „Integrations“-praktiken.

Der historische und geografische Blick war bewusst weit gefasst: Von der Ankunft der Hugenotten in Brandenburg-Preußen im Jahr 1685 bis zu gegenwärtigen Flucht- und Migrationsprozessen untersuchten die Studierenden Fallbeispiele aus Frankreich, Australien, Uganda, Äthiopien und Deutschland. So konnten historische Entwicklungen mit aktuellen Fragen von Integration, Multikulturalismus, Assimilation und Zugehörigkeit in Beziehung gesetzt und unterschiedliche Vorstellungen von Integration kritisch reflektiert werden.

Gerade die internationale und interdisziplinäre Zusammensetzung erwies sich dabei als besonderer Mehrwert. Die Studierenden brachten unterschiedliche fachliche und kulturelle Perspektiven in die gemeinsame Arbeit ein und entwickelten neben ihren fachlichen Kenntnissen auch Fähigkeiten zur kritischen Reflexion, Teamarbeit und interkulturellen Zusammenarbeit. Für Studierende der Universität Potsdam entstand so eine internationale Lehr- und Lernerfahrung direkt am eigenen Studienort.


So funktionierte das Blended-Format

Der Kurs verband drei Online-Sitzungen mit einer gemeinsamen Präsenzwoche an der Universität Potsdam. Bereits vor der Woche in Potsdam arbeiteten die Studierenden in internationalen Teams an unterschiedlichen Fallstudien, für die sie im Laufe des Kurses zu Expert*innen wurden und deren Diskussion sie mitgestalteten. Die Online-Phase diente dabei der Einführung und theoretischen Vorbereitung; eine abschließende Online-Sitzung war den Gruppenpräsentationen und der Evaluation gewidmet.

Während der Präsenzwoche setzten sie sich mit historischen und gegenwärtigen Perspektiven auf Religion, Kultur, Bildung und Arbeit sowie lokale und regionale Integrationspraktiken auseinander. Die verschiedenen Fallstudien ermöglichten es, diese Themen anhand unterschiedlicher historischer und geografischer Kontexte zu diskutieren.

Dabei blieb es nicht beim Lernen im Seminarraum: Besuche und Workshops führten die Studierenden unter anderem in den Integrationsgarten im Schlaatz, zu einer Podiumsdiskussion mit Refugee-Selbstorganisationen und ins MINSK. Im direkten Austausch mit zivilgesellschaftlichen Akteur*innen und Menschen mit Flucht- und Migrationserfahrung konnten sie wissenschaftliche Perspektiven mit gegenwärtigen Erfahrungen und Praktiken in Beziehung setzen.


Blended Summer School

Mehr über Programm, Ablauf und Inhalte der EDUC Blended Summer School „Refugee Integration? Critical reflections on past and present“ erfahren.

 

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