UFSKW Paper of the Month

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Quelle: M. Schinköth

Das UFSKW Paper of the Month gibt der aktuellen kognitionswissenschaftlichen Forschung des UFSKW eine besondere Bühne. Das Paper of the Month wird monatlich vom Vorstand aus allen Einreichungen ausgewählt.

Alle Mitglieder des Forschungsschwerpunkts können jederzeit eigene Papers vorschlagen. Dazu können sie als Mitglied eine E-Mail an die UFSKW-Koordinatorin, Dr. Michaela Schinköth,  senden. 

Ihre E-Mail muss folgende Angaben enthalten:  
(1) die DOI und (2) einen Link zum veröffentlichten Paper ODER zum Preprint des Papers (bei nicht-open access Artikeln) sowie (3) einen kurzen Kommentar dazu, was Ihr Paper besonders macht.

Ein Paper für das Paper of the Month einreichen

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Quelle: M. Schinköth

Paper of the Month, April 2021

PoM April 2021
Quelle: M.Schinköth

Home-based exercise programmes improve physical fitness of healthy older adults: A PRISMA-compliant systematic review and meta-analysis with relevance for COVID-19

Autoren: H. Chaabene, O. Prieske, M. Herz, J. Moran, J. Höhne, R. Kliegl, R. Ramirez-Campillo, D.G. Behm, T. Hortobágyi, & U. Granacher 

Kommentar: In diesem systematischen Übersichtsbeitrag mit Meta-Analyse wurden die Effekte von Heimtraining (engl. home-based training) auf Parameter der körperlichen Fitness bei gesunden älteren Erwachsenen untersucht. Die Ergebnisse zeigen, dass Heimtraining sowohl gesundheitsbezogene (Muskelkraft und Kraftausdauer) als auch fähigkeitsbezogene (Schnellkraft und Gleichgewicht) Komponenten der körperlichen Fitness wirksam verbessern kann. In Zeiten eingeschränkter Mobilität, beispielsweise aufgrund von Pandemien, stellt Heimtraining folglich eine wirksame Alternative dar, um einer durch körperliche Inaktivität verursachten Verschlechterung der Gesundheit und körperlichen Fitness bei gesunden älteren Erwachsenen entgegenzuwirken.

Link: https://doi.org/10.1016/j.arr.2021.101265

PoM April 2021
Quelle: M.Schinköth

Paper of the Month, March 2021

Paper of the Month March 2021
Bild: M. Schinköth

Production of prosodic cues in coordinate name sequences addressing varying interlocutors

Autoren: Clara Huttenlauch, Carola de Beer, Sandra Hanne, & Isabell Wartenburger 

Kommentar: The study addresses inter- and intra-speaker variability in the use of durational and f0-related cues in the production of coordinated name sequences with differing internal constituent groupings in German addressed to varying interlocutors, and finds stable prosodic patterns for constituent grouping and only slight interlocutor-induced adaptations, but inter-speaker variability in how the prosodic boundaries were phonetically realized. By exploring differences and commonalities within and across speakers rather than focussing on the "average" speaker the study accounts for the fascinating fact that we are able to communicate successfully despite our individualities.

An Open Science Framework project page (https://osf.io/rnxej/) has been created to store the data and code.

Link: http://doi.org/10.5334/labphon.221

Paper of the Month March 2021
Bild: M. Schinköth

Paper of the Month, February 2021

PoM February 2021
Quelle: M. Schinköth

Human vs computer: What effect does the source of information have on cognitive performance and achievement goal orientation?

Autoren: Nicolas Spatola, Johann Chevalère und Rebecca Lazarides

Kommentar: Die Studie befasst sich mit der bislang selten untersuchten Frage, welche Bedeutung die angenommene Quelle spezifischer Rückmeldungsinformationen (Mensch vs. Computer) für die Veränderung kognitiver und motivationaler Prozesse hat. Dabei trägt die Studie zu einem besseren Verständnis der unterschiedlichen sozio-kognitiven Prozesse bei, die sowohl menschliche Interaktionen als auch Mensch-Maschine Interaktionen prägen.

Link: https://doi.org/10.1515/pjbr-2021-0012

PoM February 2021
Quelle: M. Schinköth
PoM February 2021
Quelle: M. Schinköth

Semantic preview benefit and cost: Evidence from parafoveal fast-priming paradigm

Autoren: Jinger Pan, Ming Yan, Jochen Laubrock

Kommentar: Bei der Sprachverarbeitung nutzt man Priming (Einzelwortdarbietung) oder Preview Benefit (natürliches Lesen), um das „mentale Lexikon“ zu studieren. Durch einen verwandten Prime wird das Zielwort aktiviert. Nicht passende Kandidaten müssen irgendwann aber auch wieder deaktiviert werden, wenn der Prime nicht mit dem Zielwort identisch ist. Aus Corpusanalysen hat man korrelative Evidenz dafür gewonnen, dass der zeitliche Verlauf von Preview Benefit-Effekten biphasisch ist: zunächst wird ein Eintrag gebahnt und später gehemmt. Hier präsentieren wir die erste experimentelle Evidenz für einen solchen biphasischen Verlauf. Wir haben dazu blickkontingent die Zeit manipuliert, für die ein Preview sichtbar war.

Link: https://doi.org/10.1016/j.cognition.2020.104452

PoM February 2021
Quelle: M. Schinköth

Paper of the Month, January 2021

Paper of the Month, January (I)
Quelle: M.Schinköth

Modeling the effects of perisaccadic attention on gaze statistics during scene viewing

Autoren: Lisa Schwetlick, Lars Oliver Martin Rothkegel, Hans Arne Trukenbrod & Ralf Engbert

Kommentar: Das Paper verbindet zwei Forschungstraditionen zu Blickbewegungen. Seit >30 Jahren werden einerseits Aufmerksamkeitsprozesse kurz vor, während und unmittelbar nach Sakkaden untersuchen („mikroskopisch“), andererseits werden Blickbewegungen als Folge von selektiven Aufmerksamkeit in natürlichen Szenen untersucht („makroskopisch"). In dem Artikel wird gezeigt, dass wir Wissen aus beiden Domänen integrieren können und damit sogar die prädiktive Power des Modells verbessern können. Das Paper ist in extrem ansprechender Weise für Open Science aufbereitet worden: http://lisaschwetlick.de/SceneWalk_Model/

Link: https://doi.org/10.1038/s42003-020-01429-8

Paper of the Month, January (I)
Quelle: M.Schinköth

Paper of the Month, January (II)
Quelle: M.Schinköth

Bimodal familiarization re-sensitizes 12-month-old infants to other-race faces

Autoren: Anna Krasotkina, Antonia Götz, Barbara Höhle, & Gudrun Schwarzer

Kommentar: Das Paper entstammt der Arbeit in einem Projekt aus der DFG-Forschergruppe 2253 "Crossing the Borders", und ist gemeinsam von Potsdamer und Gießener Kollegen publiziert. In dieser Arbeit konnten wir zum ersten Mal zeigen, dass ein Lernmechanismus, der statistische Information aus dem Input zur Kategoriebildung nutzt, auch in der Erkennung von Gesichtern wirksam ist. Die Wirksamkeit dieses Lerntyps ist durch vorherige Forschung in der Bildung sprachlicher Kategorien bei Säuglingen gut belegt. Unsere Studie hat jetzt zum ersten Mal gezeigt, dass bei 12 Monate alten Säuglingen diese Art von statistischem Lernen auch ihre Fähigkeit, Gesichter anderer Ethnien zu unterscheiden, beeinflusst. Diese Studie ist ein Baustein unseres Projekt, das Parallelen und Zusammenhänge der Entwicklung von Sprache und Gesichterkennung im frühen Säuglingsalter untersucht.

Link: https://doi.org/10.1016/j.infbeh.2020.101502

Paper of the Month, January (II)
Quelle: M.Schinköth