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Zeichen unserer Zeit – Internationale Woche der Semiotik im Bildungsforum und am Neuen Palais

Von Esskulturen bis hin zu Food-Marketing: Eine Reise durch die Welt der Kulinaristik bietet die Internationale Woche der Semiotik, die unter der Überschrift „Zeichen unserer Zeit“ vom 22. bis zum 25. Januar 2024 im Bildungsforum Potsdam sowie auf dem Campus Am Neuen Palais stattfindet. Die interaktive Veranstaltungswoche richtet sich mit Diskussionsrunden, Workshops und Vorträgen aus den Food Studies an die interessierte Öffentlichkeit. Sie dient zugleich der Vernetzung und dem Austausch zwischen den Studierenden der Universität Potsdam und potenziellen Arbeitgebern aus Wirtschaft und Kultur. Die „Semiotische Woche“ wird von der Professur für Kulturen romanischer Länder und Studierenden des Studiengangs „Kultursemiotik und angewandte Kulturwissenschaften“ organisiert.

„Lange war die geisteswissenschaftliche Auseinandersetzung mit dem Thema Nahrung verpönt“, sagt die Veranstalterin Prof. Dr. Marie Schröer. „Das ist absurd, da Essen – wie der Soziologe Marcel Mauss es ausdrückt – ein Totalphänomen ist, das in allen Bereichen unseres Lebens eine Rolle spielt. Wir wollen zumindest einige dieser Facetten beleuchten.“ Diskussionen, Workshops und Vorträge sollen zeigen, wie abwechslungsreich kultursemiotische Zugänge zu den Food Studies sind. Im Mittelpunkt stehen Diskussionen und Präsentationen von Expert*innen, die sich mit der Semiotik von Essen beschäftigen. So wird Janosch Förster vom Deutschen Archiv der Kulinarik in Dresden über „Menükarten als semiotische Kristallisationspunkte kulinarischer Kulturgeschichte“ sprechen. Nancy Nilgen von der Universität Leipzig befasst sich mit dem „Wandel der DDR-Esskultur“, den sie anhand von Kochbüchern nachzeichnet. In einer von Studierenden der Uni Potsdam moderierten Diskussionsrunde geht es um „Essen und Social Media“. Weitere Programmpunkte reichen von medialisierten Esskulturen am Beispiel von Netflix-Formaten über Picknick-Kulturen bis hin zu japanischen Gastronomen und ihrer Kundschaft in Berlin.

„Zeichen unserer Zeit“ ist die fünfte Veranstaltungswoche des von der Potsdamer Romanistin Prof. Dr. Eva Kimminich gegründeten „Zentrums für Kultursemiotik“, das als Scharnier zwischen Universität und Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft fungiert. Die Semiotik beschäftigt sich mit dem Studium von Symbolen und Zeichensystemen in verschiedenen Kontexten. Inzwischen organisiert Eva Kimminichs Nachfolgerin, Prof. Dr. Marie Schröer, die Veranstaltung, die kostenlos ist und allen Interessierten offensteht.

Zeit: 22.–25.01.2024
Orte: Bildungsforum, Wissenschaftsetage, Räume Volmer+Süring (22.–24.1.) und Universität Potsdam; Campus Am Neuen Palais, Haus 8: Auditorium Maximum und Foyer EG (25.1.)
Kontakt: Prof. Dr. Marie Schröer, Kulturen romanischer Länder
E-Mail: marie.schroeeruni-potsdamde
Programm: www.uni-potsdam.de/fileadmin/projects/romanistik-schroeer/docs/Programm_5._Internationale_Woche_der_Semiotik.pdf

Medieninformation 16-01-2024 / Nr. 005