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Bildung von metallischen Lagerstätten erforschen – DFG-Schwerpunktprogramm zur „Dynamik der Erzmetallanreicherung“ geht in die zweite Runde

Dr. Maximilian Korges und Prof. Dr. Max Wilke
Foto : Sandra Scholz
Dr. Maximilian Korges und Prof. Dr. Max Wilke

Wie entstehen Erzvorkommen? Wie entwickeln sie sich und wie lassen sie sich am besten – und vor allem nachhaltig – erschließen? Diese und weitere Fragen rund um die „Dynamik der Erzmetallanreicherung“ stehen im Zentrum des gleichnamigen DFG-Schwerpunktprogramms 2238 DOME. Nach erfolgreicher Evaluation wird die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) das seit 2020 laufende Programm nun für weitere drei Jahre mit rund 6,7 Millionen Euro fördern. Noch im Sommer 2023 starten 26 neue einzelne Forschungsvorhaben, vor allem zur Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftlern, die an Universitäten und Forschungsinstituten in 16 deutschen Städten tätig sein werden. Das Schwerpunktprogramm wird weiterhin koordiniert von dem Mineralogen Prof. Dr. Max Wilke vom Institut für Geowissenschaften der Universität Potsdam.

Erzlagerstätten sind seit jeher die Basis technischer Errungenschaften – und immer wieder wird ihre Verfügbarkeit zum Problem. Zurzeit besteht eine akute Angebots-Nachfrage-Kluft vor allem für sogenannte „kritische“ Metalle, die für Spitzentechnologien zur Bekämpfung des globalen CO2-Ausstoßes unerlässlich sind. Um das zu ändern, müssen neue Erzlagerstätten gefunden und erschlossen werden. DOME soll dabei helfen, das Verständnis erzbildender Prozesse und der Eigenschaften von Erzvorkommen sowie dazugehörige Modelle zu verbessern. So lassen sich Explorationsstrategien entwickeln und verfeinern, aber auch Recycling- und Aufbereitungsprozesse weiterentwickeln.

„Das Schwerpunktprogramm führt Forschende aus verschiedenen Bereichen zusammen, die gemeinsam an der Entschlüsselung der komplexen Prozesse der Erzbildung mitwirken und multidisziplinäre Beiträge in Form von fortschrittlichen experimentellen, analytischen oder numerischen Methoden einbringen“, sagt Prof. Dr. Max Wilke. „Dazu gehören neue Methoden in der Feldforschung, verbesserte Laborexperimente und Computersimulationen von der atomaren bis zur regionalen Skala“, ergänzt Dr. Maximilian Korges, der das Koordinationsbüro des Programms in Potsdam führt. Ziel sei es, neue Einblicke in die Komplexität der Erzbildung und ein besseres Verständnis der Bildungsprozesse zu gewinnen.

Kontakt:
Prof. Dr. Max Wilke, Institut für Geowissenschaften
Telefon: 0331 977-5108, E-Mail: max.wilkeuni-potsdamde
Dr. rer. n Maximilian Korges, Institut für Geowissenschaften
Telefon: 0331 977-5836, E-Mail: maximilian.korgesuni-potsdamde

Medieninformation 03-08-2023 / Nr. 083