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Zahlreiche Hinweise belegen seit einiger Zeit bei Kindern eine Tendenz zu verminderter Gesundheit sowie geistiger und körperlicher Leistungsfähigkeit, die in Zukunft eine weitere Zunahme chronischer Krankheiten befürchten lässt. Die brandenburgische Sportlehrerschaft berichtet in jüngster Zeit immer häufiger von Bewegungsauffälligkeiten der Kinder. Bei Untersuchungen mittels des Motoriktests für Vier- bis Sechsjährige (MOT 4–6 nach R. Zimmer und M. Volkhammer, Testfassung 1984/1987) weist der Psychomotoriker Lensing-Conrady einen Rückgang des mittleren motorischen Quotienten um ca. 9% innerhalb der letzten zwölf Jahre nach, wobei auffällig ist, dass der Rückstand mit zunehmendem Alter der untersuchten Kinder größer wird. Das Landesgesundheitsamt Brandenburg berichtet, dass in den letzten zehn Jahren neben einer deutlichen Zunahme von Allergien vor allem auch Sprach- und Bewegungsauffälligkeiten bei brandenburgischen Kindern auftreten. Zudem zeigen die aktuellen Ergebnisse der PISA-Studie gravierende Defizite im kognitiven Bereich.
Körperliche Fehlentwicklungen gehen also Hand in Hand mit solchen des Nerven- und Immunsystems. Verschiedene Forschungsergebnisse lassen den Schluss zu, dass Intelligenz davon abhängt, wie komplex die beteiligten Nervenzentren miteinander verschaltet sind und mit welcher Geschwindigkeit das Gehirn Informationen aufnimmt, verarbeitet, bewertet und beantwortet. Diese Qualitäten sind für gute kognitive (z. B. Leseverständnis) und sensomotorische Leistungen gleichermaßen erforderlich. Vor diesem Hintergrund entstand das Projekt „Pfiffikus durch Bewegungsfluss". Es wurde vom Institut für Sportmedizin und Prävention unter der Leitung von Prof. Frank Bittmann entwickelt und verfolgt das Ziel, die Phase der maximalen Hirnreifung in der Zeit zwischen dem 4. und 7. Lebensjahr optimal zu fördern. Damit sollen beim Kind möglichst gute biologische Voraussetzungen geschaffen werden für eine harmonische ganzheitliche Entwicklung auf hohem Niveau. Es geht nicht um das isolierte Training einzelner Fähigkeiten, sondern um die Schaffung universeller (systemischer) Grundlagen für möglichst viele körperliche, geistige, seelische und auch soziale Kompetenzen.
Nähere Informationen zu den Konzepten und Ansätzen der Elementarpädagogik gibt es auf der DVD "Pädagogische Konzepte und Ansätze, Vol. 02" .