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Kurzporträt des Historischen Instituts

Die Region Berlin-Brandenburg zählt zu den bedeutendsten Wissenschaftsstandorten Deutschlands. Forschung und Lehre am Historischen Institut der Universität Potsdam sind durch eine enge Kooperationen mit mehreren außeruniversitären Forschungseinrichtungen geprägt. Ebenso einmalig ist die Lage des Historischen Instituts, das sich auf dem Campus Am Neuen Palais am westlichen Rand des Parks Sanssouci befindet, inmitten einer von Schlössern, Gärten und Seen geprägten Kulturlandschaft, die hier seit dem 17. Jahrhundert geschaffen wurde.

Das Historische Institut legt seiner Forschung und Lehre ein Geschichtsverständnis zugrunde, das die traditionellen Epochengrenzen zu überwinden sucht und historische Entwicklungslinien von der Antike über das Mittelalter, die Frühe Neuzeit und das „lange“ 19. Jahrhundert bis zur Gegenwart verfolgt. Dementsprechend werden alle Abschnitte der europäischen Geschichte – von der Alten Geschichte bis zur Zeitgeschichte – berücksichtigt. Sie werden im Bachelorstudium in zwei allgemeinen Studiengängen studiert (Zwei-Fächer-Bachelor und Bachelor „Geschichte, Politik und Gesellschaft“), während im Masterstudium eine Spezialisierung stattfindet. Dazu kommt das Angebot, das Fach Geschichte im Rahmen eines Bachelor- und Masterstudiengangs für das Lehramt für die Sekundarstufen I und II zu studieren.

Am Historischen Institut der Universität Potsdam sind (Stand Sommersemester 2018) 1.034 Studentinnen und Studenten in Bachelorstudiengängen sowie 415 Studentinnen und Studenten in Masterstudiengängen immatrikuliert. Dazu kommen 75 immatrikulierte Promotionsstudentinnen und studenten. Knapp 40 Prozent der Bachelor- und knapp 60 Prozent der Masterstudentinnen und studenten streben Lehramtsabschlüsse an.

Das Historische Institut setzt sich (Stand Juni 2018) aus neun Lehrstühlen und drei Bereichen zusammen, die von außerplanmäßigen Professuren vertreten werden. Zusätzlich lehren im Fach Geschichte insgesamt 26 wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, dazu kommen Privatdozentinnen und dozenten, Projektmitarbeiterinnen und mitarbeiter sowie externe Lehrbeauftragte.

Am Historischen Institut der Universität Potsdam bestehen zwei Schwerpunkte: Die Geschichte vom 16. bis zum 18. Jahrhundert, die einerseits durch die Professur für die Allgemeine Geschichte der Frühen Neuzeit in der gesamten chronologischen und geografischen Breite – europäische, deutsche und preußische Geschichte der Vormoderne – sowie andererseits durch die außerplanmäßigen Professuren für Landesgeschichte und für Sozialgeschichte vertreten wird. Die interdisziplinäre Professur „Kulturen der Aufklärung“ hat ihren Schwerpunkt auf dem 18. und frühen 19. Jahrhundert. Das interdisziplinäre Frühneuzeitzentrum Potsdam (FNZ) stellt eine institutionelle Klammer dieses aus vier Professuren und Bereichen bestehenden Forschungs- und Lehrschwerpunkts dar.

Der zweite Schwerpunkt des Historischen Instituts liegt auf der Geschichte des 20. Jahrhunderts. Ihn vertreten die Professuren für die Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts, für deutsch-jüdische Geschichte, für die Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts und für Militärgeschichte/Kulturgeschichte der Gewalt sowie die außerplanmäßige Professur für Globalgeschichte. Gemeinsam bieten sie die Masterstudiengänge „Zeitgeschichte“, „War and Conflict Studies“ sowie „International War Studies“ an. Durch die fünf genannten Professuren und Bereiche wird die Geschichte des 20. Jahrhunderts in ihrer gesamten Breite abgedeckt, wobei ein Fokus auf der deutschen Geschichte im internationalen Kontext liegt.

Über die Professur für deutsch-jüdische Geschichte besteht eine Kooperation mit dem Moses-Mendelssohn-Zentrum (MMZ), über die Professur für die Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts eine enge Verbindung zum Zentrum für Zeithistorische Forschung Potsdam (ZZF). Durch die Kooperation zwischen der Professur für die Europäische Geschichte des 20. Jahrhunderts und dem ZZF sind zahlreiche externe Lehrende an das Historische Institut angebunden. Die Professur für Militärgeschichte/Kulturgeschichte der Gewalt wiederum arbeitet in Forschung und Lehre eng mit dem Lepsiushaus Potsdam sowie dem Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) zusammen.

Das Forschungsprogramm und das Lehrangebot des Historischen Instituts der Universität Potsdam werden über die beiden oben umrissenen Epochenschwerpunkte hinausgehend durch die Professur für die Geschichte des Altertums und die Professur für die Geschichte des Mittelalters vervollständigt.

Da fast die Hälfte aller Geschichtsstudentinnen und -studenten in einem Lehramtsstudiengang immatrikuliert ist, kommt der Professur für die Didaktik der Geschichte eine besondere Bedeutung zu. Ausgehend vom Ziel, die Vermittlung und Rezeption von Geschichte in der Öffentlichkeit wissenschaftlich zu erforschen, richtet dieser Lehrstuhl seinen Fokus nicht nur auf Prozesse historischen Lernens in der Schule, sondern bezieht alle Formen der Beschäftigung mit Geschichte und Geschichtskultur ein. Der Forschungsschwerpunkt liegt im Bereich der Professionalisierung der Lehrerinnen- und Lehrerbildung und der Unterrichtsentwicklung. Um Professionswissen zu fördern, bestehen Kooperationen zwischen Fachdidaktik und Fachwissenschaft. Da in der Lehre die Verknüpfung von Theorie und Praxis zentral ist, arbeitet der Lehrstuhl mit Schulen in der Region sowie mit öffentlichen Institutionen der Geschichtspräsentation zusammen. Seit 2017 ist zudem der Teilbereich „Gesellschaftswissenschaften“ an diesen Lehrstuhl angebunden.

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