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Bundesfachschaftentagung 2026

Vom 28. bis 31. Mai 2025 durften wir die Bundesfachschaftentagung (BuFaTa) Erziehungswissenschaft in Potsdam ausrichten. Insgesamt 12 Universitäten aus ganz Deutschland kamen zusammen, um sich über die Fachschaftsarbeit, hochschulpolitische Themen und den Studienalltag auszutauschen. Vier Tage lang standen Vernetzung, Diskussionen und gemeinsame Perspektiven für die Zukunft der Erziehungswissenschaft im Mittelpunkt.

Bereits am Donnerstag reisten die Teilnehmenden an und wurden in der Unterkunft des Hochlandhauses „Haus Hoch3“ begrüßt. Nach einem gemeinsamen Abendessen bot sich die erste Gelegenheit, miteinander ins Gespräch zu kommen und neue Kontakte zu knüpfen. Anschließend ging es auf eine Stadtrallye durch Potsdam, bei der viele unserer Gäste die Stadt kennenlernen konnten. Besonders die Nikolaikirche, der Landtag und das Holländische Viertel hinterließen bleibende Eindrücke. Den Abend ließen wir bei einem Besuch im Pub à la Pub und einem „Speed-Friending“ ausklingen.

Am Freitag begann die inhaltliche Arbeit der Tagung. Am Neuen Palais begrüßten wir die Teilnehmenden offiziell und stellten die Universität Potsdam, den Fachschaftsrat Erziehungswissenschaft sowie die Masterstudiengänge (Digitale Bildung und psychologische Bildungsforschung) vor. Nach der Mittagspause in der Mensa wurde gemeinsam gesammelt, welche Themen die Teilnehmenden bewegen und welche Fragen sie in den kommenden Tagen bearbeiten möchten. Dabei zeigte sich schnell die große Bandbreite der Interessen: Von der Zukunft der BuFaTa und der Fachschaftsarbeit über hochschulpolitische Fragestellungen bis hin zu Studieninhalten und studentischer Mitbestimmung war vieles vertreten.

Aus diesen Themen entstanden vier Arbeitsgruppen, die sich intensiv mit ihren jeweiligen Schwerpunkten beschäftigten:

  1. BuFaTa
  2. Fachschaftsarbeit
  3. FSR Mitglieder Akquise – Studis erreichen
  4. Hochschulpolitik – Rechtsextremismus, interne Kommunikation & Anwesenheitspflicht an Universitäten

Bereits am Nachmittag wurden erste Ideen und Zwischenergebnisse vorgestellt und gemeinsam diskutiert. Gerade dieser offene Austausch zwischen den verschiedenen Fachschaften machte deutlich, wie bereichernd die unterschiedlichen Erfahrungen und Perspektiven für alle Beteiligten waren. Den Tag ließen wir bei einem gemeinsamen Abendessen und auf der Freundschaftsinsel ausklingen.

Ein besonderes Highlight der Tagung war der Samstagvormittag. Sophia Hohmann hielt einen Vortrag zum Thema Machtmissbrauch an Hochschulen und gab den Teilnehmenden wichtige Denkanstöße für die weitere Auseinandersetzung mit diesem Thema. Der anschließende Austausch war offen, kritisch und für alle Beteiligten äußerst wertvoll. 

Im weiteren Verlauf des Tages arbeiteten die Gruppen intensiv an ihren Themen weiter und bereiteten ihre Ergebnisse vor. Die abschließenden Präsentationen zeigten eindrucksvoll, wie viel in kurzer Zeit erarbeitet werden kann, wenn engagierte Studierende zusammenkommen und ihre Erfahrungen teilen. Nach diesem arbeitsreichen Tag standen ein gemeinsames Abendessen und ein Pub Quiz auf dem Programm, bevor der Abend schließlich im KuZe seinen Ausklang fand.

Der Sonntag war geprägt von Reflexion, Feedback und Abschied. In einer angenehmen und wertschätzenden Atmosphäre blickten wir gemeinsam auf die vergangenen Tage zurück. Besonders deutlich wurde dabei, wie wichtig Räume für Austausch, Vernetzung und gegenseitige Unterstützung in der Fachschaftsarbeit sind.

Wir bedanken uns herzlich bei allen engagierten Ehrenamtlichen der teilnehmenden Fachschaftsräte und Fachschaftsinitiativen für ihr Kommen, ihre Ideen, ihre Kreativität und ihren Einsatz. Die BuFaTa 2026 hat erneut gezeigt, wie wertvoll der bundesweite Austausch für die Erziehungswissenschaft und die studentische Selbstverwaltung ist.

Bis zur nächsten BuFaTa!

 

Alle Universitäten auf einen Blick:

  • Universität Potsdam
  • Humboldt Universität zu Berlin
  • Technische Universität Braunschweig
  • Universität Greifswald
  • Ruhr Universität Bochum
  • TU Dortmund
  • Justus-Liebig-Universität Gießen
  • Universität Hildesheim
  • Universität Münster
  • Universität Rostock
  • Universität Augsburg
  • Ludwig-Maximilians-Universität München

Sophia Hohmann: Machtmissbrauch an Hochschulen

Sophia war am Samstag, den 30.05.2026 Gast bei unserer BuFaTa und stellte die Problematik von Machtmissbrauch an Hochschulen sowie deren Bedeutung für die Fachschaftsarbeit vor. Dabei machte sie deutlich, dass Machtmissbrauch weit über die öffentlich bekannten Einzelfälle sexualisierter Diskriminierung oder Gewalt hinausgeht und viele verschiedene Erscheinungsformen annehmen kann. Sie erläuterte, dass das Wissenschaftssystem von starken Abhängigkeitsverhältnissen geprägt ist, die Machtmissbrauch begünstigen können. Zudem betonte sie, dass nicht nur Professor*innen und wissenschaftliche Mitarbeitende betroffen sein können, sondern grundsätzlich alle Statusgruppen an Hochschulen. Gleichzeitig kritisierte sie das häufige Narrativ des „Einzelfalls“, das dazu beiträgt, Betroffene zu isolieren und strukturelle Probleme unsichtbar zu machen.

Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Rolle von Fachschaften. Sophia zeigte auf, dass Fachschaftsratmitglieder durch ihre Interessenvertretung in Konflikte geraten können, zugleich aber über besondere Möglichkeiten verfügen, Erfahrungen auszutauschen, Wissen weiterzugeben und Studierende zu unterstützen.

Wir danken Sophia für ihren bedeutsamen Beitrag und die bereichernde Diskussion!