Ausstellung zum Thema Bohnen
Foto: K. Kläring
Ausstellung zum Thema Bohnen

Ausstellungen

Im Botanischen Garten der Universität Potsdam finden auch regelmäßig Ausstellungen statt.

Neben unserer Dauerausstellung zu Biologischen Invasionen findet alljährlich in der Woche der Botanischen Gärten eine Ausstellung des Verbands Botanischer Gärten zu einem speziellen Thema statt.

In der Adventszeit stellen Florist_innen, Gärtnereien und unsere Gärtner_innen ihre schönsten Adventsgestecke aus.
Zudem gibt es unregelmäßig stattfindende Spezialausstellungen zu verschiedenen Themen mit botanischem Bezug.

Aktuelle Ausstellung

Von Alpenglühen bis Zuckerschnute - Vielfalt der Fuchsien

Von ‚Alpenglühen‘ bis ‚Zuckerschnute‘ spannt sich die Vielfalt der Fuchsiensorten, von Fuchsia alpestris bis F. thymifoliadie der Arten in unserer Ausstellung.

Wir informieren über Herkunft und Lebensräume, Züchtung und Winterhärte und geben Tipps für die Praxis. Wussten Sie zum Beispiel, dass Fuchsien eigentlich sonnige Standorte lieben?

Die Ausstellung im Gewächshausverbinder ist ein Rundgang durch die Kulturgeschichte der Fuchsien. Auf den Freilandbeeten sehen Sie zahlreiche weitere Sorten, darunter auch viele winterharte, dazu etliche Wildarten in lockerer Anpflanzung.

Wir danken vor allem Petra Helfrich von der Deutschen Fuchsien-Gesellschaft, aber auch vielen weiteren Partnern*, Freunden* und Kollegen* für ihre Beiträge, ohne die diese Ausstellung nicht möglich gewesen wäre.

* Alle nur erdenklichen Geschlechter sind gemeint.

Blick auf den Eingang der Schaugewächshäuser, im Vordergrund eine Sommerblumenrabatte mit Bleiwurzbäumen
Foto: K. Kläring

70 Jahre Botanischer Garten

         früher - gestern - heute

Ausstellung

Der Botanische Garten in Potsdam wurde im Jahr 1950 als Teil der neuen Brandenburgischen Landeshochschule gegründet, der Vorgängerinstitution der Pädagogischen Hochschule und der Universität Potsdam.

Er sollte der Forschung dienen, vor allem aber der Lehre und Ausbildung angehender Biologie-Lehrer*innen. Anstelle einer Neugründung konnte das Gelände der vormaligen königlichen Gärtnerei an der Maulbeerallee genutzt werden. Bereits 1908 bis 1912 war diese errichtet worden, einschließlich eines umfangreichen Komplexes von Gewächshäusern, deren Grundrisse im Wesentlichen bis heute fortbestehen.

Das große Palmenhaus und das Victoriahaus, beide inzwischen denkmalgeschützt, sind Originalbauten aus dieser Zeit.

Noch älter ist der Paradiesgarten nördlich der Maulbeerallee, der bereits um 1845 angelegt wurde. Seine heutige Ausgestaltung entspricht den Bedürfnissen eines Botanischen Gartens; das Stibadium und die meisten Kleinarchitekturen dort stammen aber aus der Mitte des 19. Jahrhunderts.

Die Gründung als Botanischer Garten und sein Aufbau in den 1950er Jahren sind vor allem der Energie und Tatkraft von Wolfgang R. Müller-Stoll zu verdanken, dem ersten Botanik-Professor und Gartendirektor. Er wurde im August 1961 aus politischen Gründen aus der Hochschule entlassen und erst 1991 rehabilitiert, drei Jahre vor seinem Tod.

Die Erneuerung und Modernisierung der Glashäuser wurde kontinuierlich durch den Technischen Leiter des Gartens von 1969 bis 2002, Wolfgang Pifrement, vorangetrieben. Sie kam erst 2012 mit der Errichtung der Neuen Anzucht zu einem vorläufigen Abschluss.

Der Potsdamer Botanische Garten gehört heute zu den zehn bedeutendsten Botanischen Gärten in Deutschland. Dank seiner hoch motivierten und kompetenten Belegschaft besitzt er zahlreiche herausragende Pflanzensammlungen, ist in mehreren großen Verbundprojekten aktiv und international mit einem Schwerpunkt in Ostafrika (Sansibar) engagiert.

Für den Bereich Naturschutz ist der Garten bundesweit führend; das Grüne Klassenzimmer empfängt täglich junge Gäste, im Jahr etwa 4.500; jedes Jahr greifen rund 50 unterschiedliche Veranstaltungen fast alle erdenklichen Themen zur Vielfalt der Pflanzenwelt auf, dem Motto des Gartens.

Plakat zur Ausstellung

Blick auf den Eingang der Schaugewächshäuser, im Vordergrund eine Sommerblumenrabatte mit Bleiwurzbäumen
Foto: K. Kläring