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Sukkulentenhaus

Als Anpassung an Trockenheit besitzen viele Pflanzen trockener Gebiete Wasser speichernde Gewebe, eine kompakte Gestalt und besondere Stoffwechselfähigkeiten. Sie werden Sukkulenten genannt. Bemerkenswerterweise haben viele kaum oder gar nicht miteinander verwandte Arten von Sukkulenten in Anpassung an ähnliche Lebensräume eine ähnliche Wuchsform und Lebensstrategie entwickelt, so dass eine große Vielfalt existiert, die auch viele Sammler fasziniert.Dies ist ein berühmtes Beispiel für den in der Evolution häufig vorkommenden Vorgang der so genannten Konvergenz.

Mit Hilfe ihrer Wasserspeicher in verdickten Blättern oder Stängeln, die während der kurzen Regenzeit gefüllt werden, überdauern sukkulente Pflanzen die lange Trockenzeit. Um den Wasserverlust durch Verdunstung möglichst gering zu halten, wachsen sie zu einer Gestalt mit relativ kleiner Oberfläche, manche nähern sich sogar der Kugelform. Diese Form findet sich weltweit, sowohl bei Kakteen, die fast alle vom amerikanischen Kontinent stammen, als auch bei Wolfsmilchgewächsen aus den Wüstengebieten Afrikas, und bei Pflanzen weiterer Familien.

Zudem besitzen viele Sukkulenten eine weitere Fähigkeit, um Wasser zu sparen: Sie nehmen das für die Photosynthese benötigte Kohlendioxid nachts auf, wenn aus geöffneten Spaltöffnungen nicht so viel Wasser verdunsten kann. Mit diesem Kohlendioxid betreiben sie dann tagsüber trotz geschlossener Spaltöffnungen Photosynthese.