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Aktuelle Projekte

SPIN – Strategien und Potenziale zur Initiierung und Förderung Nachhaltigen Konsums: Entwicklung und Evaluation von Instrumenten für die Unternehmenskommunikation und Verbraucherbildung

Prof. Dr. Ingo Balderjahn / Dr. Mathias Peyer / Alexandra Klemm / Florence Ziesemer

Das Gesamtprojekt ist eine Forschungskooperation zwischen vier Marketing- bzw. BWL-Lehrstühlen mit dem Ziel, Strategien und Potenziale zur Initiierung und Förderung Nachhaltigen Konsums zu entwickeln. Die Gesamtprojektleitung übernehmen dabei Prof. Dr. Ingo Balderjahn und Dr. Mathias Peyer.

Das Teilprojekt in Potsdam setzt sich dabei in einem ersten Schritt mit der Förderung von genügsamen, kollaborativen und schuldenfreien Konsumstilen auseinander. Erkenntnisse werden dabei über Experteninterviews und das Laddering in Kooperation mit Praxispartnern gewonnen. Im zweiten Schritt soll ein verbraucherorientiertes Schulungskonzept zur Förderung einer nachhaltigen Konsumkompetenz, ausgehend von den gewonnenen Erkenntnissen, entwickelt werden. Das Konzept soll schließlich in Zusammenarbeit mit dem brandenburgischen Bildungsministerium an Schulen erprobt und eingeführt werden.

Das Teilprojekt in Potsdam wird vom BMBF gefördert und hat eine Laufzeit von drei Jahren (2015-2018) und ein Volumen von 246.000 Euro. Das Fördervolumen des Gesamtprojekt beträgt ca. 800.000€.


Spontane Revolution oder lange Wende? Eine soziologische Analyse der DDR und ihres Niedergangs auf Basis von Eingabenstatistiken zwischen 1970 und 1989

Prof. Dr. Ulrich Kohler / Dr. Marian Krawietz

Ziel des Projektes ist, auf quantitative Weise die historische Entwicklung der Partizipation, der Lebensqualität und des Wertesystems der DDR-Gesellschaft seit den 1970er Jahren zu beschreiben und zu prüfen, inwiefern Veränderungen in diesen soziologischen Analysekategorien zur Erklärung der gesellschaftlichen Umbrüche von 1989/90 beitragen.

Hierzu werden erstens bisher in der Forschung weitgehend unbeachtet gebliebene Statistiken des DDR-Verwaltungsapparates aus ostdeutschen Archiven geborgen und in einen maschinenlesbaren Datensatz überführt.

Zweitens werden die Daten durch eine Reihe von quantitativen und qualitativen Studien validiert und mithin geprüft, inwiefern die Daten tatsächlich Aussagen hinsichtlich der gewählten analytischen Kategorien zu machen im Stande sind. Hierzu werden die „neuen“ Daten um eine Reihe von Kovariaten ergänzt, die in Form von maschinenlesbaren Daten im Bundesarchiv vorliegen. Eine „positive“ Validierung der neuen Daten vorausgesetzt, wird schließlich drittens die inhaltliche Fragestellung untersucht. Hierbei ist angestrebt, die gesellschaftspolitischen Umbrüche anhand der drei sozialwissenschaftlichen Konzepte erstmalig längerfristig, ursächlich und quantitativ zu erklären. Neben der Untersuchung alternativer Theorien zum Untergang des sozialistischen Staates erweitert das Vorhaben die bisher nur in Ansätzen vorhandene quantitative Gesellschaftsbeschreibung der DDR. Zusätzlich trägt das Vorhaben zur Verbesserung einer in Bezug auf die DDR problematischen Datenlage bei.

Das Projekt hat eine Laufzeit von 30 Monaten (2015-2017) und wird von der DFG mit rund 320.000 Euro gefördert.

Weitere Informationen auf der Projekthomepage.


Evaluation des Mindestlohns in Deutschland (EVA-MIN): Wissensproduktion und -vermittlung für die evidenzbasierte (fach-) öffentliche Evaluation der Mindestlohn-Gesetzgebung

Prof. Dr. Marco Caliendo

Seit 1. Januar 2015 gilt in Deutschland bundesweit ein gesetzlicher Mindestlohn in Höhe von 8,50 Euro/Stunde. Die Einführung dieser Lohnuntergrenze stellt eine Intervention in die marktwirtschaftliche Ordnung dar, von der etwa 4 Millionen Erwerbstätige direkt tangiert sind. Sie soll die Einkommenssituation von Niedrigeinkommensbeziehern verbessern, ist jedoch auch mit Kosten verbunden. Das Projekt zielt darauf ab, die Effekte der Mindestlohneinführung auf Individuen, Haushalte und Betriebe umfassend zu evaluieren anhand objektiver (Beschäftigung, Arbeitszeit, Einkommenshöhe und -verteilung) und subjektiver Indikatoren (Zufriedenheit, Gerechtigkeitsempfinden). Dazu wird zunächst die bestehende Dateninfrastruktur (SOEP, IAB Betriebspanel) ausgebaut und verbessert und diese allen interessierten Forscherinnen und Forschern weltweit zur Verfügung gestellt. Die aus der Evaluation gewonnenen Ergebnisse sollen anschließend auf transparente und innovative Weise an alle interessierte Gruppen (Wissenschaft, Politik, Öffentlichkeit) kommuniziert und in einem intensiven Austausch mit ihnen diskutiert und bewertet werden. Das Projekt wird in enger Kooperation mit dem SOEP und dem IAB durchgeführt.

Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren (2015-2017) und wird von der Leibniz-Gemeinschaft gefördert.

Weitere Informationen auf der Projekthomepage.


Strukturen und Organisation von Regierungen (SOG-PRO)

Prof. Dr. Werner Jann / Prof. Dr. Julia Fleischer

Warum werden einige administrative Organisationen gegründet, wiederholt umstrukturiert, fusioniert, oder abgeschafft, während andere scheinbar "unsterblich" sind und einflussreicher werden können als die gewählten Politiker, die sie gegründet haben und kontrollieren? Diese Frage hat in vielen europäischen parlamentarischen Demokratien zunehmend an Bedeutung gewonnen, vor allem in den letzten drei Jahrzehnten. Zum Ende der 1970er Jahre, als die goldene Ära des Wohlfahrtsstaates zu Ende ging, begann eine neue Generation von politischen Akteuren wie US-Präsident Ronald Reagan oder die britische Premierministerin Margaret Thatcher Verwaltungsreformen durchzuführen, u.a. Privatisierung, Deregulierung, Agencification, Liberalisierung, Dezentralisierung und New Public Management (NPM), die dem expliziten Ziel folgten, den Umfang und das Ausmaß der jeweiligen Regierungsorganisation grundlegend zu verändern – und weiterführende Effekte auf Reformen in anderen Industrie-und Entwicklungsländern zeitigten. Inwieweit haben diese Dynamiken die Struktur und Organisation von Ministerialverwaltungen in Westeuropa tatsächlich verändert?

Das SOG-PRO Forschungsprojekt wendet einen neuartigen und theoretisch fundierten Analyserahmen an, um die Veränderungen von Regierungsorganisationen systematisch zu untersuchen und die Muster dieses organisatorischen Wandels während der letzten drei Jahrzehnte, seit der weltweiten Verbreitung des NPM, in vier europäischen parlamentarischen Demokratien zu erklären, einschließlich Frankreich, Deutschland, den Niederlanden und dem Vereinigten Königreich. Das Projekt basiert auf der aktuell einflussreichsten Theorie zur Erklärung von Organisationswandel in Regierungsorganisationen, der "Theorie der Politik der strukturellen Wahl" (the politics of structural choice). Wir entwickeln einen vergleichenden quantitativen Datensatz von organisatorischen Änderungen innerhalb der Ministerialverwaltung auf zentralstaatlicher Ebene in den vier Ländern für den Zeitraum zwischen 1980 und 2010. Zudem analysieren wir Veränderungen in der Organisationsstruktur der vier Regierungsorganisationen in vier ausgewählten Politikbereichen.

Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren (2014-2017) und wird von der DFG mit rund 345.600 Euro gefördert.

Weitere Informationen auf der Projekthomepage.


'Talk and Action' - Wie internationale Organisationen auf Räume begrenzter Staatlichkeit reagieren

Prof. Dr. Andrea Liese

Das Teilprojekt fragt nach der (Um-)deutung der Konzepte von Staatlichkeit und Governance in internationalen Organisationen, die sich um Ernährungssicherheit bemühen. Dabei unterscheidet das Projekt Selbstbeschreibungen und organisationale Praxis (talk and action) und untersucht, ob die hier jeweils zum Ausdruck kommenden Deutungen in Spannung zueinander stehen. Das Teilprojekt untersucht zudem, ob und inwiefern die Deutung von der Erfahrung mit der (versuchten) Bereitstellung von Governance-Leistungen in Räumen begrenzter Staatlichkeit beeinflusst sind, transnationale Leitlinien bedienen oder von beidem unabhängig sind.

Das Teilprojekt "'Talk and Action' - Wie internationale Organisationen auf Räume begrenzter Staatlichkeit reagieren" des SFB 700 "Governance in Räumen begrenzter Staatlichkeit - Neue Formen des Regierens?" hat eine Laufzeit von vier Jahren (2014-2017) und ein Volumen von 317.700 Euro.

Weitere Informationen auf der Projekthomepage.


Wer hat das Sagen? Ausmaß, Varianz und Determinanten der Expertenautorität von internationalen Verwaltungsstäben

Prof. Dr. Andrea Liese / Dr. Per Olof Busch

Die Forschergruppe, in die dieses Forschungsprojekt eingebettet ist, beschäftigt sich mit der Frage, wie unterschiedliche Muster in den administrativen Strukturen internationaler Verwaltungen, in ihren Rollen in politischen Entscheidungsprozessen und in ihren Beziehungen zu anderen Akteuren in Politik und Gesellschaft erklärt werden können. In ihrer Untersuchung betrachtet die Forschergruppe administrative Stile, Autonomie, Expertenautorität, Zeitregeln und Zeithorizonte, Mehrebenenstrukturen und Einfluss. Dabei werden unterschiedliche theoretische Perspektiven aus der Verwaltungswissenschaft und den Internationalen Beziehungen verwendet.

Das Teilprojekt geht von der zunehmenden Beobachtung in Studien der Internationalen Beziehungen (IB) aus, dass Internationale Regierungsorganisationen (IROs) Autorität genießen und damit über eine Form von Macht verfügen. Diese Beobachtung wirft die Frage auf, inwiefern auch ihre Verwaltungsstäbe, die als eine unterscheidbare organisatorische Einheit in IROs eingebettet sind und wichtige Funktionen erfüllen, Autorität genießen und somit Präferenzen, Strategien und Politiken von Akteuren in der internationalen Politik formen können. Ausgehend von der Annahme, dass Verwaltungsstäbe am ehesten eine bestimmte Form der Autorität genießen, richten wir in unserer Forschung die Aufmerksamkeit auf ihre Expertenautorität.

Das DFG-Forschergruppen-Projekt "Wer hat das Sagen? Ausmaß, Varianz und Determinanten der Expertenautorität von internationalen Verwaltungsstäben" hat eine Laufzeit von drei Jahren (2014-2017) und ein Volumen von 407.300 Euro.

Weitere Informationen auf der Projekthomepage.


Entwicklung und Befähigung von Entitäten zu Industrie 4.0

Prof. Dr.-Ing. Norbert Gronau

Das Ziel des Verbundprojekts ist es, bestehenden Unternehmen die Metamorphose zu intelligenten und vernetzten Fabriken zu ermöglichen. Gemäß der Vision von cyber-physischen Systemen (CPS) können dadurch signifikante Produktivitäts- und Flexibilitätssteigerungen erreicht werden. Um den Transfer in die Industrie zu gewährleisten werden Vorgehensweisen, Modelle, Methoden und Werkzeuge sowie notwendige Qualifizierungsprozesse für die Planung, Begleitung und Durchführung der Transformation zur zukünftigen CPS-Fabrik anwendungs- und branchenübergreifend entwickelt, in virtuellen und realen Labordemonstratoren erprobt und nach erfolgreicher Absicherung in drei realen Produktionsumgebungen der Industriepartner demonstriert.

Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren (2013-2016) und wird vom BMBF im Verbundprojekt "Metamorphose zur intelligenten und vernetzten Fabrik (MetamoFAB)" mit rund 294.000 Euro gefördert.

Weitere Informationen auf den Seiten des Lehrstuhls.


Wirkungsforschung in der Qualitätssicherung von Lehre und Studium – prozedurale, strukturelle und personelle Ursachen der Wirkungen von Qualitätssicherungseinrichtungen (WiQu)

Dr. Markus Seyfried

Das WiQu-Verbundprojekt untersucht die Wirkungsweisen sowie die Wirksamkeit von Qualitätssicherungseinrichtungen an deutschen Hochschulen im Bereich von Studium und Lehre. Darunter werden alle mehr oder weniger institutionalisierten Initiativen von Hochschulen verstanden, die explizit mit der Sicherung und/oder Entwicklung der Lehr- und Studienqualität beauftragt sind. Dabei kann es sich um wissenschaftliche Einrichtungen handeln, um Stabsstellen oder Verwaltungseinrichtungen sowie um individuelle Beauftragte.

Dabei wird generell der Frage nachgegangen, wie und mit welchen Wirkungen Qualitätsentwicklung und Qualitätssicherung an deutschen Hochschulen betrieben wird. Darüber hinaus sollen Indikatoren entwickelt werden, über die sowohl intendierte als auch nicht intendierte Effekte der institutionalisierten Qualitätssicherung erfasst werden können.

Es werden hierbei drei Themenbereiche (Säulen) unterschieden: (1) Strukturen, (2) Prozesse und (3) Personal der genannten Einrichtungen. Die Untersuchung der ersten Säule bezieht sich auf die Organisationsstrukturen von Qualitätssicherungseinrichtungen und die Frage, wie diese in Governance- und Managementsysteme von Hochschulen eingebettet sind. Damit eng verbunden ist die zweite Säule, in der Funktionsweisen von Qualitätssicherungseinrichtungen analysiert werden. Die dritte Säule hingegen befasst sich mit dem Personal dieser Einrichtungen und deren Kompetenzen.

Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird vom BMBF mit etwa 353.000 Euro gefördert.

Weitere Informationen auf der Projekthomepage.


Energiekonflikte

Apl. Prof. Dr. Jochen Franzke

Das Forschungsprojekt „Energiekonflikte“ beschäftigt sich mit Konflikten im Rahmen der Energiewende – mit besonderem Fokus auf den Bau von Windkraftanlagen, den Ausbau der Stromnetze auf der Hoch- und Höchstspannungsebene, die Errichtung von Photovoltaik-Freiflächenanlagen sowie die Förderung durch das Erneuerbare Energien Gesetz (EEG). Die verwaltungswissenschaftliche Begleitung des Vorhabens durch die Universität Potsdam bezieht sich auf eine Betrachtung der zum Teil unterschiedlichen formalen Verfahren in den drei Untersuchungsregionen für die Genehmigung der oben genannten technischen Anlagen. Es wird betrachtet welche Stakeholder wann und vor allem wie im (Planungs- und) Genehmigungsprozess beteiligt werden. Im Besonderen wird mit Hilfe der Fallbeispiele geprüft, wie formale Vorlagen durch die Prozessbeteiligten in den verschiedenen Projektregionen interpretiert und ausgelegt werden. Anhand eines solchen Vergleichs ist es möglich eine Skizzierung der regional unterschiedlichen Planungskulturen vorzunehmen und abzuleiten ob und inwiefern formale Rahmenbedingungen der Herausforderung Energiewende standhalten und dem Anspruch einer gerechten Bürgerbeteiligung genügen. In Zusammenarbeit mit den anderen Teilprojekten werden Vorschläge für ein verbessertes, die Akzeptanz steigerndes Verwaltungshandeln gemacht.

Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren (2013-2016) und wird vom BMBF mit rund 127.000 Euro gefördert.

Weitere Informationen auf der Projekthomepage.


Soziale Bestimmungsgründe der Sicherheit im Luftverkehr (Softparts)

Prof. Dr. Maja Apelt

Sicherheit im Luftverkehr hängt unmittelbar von der Arbeit verschiedener Akteure an den einzelnen Flughäfen ab. Personen- und Frachtkontrollen, Patrouillen durch Polizei und Sicherheitsdienst, die Überprüfung und spezifische Ausbildung des Personals an Flughäfen, all diese Aufgabenfelder stellen wichtige Bausteine für die Herstellung von Sicherheit dar. Mit der konkreten Umsetzung der einzelnen Aufgaben sind dabei allerdings viele verschiedene Organisationen befasst. Die Abstimmung der Arbeitsprozesse wird demnach im Kontext vielfältiger Formen interorganisatorischer Beziehungen geleistet. Die Strukturen der Beziehungen zwischen den Organisationen am Flughafen werden somit zu einem wichtigen Faktor in der Herstellung von Luftsicherheit.

Das Projekt „Softparts – Soziale Bestimmungsgrunde der Sicherheit im Luftverkehr“ hat das Ziel, zunächst verschiedene Beziehungsformen in der Sicherheitsherstellung an den Flughäfen zu identifizieren, die genauer analysiert werden sollen. Als Forscherinnen gehen wir davon aus, dass die konkreten Beziehungen auch an Strukturen des Raumgebildes Flughafen anschließen und die Produktion von Raum für die Entstehung und Strukturierung verschiedener Beziehungen bedeutsam werden kann.

Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren (2013-2016) und wird vom BMBF mit etwa 264.000 Euro gefördert.

Weitere Informationen auf der Projekthomepage.


Local Public Sector Reforms: An International Comparison

Prof. Dr. Sabine Kuhlmann

The COST (European Cooperation in Science and Technology) Action IS1207 “Local Public Sector Reforms: An International Comparison (‘LocRef’)” is an EU-funded international research network on local public sector reforms with more than 200 senior and early stage researchers from 29 countries. Based on a shared European perspective, it brings together researchers and practitioners of all stages of local public sector reforms in order to jointly assess the hitherto scattered and dispersed information bases on local public sector reforms, to generate new comparative knowledge, and develop policy-relevant frameworks for the design of future modernization processes in Europe. Networking activities of LocRef include inter alia international workshops and conferences, PhD training schools, high level seminars, short term scientific missions (research stays for scholars in partner institutions), joint publications and policy papers. The Action also provides an excellent platform for promoting the careers of young and early stage researchers. You can download an information flyer.

Das Netzwerkprojekt hat eine Laufzeit von 4 Jahren (28.03.2013 bis 27.03.2017). Es wird vom siebten Rahmenprogramm der Europäischen Union (FP7) und von der European Science Foundation (ESF) mit einer Gesamtsumme von rund 700.000 Euro gefördert.

Detaillierte Informationen finden sich auf der Homepage


Analyse der “Koordinationsregime” in parlamentarischen Demokratien als Antwort auf den Zielkonflikt zwischen intertemporaler Flexibilität und Stabilität der demokratischen Mehrheitsbildung

Prof. Dr. Steffen Ganghof

Demokratische Mehrheitsbildung wird als Koordinationsspiel mit Verteilungskonflikt modelliert, das auf unterschiedlichen Stufen einer “Koordinationskette” gelöst werden kann: bei der Bildung von (1) Parteien, (2) Wahlbündnissen, (3) Regierungen und (4) Gesetzgebungskoalitionen. Die Frage, wo das Koordinationsspiel gelöst wird, ist mit einem grundlegenden Zielkonflikt zwischen Stabilität und Flexibilität der Koalitionsbildung verbunden. Das Projekt analysiert “Koordinationsregime” in parlamentarischen Demokratien als Versuche, diesen Zielkonflikt zu entscheiden oder abzuschwächen. Diese Koordinationsregime werden als behavioral-institutionelle Gleichgewichte konzeptualisiert und es wird nach den Bedingungen gefragt, unter denen sie sich herausbilden und stabilisieren. Auf dieser Basis sollen die Koordinationserfolge der Regime verglichen und der langfristige Wandel von Institutionen und Verhaltensmustern in parlamentarischen Demokratien untersucht werden. 

Das DFG-Projekt "Analyse der 'Koordinationsregime' in parlamentarischen Demokratien als Antwort auf den Zielkonflikt zwischen intertemporaler Flexibilität und Stabilität der demokratischen Mehrheitsbildung" hat eine Laufzeit von drei Jahren (2013-2016) und ein Volumen von 288.500 Euro.

Weitere Informationen auf der Projekthomepage.


Organizational structures and performance measurement of National Anti-Doping Organizations - an international comparison

Prof. Dr. Werner Jann

The project will analyze the prerequisites for high performance of National Anti-Doping Agencies (NADOs) in creating a doping-free environment for athletes at different levels both in organized and in unorganized sports. By studying five NADOs in different European countries (Germany, United Kingdom, Norway, the Netherlands and Austria), recommendations should be made to improve existing prevention strategies in all anti-doping organizations.

Conclusions, best practices and recommendations will be drawn for further improvements in the design and implementation of anti doping programs. These insights will be shared with the world anti-doping programm and all known NADOs, thus enabling a more effective anti-doping fight. The five participating NADOs will play an active role in disseminating the final results and the implications for doping prevention. The collaboration between public administration, political science, sports science and anti-doping specialists as well as the cooperation between a University and five NADOs offers a unique opportunity to combine the insights of the different disciplines and of scientists and practitioners.

Das auf 18 Monate angelegte Forschungsvorhaben wird von der World Anti-Doping Agency mit rund 35.000 Euro gefördert. Die vorgesehene Laufzeit des Vorhabens ist September 2013 bis März 2015.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite des Vorhabens.


International Integration in Heterogeneous Agent Economies with Capital Market Imperfections

Prof. Dr. Maik Heinemann

Im Rahmen des Projekts wird untersucht, inwieweit sich die beobachtbaren Muster internationaler Kapital- und Güterströme mit Hilfe von Modellen erklären lassen, deren Betonung auf der Bedeutung von Marktunvollkommenheiten liegt, die eine Risikodiversifikation durch Wirtschaftssubjekte verhindern. Das Augenmerk richtet sich insbesondere auf die Frage, welche Wirkungen die internationale Integration von Volkswirtschaften auf die inländische Produktion, Faktorpreise sowie die Verteilung des Einkommens und Vermögens innerhalb und zwischen Ländern sowie auf Richtung und Umfang internationaler Kapital- und Handelsströme hat, wenn die Wirtschaftssubjekte Verschuldungsrestriktionen und individuellen Risiken unterliegen. Die Analyse beschäftigt sich darüber hinaus auch mit Aspekten von unternehmerischen Finanzierungsrestriktionen und internationalem Handel im Rahmen von kleinen offenen Volkswirtschaften und Mehrländermodellen. Geklärt werden soll vor allem die Frage nach den Wohlfahrtswirkungen der internationalen Integration, um Aussagen darüber zu treffen, welche Mitglieder der Gesellschaft hierbei eher zu den Gewinnern bzw. Verlierern zählen.

Das Projekt hat eine Laufzeit von drei Jahren (2012-2015) und wird von der DFG im Schwerpunktprogramm „Financial Market Imperfections and Macroeconomic Performance“ mit etwa 132.600 Euro gefördert.

Weitere Informationen auf der Projekthomepage.


International Energy Resource Markets under Climate Constraints - Strategic Behavior and Carbon Leakage in Coal, Oil and Natural Gas Markets

Prof. Dr. Anne Neumann

The issues at the heart of this project proposal are climate policies and their effect on supply and demand in energy resource markets. Theories currently discussed in the economic literature, e.g. the strategic behavior of resource owners or supply shifts and market effects due to a local demand reduction for fossil fuels induced by local climate policies that may be overcompensated by demand increases in other countries, need to be verified empirically. Thus, the project aims at improving the underlying data basis before conducting a thorough econometric analysis of major energy resource markets with a particular focus on climate policy effects and strategic behaviour of market participants.

Als BMBF-Verbundprojekt wird das Vorhaben zusammen mit dem DIW Berlin als Partner durchgeführt. Die Zuwendung inklusive Projektpauschale an die Universität Potsdam beträgt insgesamt 320.000 Euro über einen Förderungszeitraum vom 1.04.2012 - 31.03.2015.

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie auf der Webseite von Frau Prof. Dr. Anne Neumann.


Foto: Ekko von Schwichow

Die Metamorphosen der Gleichheit II: Deutungsmodelle des Geschlechts am Beispiel berufsstatistischer Klassifikation, Verhandlung und Gleichstellungspolitiken im deutsch-französischen Vergleich

Prof. Dr. Theresa Wobbe

Das im Rahmen des deutsch-französischen Forschungsprogramms in den Geistes- und Sozialwissenschaften von der Deutschen Forschungsgemeinschaft bewilligte Vorhaben untersucht die Metamorphosen der Geschlechtergleichheit in der BRD und Frankreich im Zeitraum von 1945 bis 2010. Das Ziel ist, Deutungsmodelle des Geschlechts und ihren Wandel in den Arbeitsbeziehungen zu erforschen.

Die Forschungsgruppe wird an der Universität Potsdam von Prof. Dr. Theresa Wobbe (Wirtschafts- und Sozialwissenschaftliche Fakultät) und am CNRS/Paris von Dr. Olivier Griaud und Dr. Isabelle Berrebi-Hoffmann (Larboratoire interdisciplinaire sociologie èconomique) geleitet. Die Laufzeit beträgt drei Jahre (2012-2015).

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Webseite des Lehrstuhls für Geschlechtersoziologie.

Foto: Ekko von Schwichow

Reformen von Wohlfahrtsstaaten im Vergleich: Zwischen demokratischer Verantwortlichkeit und ökonomischer Modernisierung

Prof. Dr. Werner Jann

Wohlfahrtsstattliche Systeme stehen seit geraumer Zeit unter Reform- und Anpassungsdruck, gängige Kritikpunkte sind mangelnde Effizienz und Nachhaltigkeit sowie sinkende öffentliche Unterstützung. Politische Legitimität ist dabei eine der Grundvoraussetzungen für das Fortbestehen des Wohlfahrtsstaates kontinentaleuropäischer Prägung. Daher untersucht das Forschungsprojekt, in welcher Form die jüngsten Wohlfahrtsstaatreformen die politischen Steuerungsbeziehungen sowie die Interaktionsformen zwischen Staat und Bürgern beeinflusst haben.

Dabei haben die jüngsten Modernisierungsansätze im Zuge der internationalen Reformbewegung des „New Public Management" auch im Bereich der Sozialstaatsverwaltung das Verhältnis zwischen demokratischer, politischer Verantwortlichkeit auf der einen Seite und organisatorischer Autonomie der administrativen Einheiten zur Erbringung von sozialstaatlichen Dienstleistungen auf der anderen Seite, verändert. Somit gerät das Spannungsverhältnis zwischen Legitimation und Effizienz in den Blickpunkt. Wie können die unterschiedlichen Verantwortlichkeiten (Ergebnis- und Leistungsverantwortung der dezentralen Ebenen und politische Verantwortung der gewählten Körperschaften) verknüpft werden? Wie verändert sich die Rechenschaftspflicht nachgeordneter Organisationen im Sozialbereich durch zunehmende autonome Kompetenzen? Der Analysefokus richtet sich somit primär auf Organisationsreformen und deren Einfluss auf die Veränderung der Verantwortlichkeitsstrukturen in unterschiedlichen Sektoren (Krankenhäuser, Arbeitsmarktverwaltung, Migration) und in unterschiedlichen Ländern (Norwegen, Dänemark und Schweden).

Das Projekt beginnt Anfang 2011 mit einer Laufzeit von drei Jahren und wird gemeinsam durch das Stein Rokkan Centre der Universität Bergen (Prof. Per Laegreid), die Universität Potsdam (Prof. Dr. Werner Jann), das dänische Institute of Government Research (Karsten Vrangbæk) und die Universität Oxford (Paola Mattei) durchgeführt.

Weitere Informationen auf der Seite des Lehrstuhls.


Foto: Ekko von Schwichow

Geschlechterprogrammatik und Geschlechter(un)gleichheit im Politischen System: Zur behördlichen Umsetzung des Adult Worker Model am Beispiel der Eingliederungsvereinbarung im Rechtskreis des Sozialgesetzbuch II

Prof. Dr. Theresa Wobbe

Im Mittelpunkt des von der DFG bewilligten Forschungsprojekts steht die Frage nach dem Zusammenspiel von egalitärer Geschlechterprogrammatik und Geschlechter(un)gleichheit im Politischen System. Ziel ist, diese Frage im Kontext des aktivierenden Sozialstaats am Beispiel des Sozialgesetzbuchs (SGB) II zu erforschen. Untersucht wird, inwieweit das zunächst von der EU lancierte Adult Worker Modell, das erwerbslose Frauen und Männer prospektiv als (Chancen-)Gleiche am Arbeitsmarkt auffasst und das (alte) Differenzkonzept in Richtung Flexibilisierung und Chancengleichheit aufbrechen soll, über das Gender Mainstreaming im deutschen Politiksystem umgesetzt wird. Genauer geht es darum, die Mechanismen zutage zu fördern, die eine Bekräftigung oder eine Neutralisierung geschlechtlicher Kategorisierung bewirken und die somit für das Gelingen bzw. Misslingen der Umsetzung maßgeblich sind.

Weitere Informationen auf der Seite des Projektes.

Foto: Ekko von Schwichow