Verfügbare Abschlussarbeiten

1. Verhaltensforschung am Trail -Paddock

Wildpferde sind gesünder und haben bessere Hufe haben als ihre domestizierten Artgenossen. Um die ausgedehnten Wanderungen der Wildpferde zu simulieren, werden beim pferdgerechten Auslauf, dem„Trail-Paddock“Rundwege geschaffen. GPS-Messungen in Amerika haben gezeigt, dass sich die Pferde auf den Trails deutlich mehr bewegten: 16 bis 22 Kilometer seien sie an einem Tag unterwegs, sind elastischer, gesund und ausgewogen. Pferde in der Boxenhaltung gehen am Tag kaum 200 Meter, selbst wenn sie Auslaufzeiten haben, kommen selten mehr als zwei Kilometer zusammen.(Jaime Jackson2016, Buch: PaddockParadise). Der Pferdesportverein Töplitz (Leest, an der Wublitz) hat sich 2013 einen „Trail Paddock“ gebaut. Der vier bis zwölf Meter breite und 500 Meterlange Pfadbietet Abwechslung, mit Bäumen, Sträuchern und unterschiedlichen Untergründen, mit Kratzpfählen, Schatten-und Wälzplätzen und Futterstellen. So will man sich dem natürlichen Umfeld von Wildpferden etwas nähern, in dem die Tiere abwechselnd fressen und laufen. Der Pfad ist mit seinen beiden Enden an eine Sandkoppel angeschlossen, lässt sich an mehreren Seiten zu Weideflächen öffnen und soll mehr Lebensqualität für die Pferde bringen. Aber was bringt der Trail wirklich? In Abschlussarbeiten soll folgenden Fragestellungen nachgegangen werden:

Wieviel km legen die Pferde zurück? Welche Gangarten überwiegen?

Einfluss von Wetter, Tageszeiten, Jahreszeiten?

Profitieren alle Pferde der Herde gleichermaßen (Hier wären Vergleiche denkbar alte-junge, gewöhnte-neue, Einzelgänger-Gruppentiere, Stuten-Wallache, ...)?

Welche Attraktionen auf dem Trail beleben die Nutzung zu welchem Grade (da müsste man welche ausprobieren)?

Trägt die Herdenstabilität zur Nutzung bei? Mit Wildtierkameras sollen dieBewegungsmuster der Pferde ausgewertet werden, Dauer je nach Fragestellung und Typ der Abschlussarbeit (auch BA, BLAB und

Vertierfungsmodulfragestellungen möglich)

Ansprechpartnerin: Prof. Dr. Jana Eccard (eccarduni-potsdamde)

Trail Paddock

 

2. Kognition bei Kleinsäugern

2a. Bachelor/Masterarbeit – Alterungseffekte auf die Lernfähigkeit von Kleinsäugern

In diesem Projekt wollen wir die Alterungseffekte auf die Geschwindigkeit und Flexibilität des Lernens bei Kleinsäugern untersuchen. Während individuelle Unterschiede im Verhalten als zeitlich und kontextübergreifend konsistent definiert sind, werden kognitive Fähigkeiten durch Alterungsprozesse beeinflusst. Vorherige Studie haben bereits gezeigt, dass Tierpersönlichkeit und kognitive Fähigkeiten mit einander im Zusammenhang stehen, aber relativ wenig ist bisher darüber bekannt wie sich Alterungsprozesse auf die kognitiven Fähigkeiten verschiedener Persönlichkeitstypen auswirken.

Dieses Projekt beinhaltet die Verfeinerung bereits vorhandener experimenteller Setups, Verhaltensbeobachtungen, Habituation und Training von Versuchstieren, sowie die Aufnahme wissenschaftlicher Daten.

Ansprechpartnerinnen: Dr. Valeria Mazza (vamazzauni-potsdamde), Prof. Dr. Jana A. Eccard (eccarduni-potsdamde

Leraning and ageing

 

2b. Bachelor-/Masterarbeit – Persönlichkeit und kognitive Fähigkeiten in Kleinsäugern

Muster von Unterschieden zwischen Individuen in ihren kognitiven Fähigkeiten wurden in den letzten Jahrzehnten in zahlreichen Studien untersucht, ihre Ursachen und Konsequenzen sind trotzdem weitestgehend unbekannt. Eine kürzlich aufgestellte Hypothese besagt, das Tierpersönlichkeit ein Prädiktor von individueller Variation in kognitiven Fähigkeiten sein könnte. Hierbei wird davon ausgegangen, dass Tierpersönlichkeit und kognitive Strategien durch einen biologischen trade-off zwischen Geschwindigkeit und Genauigkeit verbunden sind.

In diesem Projekt wollen wir spezifische Vorhersagen dieser Hypothese testen indem wir Geschwindigkeit und Flexibilität des Lernens von Individuen quantifizieren sowie für jedes Individuum die Persönlichkeit entlang der Achsen Exploration, Risikobereitschaft und Aktivität messen.

Dieses Projekt beinhaltet die Verfeinerung bereits vorhandener experimenteller Setups, Verhaltensbeobachtungen, Habituation und Training von Versuchstieren, sowie die Aufnahme wissenschaftlicher Daten.

Ansprechpartnerinnen: Dr. Valeria Mazza (vamazzauni-potsdamde), Prof. Dr. Jana A. Eccard (eccarduni-potsdamde)

Personality and cognition

 

2c. Masterarbeit – Innovation und Problemlösung entlang eines Urbanisierungsgradienten

Das Leben in einer menschengemachten Welt erfordert die Fähigkeit neu Verhaltensweisen zu entwickeln oder neue Lösungen an bekannte Probleme anzuwenden. Die Fähigkeit Neuerungen einzuführen könnte ein großer Vorteil für Tiere sein, die in menschengeprägten  Lebensräumen leben, da ihnen dadurch die Möglichkeit gegeben wird sich leichter an neue Bedingungen und Herausforderungen anzupassen. In diesem Projekt wollen wir experimentelle Methoden entwickeln um innovatives Verhalten direkt im natürlichen Lebensraum zu testen und potentielle Unterschiede in der innovativen Problemlösung und der Nahrungssuche zwischen verschiedenen Verhaltenstypen an Kleinsäugern entlang eines Urbanisierungsgradienten untersuchen.    

Dieses Projekt beinhaltet die Entwicklung und Verfeinerung experimenteller Setups, Verhaltensbeobachtungen direkt am Tier und über Videoaufnahmen. Die Datenaufnahme findet an der ökologischen Station Gülpe, in Potsdam und Berlin statt.

Ansprechpartnerinnen: Dr. Valeria Mazza (vamazzauni-potsdamde), Prof. Dr. Jana A. Eccard (eccarduni-potsdamde)

Rural Urban Gradient

 

2d. Masterarbeit – Tierpersönlichkeit und räumliches Lernen (Frühjahr-Sommer)

Tiere bewegen sich durch ihre Umgebung zur Suche nach Nahrung, Paarungspartnern und Unterschlüpfen. Animals move through their environments to search and store food, find partners and shelters. Ein räumliches Gedächtnis und die Fähgkeit zu Lernen ermöglicht es Tieren räumliche Informationen zu sammeln, zu speichern und zu verwenden um die Beziehung von Objekten und Orten zu evaluieren. In diesem Projekt wollen wir untersuchen inwiefern inter-individuelle Variation im räumlichen Gedächtnis und der Lernfähigkeit mit Tierpersönlichkeit im Zusammenhang steht.

Dieses Projekt beinhaltet die Entwicklung und Verfeinerung experimenteller Setups und die Durchführung bereits etablierter Verhaltenstests direkt im natürlichen Habitat der Versuchstiere.

Ansprechpartnerinnen: Dr. Valeria Mazza (vamazzauni-potsdamde), Prof. Dr. Jana A. Eccard (eccarduni-potsdamde)

Personality and Spatial Learning

 

3. Ökosystemdienstleistungen von Wühlmäusen  - BioGeo

Biologische Station Gülpe (JWD)

Sind Wühlmäuse eigentlich zu irgendetwas nütze? Vor dem Hintergrund sich verändernder Niederschlagsmuster (Starkregen, Überschwemmungen) wollen wir in diesem Projekt die Wirkung von Wühlmausbauten auf Niederschlagsabfluss, Wasserretention, Nährstoffausschwemmung etc… untersuchen. Hierzu sollen Langzeitdaten ausgewertet werden, die in einem  Versuch an der Ökologischen Station Gülpe bereits gesammelt wurden (Lysimeterversuch) bzw in kurzen eigenen Beregnungsversuchen gesammelt werden können.

Ansprechpartnerin: Jana  Eccard (eccard@uni-potsdam.de)

Ecosystem services