eParT – E-Partizipation für Transformationen nutzbar machen: Erkundung von Anwendungsfeldern, Einflussfaktoren und Wirkungen ist ein an der Hochschule Fulda angesiedelter Forschungsverbund, der in Kooperation mit der Universität Potsdam durchgeführt wird. eParT untersucht digitale Beteiligungsprozesse im Kontext gesellschaftlicher Transformationen. Ziel ist es, Gestaltungsbedingungen für E-Partizipation zu identifizieren, die eine inklusive, wirksame und nachhaltige Einbindung von Bürger*innen ermöglichen. Im Fokus stehen die Bereiche Gesundheit, Energie, Mobilität und Bildung. Analysiert werden Einflussfaktoren und Wirkungen digitaler Beteiligung. Zudem werden entsprechende Formate in Kooperation mit regionalen Partnern und der Bevölkerung erprobt.
Geleitet von den Kernprinzipien der Transdisziplinarität, der Bürgerwissenschaft (Citizen Science) und der angewandten Forschung ist eParT inter- und transdisziplinär ausgerichtet und in drei übergreifende Themenbereiche mit den daraus resultierenden Schnittstellen gegliedert: (1) Treiber und Ansätze, (2) Technologien und Dienste sowie (3) Kapazitäten und Transfer. Aus diesen Themenbereichen leiten sich vier miteinander verbundene Forschungsfelder mit insgesamt 13 Teilprojekten ab, die unterschiedliche theoretische, methodische und anwendungsbezogene Fragen der E-Partizipation untersuchen. Dabei folgen sie einer gemeinsamen übergreifenden Forschungsagenda sowie einem iterativen Forschungsprozess. An der Universität Potsdam werden zwei Teilprojekte durchgeführt, die in den Forschungsfeldern 3 und 4 verortet sind:
Forschungsfeld 3 befasst sich mit der Analyse motivationaler, verhaltensbezogener und medienpragmatischer Grundlagen und Treiber digitaler Beteiligung. Am Standort Potsdam werden spielbasierte Ansätze (Game-based Approaches) als potenzielle motivationale Treiber für die Nutzung digitaler Beteiligungsformate erforscht. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, wie Game-Design-Elemente unter Berücksichtigung individueller Bedürfnisse und Präferenzen gestaltet werden können, um die Motivation zur Nutzung von E-Partizipation nachhaltig zu fördern und deren Potenzial für gesellschaftliche Transformationsprozesse zu stärken.
Im Forschungsfeld 4 steht die Entwicklung und Evaluation partizipativer Methoden zur Erhebung, Analyse und Nutzung sozio-räumlicher Daten im Vordergrund. Am Standort Potsdam liegt der Fokus hierbei auf GIS-basierten Partizipationsansätzen für Transformationsprozesse im Kontext von Gesundheitsförderung, Prävention und Gesundheitsversorgung. Untersucht wird beispielsweise, wie entsprechende digitale Beteiligungsformate gestaltet sein müssen, um die Bereitschaft von Bürger*innen zur Beteiligung an solchen Prozessen zu fördern.
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