Verhältnis von Staat und Kirche in Luxemburg

Verhältnis von Staat und Kirche in Luxemburg
Photo: Lukas Struß
v. l.: Prof. Dr. Hense, Prof. Dr. Ehrensperger, Prof. Dr. Homolka, Prof. Dr. Ehret
Image: ZIM Grafik

Am 10.07.2018 fand in Kooperation mit dem Forum Religionen im Kontext, dem Kanonistischen Institut und dem Abraham Geiger Kolleg Zentrum für Jüdisches Recht ein Vortrag von Prof. Dr. Dr. Jean Ehret zum Thema „Die Neuordnung des Verhältnisses von Staat, Kirche und Religionsgemeinschaften in Luxemburg. Fakten und Fragen.“ statt.

Am 26. Januar 2015 unterzeichnete die Luxemburger Regierung mit der jüdischen Gemeinde, der anglikanischen, orthodoxen, protestantischen und katholischen Kirche und der Shura jeweils ein Abkommen, das die staatliche finanzielle Unterstützung dieser Religionsgemeinschaften ordnet. Des Weiteren unterzeichnete sie zwei Abkommen mit der katholischen Kirche: Das Erste schafft die Kirchenfabriken zu Gunsten eines “Kirchenfonds" ab, das Zweite schafft den Religionsunterricht an allen staatlichen Schulen ab. Mit der gesetzlichen Umsetzung der Abkommen wurde das napoleonische Erbe, das bis dahin die Beziehungen zwischen Staat und Religionsgemeinschaften geprägt hatte, abgelegt. Der Vortrag stellt die wichtigsten Punkte der Neuordnung dar; er beleuchtet und hinterfragt sie aus gesellschaftspolitischer und theologischer Perspektive.

Prof. Dr. Dr. Jean Ehret ist Direktor der Luxembourg School of Religion & Society. Er war an den Verhandlungen mit dem Staat beteiligt.

Image: ZIM Grafik