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Seminarkonzeptionen

Seminar "Lernumgebungen im Dialog entwickeln und erproben"

Kernidee hinter der Entwicklung des Seminars "Lernumgebungen im Dialog entwickeln und erproben" ist die Verknüpfung moderner Mathematikdidaktik mit einer innovativen Lernkultur, die auf interessengeleitetes, selbstbestimmtes Lernen der Schüler:innen setzt. Das Format einer mathematischen Lernumgebung schien besonders geeignet für den Transfer aktueller mathematikdidaktischer Erkenntnisse in das reform- oder förderpädagogisches Lehr-Lernsetting der Projektschulen. 

Im Seminar „Lernumgebungen im Dialog entwickeln und erproben“ gewinnen Masterstudierende des Lehramts Mathematik für die Primarstufe intensive Einblicke in Schulen mit innovativen Lernkonzepten. Anschließend entwickeln sie eine mathematisch reichhaltige Lernumgebung, die auf die an der jeweiligen Projektschule etablierten Lernformen abgestimmt ist. Sie erproben die Lernumgebung mit Schüler:innen in der Praxis und reflektieren ihre Erfahrungen. 

Ziel des Seminars ist, dass Lehramtsstudierende ihre professionelle Handlungskompetenz in der Planung und Durchführung von Mathematikunterricht erweitern. In der weiteren Perspektive sollen sie in der Lage sein, auch in anderen (Regel-)Schulen einen Wandel der Lernkultur im Mathematikunterricht anzustoßen.
 

Anforderungen an die Studierenden

  • Hospitation an einer Kooperationsschule, um Schüler:innen und Lernbegleiter:innen in Lehr-Lernsituationen zu beobachten und relevante Informationen für die Entwicklung der Lernumgebung zu erfassen (z. B. Rahmenbedingungen, Lernvoraussetzungen, …)
  • Entwicklung einer mathematisch reichhaltigen Lernumgebung (inkl. Handreichung für Lehrpersonen) in Kleingruppen.
  • Durchführung der Lernumgebung (ca. 90 Minuten) und anschließendes Reflexionsgespräch mit Lernbegleiter:innen
  • Überarbeitung der Lernumgebung und Finalisierung der Handreichung

Seminar "Lernen durch Lehren. Fortbildungseinheiten entwickeln und erproben"

Der Impuls für die Entwicklung des Seminars “Lernen durch Lehren” entstand bei dem ersten Vernetzungstreffen zwischen Lernbegleiter:innen der Projektschulen, Lehrenden der Mathematikdidaktik und Studierenden. Auf die Frage, wie die Kooperation für alle Beteiligten gewinnbringend gestaltet werden kann, formulierten die Schulvertreter:innen einen konkreten Bedarf an Fortbildungsangeboten – insbesondere für fachfremd unterrichtende oder fachlich unsichere Lehrpersonen sowie für Quer- und Seiteneinsteiger:innen. 

Dabei bestand großes Interesse am Transfer aktueller mathematikdidaktischer Erkenntnisse in die Projektschulen, um das Mathematiklernen nachhaltig zu bereichern. Im Fokus stehen dabei unter anderem Verständnisorientierung, Anschaulichkeit durch analoge und digitale Materialien, Handlungsorientierung, Lebensweltbezug sowie sprachsensibler Unterricht. Die im Seminarrahmen entwickelten und überarbeiteten Fortbildungseinheiten werden anderen Schulen und Mathematikkollegien für den Transfer angeboten.

Anforderungen an die Studierenden

  • Hospitation an einer Kooperationsschule, um Schüler:innen und Lernbegleiter:innen in Lehr-Lernsituationen zu beobachten und relevante Informationen für die Entwicklung der Fortbildungseinheit zu erfassen (z. B. Fortbildungswünsche und -bedarfe, Rahmenbedingungen, …)
  • Entwicklung einer Fortbildungseinheit (inkl. schriftlichem Konzept und Folien/Materialien) in Kleingruppen.
  • Durchführung der Fortbildung an einer Kooperationsschule mit Feedback durch die Teilnehmenden
  • Überarbeitung der Fortbildungsmaterialien

Seminar "Einführung in die mathematikdidaktische Forschung"

Kernidee des Seminars ist: über Forschung lernen indem man selber forscht. Das Seminar verfolgt vier Pfade, die entlang der Schritte eines Forschungsprozesses strukturiert sind und miteinander verknüpft werden: (1) theoretischer Input zu Grundlagen wissenschaftlicher Forschung, Forschungsphasen, Forschungsmethoden, Qualitätskriterien, wissenschaftliches Schreiben; (2) praktische Übungen; (3) Lektüre eines empirische mathematikdidaktischen Forschungsberichts; (4) Entwicklung eines Mini-Forschungsprojekts zu einem (selbstgewählten) Forschungsgegenstand.

Im Sommersemester 2025 waren die Mini-Forschungsprojekte in das Projekt "Mathe im Dialog" eingebettet und wurden in Kooperation mit verschiedenen Schulen mit besonderen pädagogischen Profilen durchgeführt. Die Studierenden wirkten bei der Kompetenzdiagnostik der Schüler:innen und der Analyse des Unterstützungsbedarfs der Schulen mit.