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Potenziale ausloten – Botschafterin von Kenia zu Gast an der Universität Potsdam

Die Universität Potsdam möchte ihre bisher vor allem individuellen Verbindungen nach Kenia auf zentraler Ebene ausbauen. Das bekräftigte Präsident Prof. Oliver Günther, Ph.D., heute im Gespräch mit der Botschafterin Kenias, I.E. Stella Mokaya Orina, die an Brandenburgs größter Hochschule zu Gast war. Gemeinsam mit Forschern der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen und der Humanwissenschaftlichen Fakultät sowie Vertreterinnen des International Office wurde der Ausbau der bestehenden Beziehungen näher erörtert. 

Bei ihrem Besuch in Potsdam berichtete die Botschafterin über aktuelle Themen in Kenia, wie zum Beispiel die Digitalisierung, die Mobilität von Arbeitskräften nach Deutschland und die damit zusammenhängende notwendige Deutschausbildung. Bei der universitären Zusammenarbeit mit Deutschland setzt Kenia auf gemeinsame Forschungsprojekte, die auch den Austausch von Forschenden beinhalten. Die Universität Potsdam etwa pflegt Kooperationen nach Kenia im Bereich der Organischen und Analytischen Chemie sowie der Inklusion in der Schulbildung mit den Universitäten Kenyatta, der Katholischen Universität Ostafrikas sowie der Universität Nairobi, mit der auch die Chemiker kooperieren, und der Evolutionsbiologie und Systematischen Zoologie mit der Universität Eldoret.
„Die Kooperation zwischen Deutschland und Kenia biete große Chancen“, so der Präsident der Universität Potsdam, Prof. Oliver Günther, Ph.D. „Im Gespräch zu bleiben, Kooperationen zu festigen, Menschen zusammenzubringen ist Science Diplomacy mit dem klaren Ziel, gute Partnerschaften auszubauen, im Angesicht einer sich neu abzeichnenden Weltordnung.“ 

Hochschulen agieren heute in einem zunehmend unsicheren Umfeld. Politische Veränderungen, wirtschaftliche Krisen, Naturereignisse oder auch interne Governance-Probleme können universitäre Aktivitäten und Strategien ebenso schnell wie nachhaltig beeinträchtigen. Solche Entwicklungen fordern die Widerstandsfähigkeit von Institutionen, ihr Management und ihre Anpassungsfähigkeit heraus – und das bei gleichzeitiger Verpflichtung gegenüber den grundlegenden Aufgaben in Lehre, Forschung und gesellschaftlicher Verantwortung. Auch deshalb engagiert sich die Universität Potsdam im Projekt DIES LEADx des DAAD, bei dem auch drei Vizepräsidentinnen kenianischer Universitäten – der Lukenya Universität, der Amref International Universität und der Kenyatta Universität – beteiligt sind.
Die Beteiligten verständigten sich darauf auszuloten, wie die Vielzahl der individuellen Aktivitäten zu übergreifenden Kooperationsvereinbarungen führen können. Vonseiten der Botschaft wurde ferner der Wunsch zur Unterstützung von Studierendenmobilität sowie bei der Deutschausbildung im Land für die Fachkräftemobilität geäußert.