UFSKW Paper of the Month

Das UFSKW Paper of the Month gibt der aktuellen kognitionswissenschaftlichen Forschung des UFSKW eine besondere Bühne. Das Paper of the Month wird monatlich vom Auswahlgremium aus allen Einreichungen ausgewählt.

Alle Mitglieder des Forschungsschwerpunkts können jederzeit eigene Paper vorschlagen.

Dazu können Sie als Mitglied eine E-Mail an die UFSKW-Koordinatorin, Dr. Melanie Schreiner, senden. 

Ihre E-Mail muss folgende Angaben enthalten:  
(1) die DOI und (2) einen Link zum veröffentlichten Paper ODER zum Preprint des Papers (bei nicht-open access Artikeln) sowie (3) einen kurzen Kommentar dazu, was Ihr Paper besonders macht.

Reichen Sie ein Paper für das Paper of the Month ein


Papers of the Month, September 2022

Mapping Research Domain Criteria using a transdiagnostic mini‐RDoC assessment in mental disorders: a confirmatory factor analysis

Autoren: Bernd R. Förstner, Mira Tschorn, Nicolas Reinoso‐Schiller, Lea Mascarell Maričić, Erik Röcher, Janos L. Kalman, Sanna Stroth, Annalina V. Mayer, Kristina Schwarz, Anna Kaiser, Andrea Pfennig, André Manook, Marcus Ising, Ingmar Heinig, Andre Pittig, Andreas Heinz, Klaus Mathiak, Thomas G. Schulze, Frank Schneider, Inge Kamp‐Becker, Andreas Meyer‐Lindenberg, Frank Padberg, Tobias Banaschewski, Michael Bauer, Rainer Rupprecht, Hans‐Ulrich Wittchen, & Michael A. Rapp

Kommentar: Ziel dieser Studie aus dem BMBF geförderten Forschungsprojekt PD-CAN im deutschen Forschungsnetzwerk für „Psychische Erkrankungen“ (https://fzpe.de/) war es, die latenten Konstrukte aus der Research Domain Criteria (RDoC)-Initiative des National Institute for Mental Health (NIMH) (https://www.nimh.nih.gov/research/research-funded-by-nimh/rdoc) an einer transnosologischen Population zu untersuchen. Hierfür wurden bereits etablierte Selbsteinschätzungsinstrumente und Verhaltensbeurteilungen in einem Mini-RDoC-Assessment verwendet um die Konstrukte positives (PVS) und negatives Valenzsystemen (NVS), kognitive Systeme (CS) und soziale Prozesse (SP) abzubilden.
Die Daten von 1431 TeilnehmerInnen wurden in einer konfirmatorischen Faktorenanalyse (CFA) analysiert, um die zugrunde liegende latente RDoC-Struktur zu belegen. Das Vier-Faktoren-Modell, der Kerndomänen PVS und NVS sowie CS und SP zeigte, auch im Vergleich zu einem 1-Faktor-Modell, einen guten Model-Fit in dieser Stichprobe. Die Verbindungen zwischen den Domänen PVS, NVS und SP konnten nachgewiesen werden, was auf eine universelle latente Struktur hindeutet, die sich über bekannte nosologische Kategorien hinweg erstreckt.
Diese Studie lässt also einen ersten Einblick auf die latente Struktur und die Interkorrelationen zwischen den vier zentralen RDoC (Kriterien) in einer transnosologischen Stichprobe zu. Wir möchten dabei betonen, dass bereits existierende und gut validierte Selbsteinschätzungsfragebögen und Verhaltensmessungen zur Erfassung von Aspekten der latenten Struktur verwendet werden können. Diese Grundlagenforschung eröffnet uns die Möglichkeit das Wesen von psychischer Gesundheit bzw. Krankheit im Hinblick auf unterschiedliche Grade der Dysfunktion in grundlegenden psychologischen/biologischen Systemen besser zu verstehen.

Link: https://doi.org/10.1007/s00406-022-01440-6

Physical exercise training as preceding treatment to cognitive behavioral therapy in mild to moderate major depressive disorder: A randomized controlled trial

Autoren: Stephan Heinzel, Melanie Schwefel, Alba Sanchez, Darlene Heinen, Lydia Fehm, Romy Henze, Christina Terán, Gunnar Kallies, Michael A. Rapp, Thomas Fydrich, Andreas Ströhle, & Andreas Heissel 

Kommentar: Many patients with major depressive disorder (MDD) remain untreated or do not respond to cognitive behavioral therapy (CBT). Physical exercise shows antidepressive effects and may serve as an effective augmentation treatment. However, research on combining exercise with CBT is sparse in MDD and underlying mechanisms of exercise are not well understood to date. IN this study high intense physical exercise did not lead to a general enhancement of CBT outcome, but higher increases in physical fitness seem to improve symptom change during CBT. Our results suggest that the implementation of more individually tailored exercise programs could be a promising approach for future research and clinical practice.

Link: https://doi.org/10.1016/j.jad.2022.09.024

Paper of the Month, August 2022

During the COVID‐19 pandemic participants prefer settings with a face mask, no interaction
and at a closer distance

Autoren: Katharina Kühne, Martin H. Fischer, & Melinda A. Jeglinski

Kommentar: Diese Studie betrachtet die Wahrnehmung von Sicherheitsmaßnahmen, welche im Rahmen der Covid-19-Pandemie eingeführt und umgesetzt worden sind. Die Testung fand im Frühjahr 2021 statt während der dritten Covid-19-Pandemie-Welle in Deutschland. Die Studie ist relevant, um zu messen, ob die Bevölkerung die empfohlenen Schutzmaßnahmen, Abstand halten, Maske tragen und physische Interaktion vermeiden, verinnerlicht hat.
Die Ergebnisse unserer Studie zeigen, dass die Testpersonen eine mittlere Distanz (90 cm) über einer engen Distanz (50 cm) zweier Personen, die sie auf einem Bild sehen, bevorzugen. Dies ist in Einklang mit den herrschenden Covid-19-Schutzmaßnahmen, nämlich, dass die Nähe zwischen zwei Personen eine Gefahr darstellt. Weiterhin hat unsere Studie gezeigt, dass die Versuchspersonen Bilder ohne soziale Interaktion (Hände schütteln) gegenüber sozialer Interaktion bevorzugen. Auch dies ist in Einklang mit den herrschenden Schutzmaßnahmen, dass körperlicher Kontakt vermieden werden soll. Zudem bestätigen unsere Ergebnisse weiterhin, dass die Atemschutzmaske soziale Interaktion erleichtert, da die Versuchspersonen Bilder von Individuen mit Atemschutzmasken bevorzugten. Unsere Ergebnisse zeigen daher, dass die empfohlenen Schutzmaßnahmen während der Pandemie von unseren Versuchspersonen verinnerlicht und bevorzugt worden sind.
Wir haben diese Ergebnisse erhalten, indem wir die Reaktionszeiten auf die Bilder gemessen haben in einer einfachen Entscheidungs-Aufgabe (das Geschlecht der Personen auf den Bildern entscheiden). Aus ethischen Gründen war er nicht möglich (Ansteckungsgefahr), unsere Versuchspersonen im Labor zu testen und reale soziale Interaktion zu messen. Dies bedeutet, dass die Versuchspersonen diese Ergebnisse aus einer Dritte-Person-Perspektive heraus gezeigt haben. Dies verdeutlicht, wie sehr diese die empfohlenen Schutzmaßnahmen, Maske tragen, Abstand halten, keine physische Interaktion verinnerlicht haben: Obgleich sie nur andere Personen auf den Bildern bei den respektiven Handlungen beobachtet haben, sind implizite Vorlieben, die die Schutzmaßnahmen favorisieren, deutlich geworden. Dies zeigt, wie stark neue soziale Parameter bereits nach einem Jahr in unserem Habitus sind.

Link: https://doi.org/10.1038/s41598-022-16730-1

Paper of the Month, July 2022

Assessing the availability of inverse scope in German in the covered box paradigmAssessing the availability of inverse scope in German in the covered box paradigm

Autoren: Gisbert Fanselow, Malte Zimmermann, & Mareike Philipp

Kommentar: In this paper, we provide an experimental investigation of how speakers of German interpret doubly-quantified sentences. This type of sentences is of particular interest to the field of linguistics, as they can give rise to ambiguities. The relevance of this paper is characterized by both methodological and theoretical insights. Methodologically, the paper stands out in that it is the first experimental study on inverse scope in German employing a covered box design. Thereby it shows that this method is cross-linguistically suitable for examining scope ambiguities. Results from more direct surveys (yes/no answers to direct content questions) could be replicated here with a more indirect method. Since indirect methods are preferable to more direct ones in studies with naive speakers, these results make a relevant contribution to future experimental research in this area. Furthermore, the experimental results are relevant for theory building, as they underpin (i) that doubly-quantified sentences of the type investigated in here give rise to ambiguities in German, contrary to what is often assumed; (ii) that the availability of different scope interpretations ​​is not categorically regulated by a macroparameter between languages, as has been proposed, but is gradual in nature; (iii) that even within a particular language, scope ambiguities are not a one-dimensional phenomenon that is strictly encoded in the grammar, but is characterized by great variation between speakers and items and therefore depends on a wide range of linguistic and cognitive factors.

Link: https://doi.org/10.16995/glossa.5766

Paper of the Month, June 2022

The perceptual span is dynamically adjusted in response to foveal load by beginning readers

Autoren: Johannes M. Meixner, Jessie S. Nixon, & Jochen Laubrock

Kommentar: Weil kognitive Verarbeitung langsamer ist als perzeptuelle Verarbeitung, wählt die Aufmerksamkeit aus dem perzeptuellen Angebot aus. Beim Lesen muss dazu kognitive Verarbeitung das perzeptuelle Sampling der Sakkaden inhibieren können. Beeinflusst kognitive Inhibition beim Lesen, welche perzeptuelle Information zu einem gegebenen Zeitpunkt in das kognitive System hereingelassen wird? Dies ist ein Grundgedanke der Foveal-Load-Hypothese. Sie besagt, dass der Fokus der Aufmerksamkeit beim Lesen kleiner wird, wenn schwierige Wörter kognitiv verarbeitet werden. Deshalb sollen weniger Ressourcen für die parafoveale Vorverarbeitung zur Verfügung stehen und die Wahrnehmungsspanne kleiner werden. Bisher ist die Foveal-Load-Hypothese nur indirekt getestet worden. Hier liefern wir durch Kombination einer großen Stichprobe aus der PIER-Studie mit modernen statistischen Methoden und blickkontingenter Präsentation die erste direkte Evidenz für die Modulation der Wahrnehmungsspanne durch die foveale Wortschwierigkeit. Die Wahrnehmungsspanne wird dynamisch moduliert: sie wird kleiner, wenn schwere Wörter gelesen werden und größer, wenn leichte Wörter gelesen werden. Diese Modulation findet man bereits in frühen Schuljahren, was dafür spricht, dass ein allgemeiner Mechanismus dafür verantwortlich ist, der bereits vor dem Lesenlernen etabliert ist, z.B. ein dynamischer Aufmerksamkeitsgradient.

Ein zweiter wichtiger neuer Aspekt ist die Trennung räumlicher und zeitlicher Informationsakkumulation. In einer Vorarbeit (Sperlich, Meixner & Laubrock, 2016) haben wir Methoden entwickelt, mit denen sich Personenparameter für die längsschnittliche Evaluation individueller Unterschiede in der Wahrnehmungsspanne generieren lassen. Diesen Ansatz mit nichtlinearen gemischten Regressionmodellen haben wir in der vorliegenden Studie genutzt, um wortbasierte Schätzungen für zeitliche und räumliche Verarbeitung zu gewinnen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Wahrnehmungsspanne sich deutlich zwischen räumlichen und zeitlichen Entscheidungen unterscheidet. Die räumliche Sakkadenzielauswahl nutzt deutlich weitere Vorschau als die zeitliche Steuerung der Sakkaden. 

Drittens zeigen wir, dass die Entwicklung der Wahrnehmungsspanne eher ihre Grenze erreicht als die Entwicklung der Lesegeschwindigkeit. Dies lässt vermuten, dass bei fortgeschritteneren Lesern die Entwicklung postperzeptueller Prozesse zur Erhöhung der Lesegeschwindigkeit beitragen, etwa des lexikalischen Zugriffs, der syntaktischen Verarbeitung, und der Integration eines mentalen Modells des Textes.

Link: https://doi.org/10.1037/xge0001140

Weitere kurze Zusammenfassung hier

Paper of the Month, May 2022

Creating meaning by taking initiative: Proactive work behavior fosters work meaningfulness

Autoren: Doris Fay, Karoline Strauss, Christopher Schwake, & Tina Urbach

Kommentar: To experience meaning is regarded as essential for psychological well-being and individual growth. Work psychologists, who focus on understanding the factors that contribute to experiencing one’s work as meaningful, emphasize the role of work design and the content of the job. This approach puts the working individual into a position of a passive recipient of their working circumstances. The present paper departs from this by assigning the individual an active role.

Proactive work behavior reflects discretionary, future- and change oriented behaviors at work. Based on the observation that meaningfulness is experienced when people are able to connect to the future we propose that proactive work behavior is associated with higher levels of experienced work meaningfulness. Across three studies with working individuals, two scenario-based experiments and one daily-diary study, we show that proactive work behavior is associated with higher work meaningfulness, and that this effect is particularly strong when individuals work in a context where they find it difficult to connect to the future.

Link: https://doi.org/10.1111/apps.12385

Paper of the Month, April 2022

Association of regional socioeconomic deprivation and rurality with global developmental delay in early childhood: Data from mandatory school entry examinations in Germany

Autoren: Stephanie Hoffmann, Mira Tschorn, Niels Michalski, Jens Hoebel, Bernd R. Förstner, Michael A. Rapp, & Jacob Spallek

Kommentar: In dieser populationsbasierten Analyse von Daten Brandenburger Schuleingangsuntersuchungen untersuchten wir den Einfluss individueller sowie regionaler sozioökonomische Faktoren auf die Entwicklung von Vorschulkindern. Regionale Sozioökonomie wurde mittels German Index of Social Deprivation (GISD) operationalisiert, welcher vom Robert Koch-Institut entwickelt und herausgegeben wird und für jede Postleitzahl Indikatoren aus den Bereichen Bildung, Beruf und Einkommen aggregiert abbildet. Die Daten aller 22.801 Kinder, die in 2018 und 2019 in Brandenburg auf Schuleignung untersucht wurden, wurden im Hinblick auf das Vorhandensein einer allgemeinen Entwicklungsverzögerung untersucht, welche mindestens mit Entwicklungsverzögerungen in den Domänen Sprache und kognitive Fähigkeiten einhergehen. Wir konnten dabei zeigen, dass die familiäre Sozioökonomie den deutlich stärksten Zusammenhang zur Entwicklungsverzögerung der Kinder aufwies, jedoch die regionale Deprivation als kontextuelle Sozioökonomie darüber hinaus einen zusätzlichen Einfluss auf die Entwicklung der Kinder zeigt. Demnach konnten wir zeigen, dass selbst unter Berücksichtigung der familiären Sozioökonomie, die regionale Deprivation einen zusätzlichen Einfluss auf Entwicklungsverzögerungen in den Domänen Sprache und kognitive Fähigkeiten bei Vorschulkindern aufweist. 

Link: https://doi.org/10.1016/j.healthplace.2022.102794

Paper of the Month, March 2022

Pupillary entrainment reveals individual differences in cue weighting in 9-month-old German-learning infants

Autoren: Mireia Marimon, Barbara Höhle, & Alan Langus

Kommentar: In this paper, we investigated how German-speaking adults and 9-month-old German-learning infants weight statistical and prosodic cues when segmenting continuous speech. Measuring pupil size, we showed that adult participants’ pupil size synchronized with prosodic words whilst listening to the speech stream. Regarding infants, the variability in temporal alignment of the pupillary changes indicated that prosodic and statistical cues compete for dominance. Whereas some infants’ pupils synchronized more to prosodic words, other infants’ pupils synchronized to statistical words. To our knowledge, this is the first evidence that at least some German-learning infants can segment such a speech stream with statistical cues. In addition, we showed for the first time that this variability in word segmentation at 9 months is related to later language development. In sum, our results reveal individual differences in the relative weighting of statistical and prosodic cues in infants of the same age and how these differences influence later language development. We, therefore, open new research questions for further research.
This project was funded by the Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG, German Research Foundation) and by the European Union's Horizon 2020 research and innovation programme.

Link: https://doi.org/10.1016/j.cognition.2022.105054

Paper of the Month, February 2022

Outcomes of a Delirium Prevention Program in Older Persons After Elective Surgery: A Stepped-Wedge Cluster Randomized Clinical Trial

Autoren: Friederike Deeken, Alba Sánchez, Michael A. Rapp, Michael Denkinger, Simone Brefka, Juliane Spank,Carola Bruns, Christine A. F. von Arnim, Olivia C. Küster, Lars O. Conzelmann, Brigitte R. Metz, Christoph Maurer, Yoanna Skrobik, Oksana Forkavets, Gerhard W. Eschweiler, & Christine Thomas

Kommentar: Das postoperative Delir ist die häufigste Komplikation nach operativen Eingriffen bei älteren PatientInnen und kann mit einer Reihe an kurz- und langfristigen Folgen, wie einer erhöhten Morbiditäts- und Mortalitätsrate, kognitiven Einschränkungen und erhöhten Institutionalisierungsraten in Verbindung gebracht werden. Mit Hilfe der PAWEL-Studie wurde untersucht, ob der Einsatz einer multimodalen, sektorübergreifenden, nicht-medikamentösen Intervention bei PatientInnen über 70 Jahren, die sich einer Elektivoperation unterziehen mussten, zu einer Reduktion des postoperativen Delirs führt. Einmalig an der Studie ist der transsektorale Ansatz mit einem 12-Monats-Follow-up im Hinblick auf die Langzeitfolgen des Delirs.
Die Ergebnisse der Studie, mit insgesamt 1470 PatientInnen, belegen die Wirksamkeit der Intervention. Die PAWEL-Studie konnte zeigen, dass eine strukturierte, nicht-pharamakologische Intervention eine sichere und effektive Präventionsmaßnahme ist, um das Auftreten von postoperativen Delirien bei Älteren zu reduzieren. Für Patientinnen und Patienten, die sich einem herzchirurgischen Eingriff unterziehen mussten, konnte dieser Effekt jedoch nicht nachgewiesen werden. Die Publikation ist in JAMA Surgery, dem weltweit wichtigsten Fachjournal für Chirurgie, erschienen.

Link: https://doi.org/10.1001/jamasurg.2021.6370

Paper of the Month, January 2022

Effects of competence feedback on therapist competence and patient outcome: A randomized controlled trial

Autoren: Florian Weck, Yvonne M. Junga, Reinhold Kliegl, Daniela Hahn, Katharina Brucker, & Michael Witthöft

Kommentar: In der vorliegenden Arbeit wurde mittels eines randomisiert kontrollierten Designs untersucht, ob Psychotherapie durch ein Feedback (hinsichtlich der Durchführung der Behandlung) verbessert werden kann. Es zeigte sich, das die Qualität der durchgeführten Therapie durch das Feedback verbessert werden konnte, nicht jedoch das Ergebnis der Behandlung (d.h. bezüglich der Symptomatik der Patienten zeigte sich kein Unterschied zwischen der Feedback- und der Kontrollgruppe). Diese Befunde werfen wichtige Fragen hinsichtlich bisheriger Annahmen über die Wirkweise von Psychotherapie auf. Die Arbeit beinhaltet darüber hinaus einen innovativen Ansatz zur Analyse der Daten. Das Projekt wurde durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft gefördert (WE 4654/7).

(Eine pdf-Version des Papiers kann bei Florian Weck angefragt werden.)

Link: https://doi.org/10.1037/ccp0000686


UFSKW Papers of the Month 2021

Papers of the Month, January 2021

Papers of the Month, February 2021

Paper of the Month, March 2021

Paper of the Month, April 2021

Paper of the Month, May 2021

Paper of the Month, June 2021

Papers of the Month, July & August 2021

Paper of the Month, September 2021

Paper of the Month, October 2021

Paper of the Month, November 2021

Paper of the Month, December 2021