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Dr. des. Ibou Coulibaly Diop

Die Zukunft des Menschen in einer globalisierten Welt im Werk von Michel Houellebecq (Arbeitstitel)

Houellebecq zufolge hat die Gesellschaft des Konsums, der Wirtschaft und Finanzen die weltweite Zivilisation an ihren Höhepunkt gebracht und sie gleichzeitig in eine wirtschaftliche, soziale und sogar kulturelle Krise geführt. Offenbar von der Idee angeregt, dass das Globalisierungskonzept wirtschaftlich und kulturell die Welt vereinheitlichen möchte, ohne sich dabei um moralische, ethische oder deontologische Probleme des Menschen zu kümmern, geht Houellebecq deshalb in fast allen seinen Werken den Problemen des Westens, insbesondere des Menschen der westlichen Welt, in einer Zeit der sozialen und wirtschaftlichen Krise nach, ohne dabei Position zu beziehen. Was zu der Frage führt, wie die Globalisierung das Sein und das Wesen des Menschen im 21. Jahrhundert beeinflusst hat. Mit anderen Worten: Was sind die Gesetze, die diese Theorie bedingen? Und welchen Platz haben das Individuum und die Künste in dieser Welt, die mehr nach einer festen Homogenität als nach Heterogenität strebt? 
Obgleich der Begriff „Globalisierung“ seit seinem Aufkommen mehr oder weniger positiv konnotiert ist, steht er immer noch zwischen Utopie und Realität. Auch wenn es richtig sein sollte, dass die Marktwirtschaft durch dieses Konzept ihre überragendsten Veränderungen erlangte, so braucht es Zeit bis diese Ziele auch in sozialer und kultureller Hinsicht erreicht werden. Ist also die Frage, inwiefern die Globalisierung die Entwicklung des Menschen infrage stellt, gerechtfertigt? Es scheint erforderlich, den ästhetischen, literarischen und philosophischen Wert der Globalisierung zu betrachten, um ihre Quintessenz zu erfassen. 
Die Arbeiten von Baudrillard (1) und Sennett (2), der Sammelband Regards philosophique sur la mondialisation und der Aufsatz „Globalisierung und sprachlich-kulturelle Vielfalt“ von Joseph Jurt bilden die analytische Basis für die Untersuchung des Themenpaars Globalisierung und soziale Entwicklung im Werk von Houellebecq. Im Mittelpunkt der Untersuchung werden dessen Romane Les Particules élémentairesPlateforme und La possibilité d’une îlestehen.

(1) Baudrillard, Jean: La société de consommation, Paris: Folio 1996.

(2) Sennett, Richard : La culture du nouveau capitalisme, Paris: Hachette Littératures, Pluriel 2008.

Kontakt: ibediop@web.de

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