MMZ: Bücherverbrennungen 1933 und Erinnerungskultur in Brandenburg
Veranstaltung in der Reihe Nahaufnahme Brandenburg – Moses im Museum
Die nationalsozialistischen Bücherverbrennungen des Jahres 1933 gehören zu den bekanntesten Symbolen des Angriffs auf Meinungs-, Kunst- und Wissenschaftsfreiheit. Weniger im Blick steht häufig ihre regionale Geschichte: Auch in Brandenburg fanden zwischen Frühjahr und Sommer 1933 an mehreren Orten Bücherverbrennungen statt.
Ausgehend von der Geschichte der Bücherverbrennungen in Brandenburg geht Julia Kleinschmidt (Moses Mendelssohn Zentrum) der Frage nach, wie heute an die Ereignisse erinnert wird und welche Rolle lokale Initiativen und Aushandlungsprozesse sowie digitale und kulturelle Vermittlungsformate für eine lebendige Erinnerungskultur spielen. Ein Schwerpunkt bildet ein Einblick in die Forschungs- und Vermittlungsarbeit des Moses Mendelssohn Zentrums zu diesem Thema – wie zum Beispiel die Arbeit an der Digitalen Bibliothek verbrannter Bücher, die an den Beginn der systematischen Verfolgung jüdischer, marxistischer, pazifistischer und anderer politisch unliebsamer Schriftsteller*innen direkt nach der Machtübertragung an die Nationalsozialisten erinnert. Kurze Lesepassagen aus Werken von verfolgten Autor*innen ergänzen den Abend.
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Am Neuen Markt 9
14467 Potsdam
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