9. Netzwerktagung

Vortrag
Foto: Ernst Kaczynski

Bericht zur neunten Netzwerktagung des Projekts „Campusschulen“, Universität Potsdam

Alina Ducki

Dr. Julius Erdmann

Am 02.06.2022 fand zwischen 10:30 und 17:00 Uhr die neunte Netzwerktagung des Projekts Campusschulen nach mehr als 2 Jahren erstmals wieder in Präsenz statt. Die Veranstaltung wurde in der Wissenschaftsetage des Bildungsforums Potsdam ausgerichtet und von 50 Teilnehmenden besucht.

Im Vordergrund der Tagung stand das Campusschulen-Projekt unter der Leitung des Zentrums für Lehrerbildung und Bildungsforschung (ZeLB) der Universität Potsdam, welches die Zusammenarbeit von Lehramtsstudierenden, Lehrkräften und Wissenschaftler:innen der Universität Potsdam in temporären Projekten fördert. In Netzwerken arbeiten die verschiedenen Akteure gemeinsam an Aufgaben der Schul- und Unterrichtsentwicklung zusammen. Die Projekte werden über Praxis- und Forschungsseminare, Praktika sowie Abschlussarbeiten in das Lehramtsstudium eingebunden oder durch Promotionsvorhaben mit der Lehrkräftebildung der Universität Potsdam vernetzt.

Die Tagung wurde durch Grußworte des Direktors des ZeLB, Prof. Dr. Andreas Borowski eröffnet. Herr Prof. Dr. Borowski hob dabei die Bedeutung eines so wichtigen Austauschs in Präsenz hervor, nachdem in den letzten zwei Jahren die Tagungen nur online durchgeführt werden konnten. Weiterhin bemerkte er positiv den aktuellen Aufwind für Kooperationen zwischen Schulen und der Universität Potsdam. Eingeleitet wurde die Tagung zudem durch den Projektkoordinator Dr. Julius Erdmann mit organisatorischen und strukturellen Hinweisen sowie einer Einführung der Grundkonzeption des Projekts „Campusschulen“. Daran schloss sich eine Vorstellung der derzeitig aktiven Netzwerke und eine Auszeichnung der beteiligten Schulen durch Dr. Mirko Wendland, Geschäftsführer des ZeLB an. Nach einer kurzen Kaffeepause, die auch für den Austausch der Teilnehmenden genutzt wurde, bot der Impulsvortrag von Franziska Rogge (Universität Potsdam, Bereich Erziehungswissenschaften - Inklusion und Organisationsentwicklung) zum Thema „Rahmenbedingungen und Formen multiprofessioneller Kooperation an (inklusiven) Schulen“ die Grundlage für eine anschließende Diskussion.

Nach der Mittagspause begann der interaktive und partizipative Teil der Netzwerktagung. So präsentierten sich beim InfoSpace im Foyer der Wissenschaftsetage sieben Projekte und Netzwerke und luden zum offenen Austausch an Infoständen ein. Neben den Netzwerken „Be a Part!“, „Erzählende Texte als innovative Lernszenarien im LER-Unterricht“, „Leibniz-Projektwoche“, „motivationsfördernder Unterricht“ sowie „Digitale Lernumgebungen im Geographieunterricht“ stellten sich insbesondere auch das Projekt Refugee Teachers Program, ein Qualifizierungsprogramm zur Weiterbildung und Arbeitsmarktintegration geflüchteter und migrierter Lehrkräfte, sowie das Projekt BoXperiment, welches über mobile Experimentierszenarien, Instrumente und Unterrichtsmaterialien spannende Forschungsthemen aus dem naturwissenschaftlich-technischen Bereich in den Schulunterricht einbringt, vor. Im InfoSpace entstanden nicht nur interessante Gespräche mit dem Ziel des Erfahrungsaustauschs. Sondern es wurden auch neue Kooperationen zwischen Schulen und den dargestellten Projekten initiiert.

Fortgesetzt wurde dieser Austausch durch die parallellaufenden Workshops „Einbezug von LA-Studierenden in der Kooperation zwischen Hochschule und Schule“ sowie „Transfer und Kooperation zwischen Schulen und Hochschule“. An den Workshops waren mehr als 20 Personen aktiv beteiligt. Es wurden unter anderem Ideen zu zukünftigen Konzeptionen der Netzwerktagung, zur Nutzung studentischer Unterrichtsmaterialien in Schulen, zu einem Mentoringprogramm zwischen Lehrkräften der Schulen und Lehramtsstudierenden der Universität sowie zu einer Informationsplattform über die Hochschul-Schul-Kooperationen entwickelt und ausgebaut. Diese wurden anschließend in der gesamten Gruppe vorgestellt. Um 17.00 Uhr wurde die Tagung mit einer abschließenden Zusammenfassung durch Dr. Julius Erdmann beendet. Hierbei hob Herr Erdmann die grundlegende Relevanz des Austauschs zwischen der Berufspraxis an den Schulen und der Lehrkräftebildung an der Universität hervor und begrüßte die wichtigen Kontakte und Ideen, die bei der Tagung entwickelt wurden. Als Ausblick hielt er fest, dass, auch wenn das Projekt „Campusschulen“ in der aktuellen Form Ende 2023 abgeschlossen wird, die Kooperation und der Austausch mit Schulen auch zukünftig für das Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung einen hohen Stellenwert hat. Deshalb regt er an, weiterhin Kooperationsprojekte mit Schulen zu beginnen. Dr. Erdmann sowie Dorothea Körner stehen weiterhin für eine Beratung bereit.

Vortrag
Foto: Ernst Kaczynski

Den Bericht der 9. Netzwerktagung finden Sie hier.

Programm

10:30 UhrEröffnung der Tagung und Präsentation der Netzwerke 
12:00 Uhr

Kaffeepause 

12:15 Uhr

Inputvortrag: Franziska Rogge (Universität Potsdam): Rahmenbedingungen und Formen multiprofessioneller Kooperation an (inklusiven) Schulen 

13:00 UhrMittagspause

Offener Infospace (Netzwerk motivierender Unterricht, Netzwerk BE A PART! Berufliche, politische und kulturelle Partizipation, Refugee Teachers Program, und weitere)

14:00 Uhr

Offener Infospace (Netzwerk motivierender Unterricht, Netzwerk BE A PART! Berufliche, politische und kulturelle Partizipation, Refugee Teachers Program, und weitere)

15:00 Uhr

Parallelworkshops:

a) Einbezug von LA-Studierenden in der Kooperation zwischen Hochschule und Schule. (Arbeitstitel, moderiert durch Campusschulen-Team)
b) Transfer und Kooperation zwischen Schulen und Hochschule (Workshopleitung bislang nicht feststehend)

16:30 UhrVorstellung der Learnings aus den Workshops und Auswertung des Inputspeicher
17:00 UhrAbschluss der Tagung

Begleitend zur Tagung bietet ein Infospace die Möglichkeit der Vorstellung von Projekten und des Austauschs.