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Zwei Personen auf Wiese in gegrabener Grube
Foto: Dr. Beate Gall

Mit Koffer und Rucksack zu mehr BODENbewusstsein

Dr. Beate Gall
AG Bodenkunde und Geoökologie

Betreut durch die UP Transfer GmbH

Ein bewusster Umgang mit der Ressource Boden ist in der Gesellschaft nach wie vor zu wenig verankert. Für Schulen und außerschulische Lernorte ist festzustellen, dass sie dem Bildungsauftrag „Bodenbewusstsein zu schaffen“ kaum gerecht werden können. Zum einen sind die Fachlehrer_innen (Geographie, Naturwissenschaften, Biologie) selbst unzureichend zu bodenkundlichen Themen ausgebildet, zum anderen steht ihnen meist zu wenig Zeit für die Vermittlung ausgewählter Themen zur Verfügung. Die Idee des Projektes ist es, einen mit Materialien bestückten Prototyp für einen Bodenkoffer (BODENbewusst) und einen Rucksack (Gelände/direkter Bodenkontakt – BODENfit) zu entwickeln. Die Materialien sollen Kinder (Grundschule) und Jugendliche (Sekundarstufe I und II) anregen, Böden in ihrer Lebewelt und durch direkten Kontakt vor Ort zu erkunden. Perspektivisch sollen Koffer und Rucksack über ausgebildete Bodenbotschafter_innen in Schulen und außerschulischen Einrichtungen in Brandenburg eingesetzt werden.

Zwei Personen auf Wiese in gegrabener Grube
Foto: Dr. Beate Gall

Grafik von Fotolithografie
Bild: Dr. Johannes Gurke

Photocurable organic conductive materials for lithographic processing

Dr. Johannes Gurke
Institut für Chemie

Betreut durch Potsdam Transfer

Unsere moderne, digitale Gesellschaft basiert auf der Lithografie. Sie ermöglicht die Erzeugung kleinster Strukturen auf einer Oberfläche, aber auch in 3D. Sie ist das zentrale Verfahren zur Herstellung von Mikrochips und anderen elektronischen Geräten. Die Kunststoffelektronik ist auf dem Vormarsch, um die Probleme der Gesellschaft zu lösen. Dabei werden leitfähige Materialien auf ein flexibles Material aufgebracht, wodurch dieses weich und biegsam wird. Faltbare Smartphones sind nur eine der jüngsten Entwicklungen, die den Kundenmarkt erreicht haben. Die Kunststoffelektronik hat nicht nur das Smartphone erfunden, sondern ist auch im Begriff, das Gesundheitswesen zu revolutionieren. Neue Technologien zur Verbindung mit der Biologie und neuartige tragbare Sensoren werden die Art und Weise, wie wir Patienten überwachen und behandeln, verändern. Um solche Dinge in großem Maßstab und mit der erforderlichen Präzision herstellen zu können, müssen wir in der Lage sein, die verwendeten Materialien mittels etablierter Verfahren wie der Fotolithografie zu bearbeiten. Hier sind uns derzeit Grenzen gesetzt. Die Bearbeitung organischer leitender Materialien mit Licht ist derzeit nicht möglich. In diesem Projekt werden wir eine neue chemische Grundlage entwickeln und diese in einen Photoresist übertragen.

 

Grafik von Fotolithografie
Bild: Dr. Johannes Gurke

Hände mit iPads und darin abgebildeten 3d-Modellen von Teepflanze und Walnuss
Foto: Jule Krüger

Augmented Reality im Grünen Klassenzimmer – Entwicklung und Evaluation eines digital gestützten Programms zum Thema „Wie Pflanzen unsere Welt verändern“

Dr. Jule Krüger
Digitale Bildung, Department Erziehungswissenschaft
Steffen Ramm
Grünes Klassenzimmer, Botanischer Garten Potsdam

Betreut durch Potsdam Transfer

Augmented Reality (AR) als neuartige Technologie bietet durch die Verknüpfung virtueller und physischer Elemente viele Möglichkeiten für die Unterstützung von Lernszenarien u.a. innerhalb naturbezogener Umgebungen. Hierbei zeigt die Forschung positive Effekte, die auch in der Bildungspraxis erwartet werden. Beim Einsatz in Botanischen Gärten als außerschulische Lernorte können z.B. die Vorteile virtueller Informationen mit den Vorteilen der vorhandenen Pflanzen verknüpft werden. In diesem Projekt sollen diese Vorteile für die Gestaltung und Umsetzung eines Programms im Grünen Klassenzimmer des Botanischen Gartens Potsdam zum Thema „Wie Pflanzen unsere Welt verändern“ genutzt werden. Das Programm soll in Schulklassen der Stufen 9 - 12 fächerübergreifend das Verständnis der Bedeutung von Pflanzen schulen und enthält dabei Bildung für nachhaltige Entwicklung. Hierbei soll AR gezielt in der Präsentation und zur eigenen Erstellung von Materialien durch die Schüler:innen eingesetzt werden.

Hände mit iPads und darin abgebildeten 3d-Modellen von Teepflanze und Walnuss
Foto: Jule Krüger

Grafikdarstellung der enzymatischen Inaktivierung von Antibiotika in landwirtschaftlichen Abfällen
Bild: Prof. Dr. Katja M. Arndt

Enzymatische Inaktivierung von Antibiotika in landwirtschaftlichen Abfällen

Prof. Dr. Katja M. Arndt
Molekulare Biotechnologie

Betreut durch die UP Transfer GmbH

Antibiotika haben die Medizin revolutioniert, aber ihr übermäßiger Einsatz führte zu einem gefährlichen Anstieg antimikrobieller Resistenzen. Einen wesentlichen Beitrag zur Resistenzbildung leistet die unzureichende Abfallwirtschaft von antibiotikakontaminierten Abfallprodukten wie Urin oder Gülle in der Landwirtschaft oder Abwasser aus Krankenhaus- und Privathaushalten. Unser Projekt zielt darauf ab, Enzyme als wirksames Mittel zur Inaktivierung von Antibiotika einzusetzen. Dieser Ansatz bietet erhebliche Vorteile wie niedrige Kosten, Vielseitigkeit und Umweltfreundlichkeit. Unser Produkt soll vor allem für den Einsatz in landwirtschaftlichen Betrieben entwickelt werden, da dort täglich mehrere Tonnen antibiotikabelasteter Abfälle anfallen und es derzeit keine Lösung für den Umgang mit diesen Abfällen gibt. Durch Zugabe des pulverisierten Enzyms zu dem Abfall und Vermischung mit kurzer Inkubationszeit soll dieses Produkt einfach und schnell anwendbar sein.

Grafikdarstellung der enzymatischen Inaktivierung von Antibiotika in landwirtschaftlichen Abfällen
Bild: Prof. Dr. Katja M. Arndt