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Initiativbewerbungen - Keineswegs unerwünscht!

Initiativbewerbungen sind ein häufig unterschätzter Weg, den richtigen Praktikumsplatz zu finden. Eine interne Auswertung von ca. 900 Praktikumsberichten Potsdamer Studierender ergab, dass 40% der Studierenden ihr Praktikum über eine Initiativbewerbung gefunden haben - mehr als doppelt so viele wie über die klassische Stellenausschreibung. Das zeigt den hohen Stellenwert von Initiativbewerbungen bei der Praktikumssuche. 

Auch, wenn es um die erste feste Anstellung nach dem Studium geht, können Initiativbewerbungen einige Türen öffnen. Denn Fakt ist: es gibt mehr Jobs als die, die in den Stellenbörsen ausgeschrieben werden. Damit Ihre Bewerbung aber nicht postwendend zurückkommt und die Frustration bei Ihnen wächst, gibt es einige Dinge zu beachten.

Tipps für Ihre Initiativbewerbungen

  • Chancen abchecken: Wenn Ihnen bekannt ist, dass ein Unternehmen bzw. eine Institution regelmäßig Praktika vergibt, können Sie die Initiativbewerbung "ohne Vorwarnung" losschicken. Für alle anderen Fälle gilt: Einfach mal anrufen! Erkundigen Sie sich in der Personalabteilung, ob eine Bewerbung in Ihrem Wunschbereich zur Zeit sinnvoll ist. Gute Initiativbewerbungen sind relativ aufwändig und dann wäre es schade, wenn Sie sich die Mühe umsonst machen.
  • Keine Massenware! Vermeiden Sie unbedingt Initiativbewerbungen in Form von Standardanschreiben nach dem Gieskannenprinzip zu streuen. Für Arbeitgeber*innen ist das nämlich eine äußerst schlechte Arbeitsprobe und der Beweis, dass Sie nicht in der Lage sind eine sorgfältige Recherche durch zuführen. Relevante Informationen sind in 0815-Bewerbungen selten enthalten.
  • Erst überlegen, dann schreiben! Nutzen Sie die Homepage, Erfahrungsberichte ehemaliger Praktikant*innen oder Stellenanzeigen früherer Ausschreibungen des gleichen Bereichs, um sich ein Bild von einer möglichen Tätigkeit in Ihrem Wunschunternehmen zu machen. Bei einem Praktikum: Überlegen Sie sich, was Ihre Lernziele für das Praktikum sind, welche Tätigkeiten Sie kennenlernen möchten und welche Erfahrungen Sie dafür schon mitbringen.
  • Recherche. Anders als bei einer Stellenanzeige können Sie hier nicht auf eine Beschreibung des Aufgabengebiets und der gewünschten Fähigkeiten zurückgreifen. Umso wichtiger ist es, zuvor gründlich zu recherchieren, welche Abteilungen bzw. Arbeitsbereiche für Sie in Frage kommen und wie die Aufgaben dort aussehen könnten. Je konkreter Ihre Vorstellungen sind, desto überzeugender wird auch Ihre Bewerbung sein.
  • Konkrete Aussagen treffen. Vermeiden Sie allgemeingehaltene Formulierungen wie „Gerne möchte ich einen ersten Einblick ins Verlagswesen bekommen“. Formulieren Sie stattdessen konkret, wo Sie genau eingesetzt werden möchten (z.B. im Lektorat, in der Autorenakquise, im Vertrieb, etc.). Entwerfen Sie eine Vision Ihrer beruflichen Zukunft und erläutern Sie, wie sich das Praktikum auf dem Weg dorthin einfügen wird. Das ist bei einer Initativbewerbung besonders wichtig, weil die Lesenden keine Stellenausschreibung im Hinterkopf hat und so schnell erfassen möchte, was eigentlich Ihr Anliegen ist.
  • Noch unsicher, ob Ihre Bewerbungsunterlagen optimal sind? Nutzen Sie unser Beratungsangebot und vereinbaren einen Bewerbungsunterlagencheck! Wir freuen uns auf Sie!