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Arboretum

Bäume sind die erfolgreichste Lebensform auf der Erde. Die globale Biomasse besteht zu etwa 85 % aus Bäumen. Manche Bäume können ein Alter von über 1.000 Jahren erreichen, andere über 100 m hoch werden. Solche Riesen und Methusaleme sind allerdings selten.

 

Laubgehölze

Laubbäume sind seit etwa 100 Millionen Jahren (Mittlere Kreidezeit) in den meisten Wäldern der Erde die vorherrschende Lebensform. Mit Abstand die größte Vielfalt an Laubbaumarten wächst heute in den tropischen Regenwäldern.

In unserem Arboretum finden sich aber naturgemäß vor allem Arten der gemäßigten Breiten, die im Herbst ihr Laub abwerfen. Zur Sammlung gehört neben einzelnen Arten aus unterschiedlichen Verwandtschaftskreisen eine Gruppe von Ahornen (Gattung Acer). Diese Gattung ist über die gesamte Nordhalbkugel verbreitet und zählt etwa 125 Arten, von denen wir einen Ausschnitt zeigen.

Ebenso befindet sich hier unsere Sammlung der Hartriegel oder auch Kornelkirschen (Gattung Cornus).

 

Nadelgehölze

Fossilien der ersten Nadelgehölze (Koniferen) werden auf etwa 360 Millionen Jahre Alter datiert, seit etwa 260 Millionen Jahren (Mittleres Perm) treten Nadelbäume waldbildend auf. Sie beherrschten damit vor der Entstehung der „modernen“ Laubgehölze die Landoberfläche der Erde. Heute sind die Koniferen zwar immer noch weit verbreitet, aber vor allem in den Wäldern kühler Klimate vorherrschend.

Die ältesten lebenden Bäume der Erde sind Nadelbäume: Nordamerikanische Kiefern (Pinus longaeva) in den White Mountains in Nevada. Das älteste bekannte Exemplar war 4.844 Jahre alt, als es gefällt wurde. Inzwischen ist ein noch lebender Baum bekannt, der sogar über 5.000 Jahre alt ist. Mammutbäume (Sequoiadendron giganteum) erreichen ein Alter von über 3.000 Jahren und bis zu 100 m Höhe. Der größte dieser Bäume wird auf eine Masse von 2.000 t geschätzt.

„Koniferen“ bedeutet „Zapfenträger“. Die Samen der Nadelgehölze sind nicht in einen Fruchtknoten eingeschlossen, sondern liegen nackt auf den Schuppen der Zapfen. Die Bestäubung erfolgt durch den Wind. Manche Koniferen haben Zapfen, die stark an die Früchte der Blütenpflanzen erinnern, wie etwa die Wacholderarten mit ihren Beerenzapfen („Wacholderbeeren“).