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Medienkulturgeschichte

Allgemeines Forschungsprofil

Was bedeutet es, 'Medienkulturgeschichte' in der Praxis von Lehre und Forschung zu betreiben?

Zunächst handelt es sich um keine 'klassische' Methode. Auch gibt es den einen grundlegenden theoretischen Text nicht, auf den praktischerweise verwiesen werden könnte.  Ob es ihn jemals geben wird, ist fraglich, denn die Medienkulturgeschichte ist ein explizit narratives Verfahren – eine Geschichte eben, die sich am praktischen Beispiel und gewählten Ausschnitt erst konturiert. Sie ist nicht die Illustration einer These mittels ausgewählter Beispiele, sie wird ganz aus (bis dato oft) peripheren Materialbeständen und anekdotischen Funden entwickelt.

Kein Medium – so beschrieb es schon Béla Balázs für das Kino - revolutioniert von sich aus das Leben der Zeitgenossen. Bevor das passiert, hat es sich sorgfältig auf seine Umgebung eingelassen und ist zahlreiche Konstellationen eingegangen. Nur innerhalb und aufgrund dieser Verbindungen wird es zum Gegenstand einer Medienkulturgeschichte. Macht man den Gegenstand selbst zur Ursache für einen kulturellen Umbruch, entstehen Tautologien. Marshall McLuhan schlägt stattdessen vor, die Botschaft oder den Inhalt eines Mediums als die "Veränderung des Maßstabs, Tempos oder Schemas, die es der Situation des Menschen bringt", zu beschreiben.