Herzlich willkommen
auf den Seiten der außerplanmäßigen Professur von
Norman Weiß
Prof. Dr. iur.│Permanent Senior Fellow am MenschenRechtsZentrum der Universität Potsdam
Völkerrecht - Staatsrecht - Verfassungsgeschichte
Prof. Dr. Norman Weiß ist seit 1994 am MenschenRechtsZentrum der Universität Potsdam tätig und seit 2014 außerplanmäßiger Professor für Öffentliches Recht, Völkerrecht und Europarecht an der Juristischen Fakultät. Er prüft und lehrt vor allem im Schwerpunktbereich 8 (Internationales Recht).
In der akademischen Selbstverwaltung nimmt Prof. Weiß die folgenden Aufgaben wahr:
- Mitglied im Prüfungsausschuss für die Schwerpunktbereichsprüfung im Staatsexamensstudiengang (seit 2025)
- Beauftragter der Juristischen Fakultät für Öffentlichkeitsarbeit und interne Kommunikation (seit 2015)
Außerdem ist er Mitglied des Beirats der Universitätsbibliothek (seit 2016), Mitglied des Digitalisierungsbeirates an der Universität Potsdam (seit 2018), beratendes Mitglied des Rats der Potsdam Graduate School (seit 2018) und war von 2021-2024 Internationalisierungsbeauftragter (2018-2021 Stellvertreter)
Herausgeber der Reihen:
- Potsdamer Studien zu Staat, Recht und Politik
- Staat, Recht und Politik – Forschungs- und Diskussionspapiere = State, Law, and Politics - Research and Discussion Papers
Mitherausgeber der folgenden Schriftenreihen:
- Schriften des MenschenRechtsZentrums der Universität Potsdam (zusammen mit Logi Gunnarsson und Andreas Zimmermann)
- Internationales Recht der Gegenwart (zusammen mit Andreas Haratsch)
Er ist Chefredakteur des MenschenRechtsMagazins und Mitglied des wissenschaftlichen Beirats der Zeitschrift POLITIKUM.
Prof. Weiß ist Mitglied des Forschungsrats der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (seit 2004, von 2010-2019 dessen Koordinator) und war wissenschaftlicher Leiter der Potsdamer UNO-Konferenzen des Forschungskreises Vereinte Nationen (2003-2024).
Aktuelles
NEU: Newsletter
Staat, Recht und Ordnung
Zusammenhänge verstehen. Entwicklungen einordnen.
Politische Debatten werden häufig vom Tagesgeschehen bestimmt. Entscheidungen werden kommentiert, Positionen bezogen und Konflikte zugespitzt. Dabei geraten die größeren Zusammenhänge leicht aus dem Blick.
Dieser Newsletter verfolgt einen anderen Ansatz.
Er versteht aktuelle Entwicklungen als Ausdruck grundlegender Fragen von Staatlichkeit, Rechtsordnung und politischer Ordnung. Im Mittelpunkt stehen nicht kurzfristige Kontroversen, sondern die Institutionen, Regeln und Ideen, die unser Gemeinwesen nach innen und die internationale Ordnung nach außen prägen.
Seminarankündigung für das Wintersemester 2026/2027
Wann wird aus politischem Widerstand eine Revolution? Und bedeutet eine Revolution tatsächlich einen verfassungsrechtlichen Neubeginn?
Anhand der Glorious, Amerikanischen, Französischen, Haitianischen, Deutschen, Russischen und Iranischen Revolution untersucht das Seminar unterschiedliche Formen politischer Neuordnung. Gefragt wird unter anderem nach Volkssouveränität und verfassunggebender Gewalt, nach Grund- und Menschenrechten, politischen Ausschlüssen sowie nach dem Fortleben älterer Institutionen.
Die gemeinsame Arbeit an ausgewählten Quellen und Forschungstexten (Readerlektüre in der Regel 20–30 Seiten pro Sitzung) mündet in eine Forschungswerkstatt, in der die Studierenden ihre eigenen Seminararbeitsprojekte vorstellen und gezielt weiterentwickeln.
Zu Beginn des Semesters findet eine verbindliche Vorbesprechung statt. In dieser werden der Reader zugänglich gemacht, die Präsentationstermine vergeben und die Anforderungen an die Themensitzungen sowie an die Forschungswerkstatt erläutert.
Lehrveranstaltungen Sommersemester 2026
Völkerrecht II
Internationaler Menschenrechtsschutz
Aktuelle Beiträge
- While global attention remains fixed on a limited number of high-visibility conflicts, developments along the Chad–Sudan border illustrate how ostensibly “peripheral” crises can quietly reshape regional order.
- Die sogenannte regelbasierte internationale Ordnung war stets mehr als eine Vielzahl politischer Absprachen. Sie war ein normatives und rechtliches Projekt mit dem Anspruch, Macht durch Recht zu zivilisieren.
- Deutschlands schwierige Rolle in Zeiten globaler Krisen: Zwischen Ideal und Realität – wie konsequent steht Deutschland zu internationalem Recht, wenn politische Interessen ins Spiel kommen? Heute startet in New York eine richtungsweisende Debatte zur Reform des Internationalen Strafgerichtshofs – eine Chance für mehr Gerechtigkeit oder ein Prüfstein für Glaubwürdigkeit?
Ehrenvolle Auszeichnung für Dr. Elisabeth Kaneza
- Über die mit der Verleihung des Bundestverdienstkreuzes verbundene Anerkennung für meine ehemalige Doktorandin habe ich mich sehr gefreut und gratuliere ihr vielmals!
Vortrag: 100 Jahre Konferenz von Locarno
Zur Sicherung des Friedens in Europa nach dem 1. Weltkrieg fand im Oktober 1925 in Locarno eine Konferenz statt, an der Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Belgien sowie teilweise Polen und die Tschechoslowakei beteiligt waren. Das aus den Verhandlungen resultierende Vertragswerk wurde am 1. Dezember 1925 in London unterzeichnet. Hauptgegenstand war die Anerkennung der durch den Versailler Vertrag gezogenen westlichen Grenze Deutschlands, nicht jedoch seiner Ostgrenze. Ein Fundament für eine dauerhafte Friedensordnung wurde auf diese Weise allerdings nicht gelegt.
Der Vortrag beleuchtet die geschichtliche Ausgangslage, die Vorgeschichte und das Ergebnis der Konferenz, die Inhalte und Lösungsansätze des Vertragswerks sowie die Folgen der Abmachung.