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Laufbahn in Parteien, Parlamenten und Ministerien

Für den Beruf der/des Politiker*in gibt es keine geregelte Ausbildung. Wer eine politische Karriere anstrebt muss daher nicht zwingend ein Politikstudium oder ähnliches absolviert haben. Wichtiger ist ein gutes Verständnis von politischen Sachverhalten und Prozessen. Es gilt: learning by doing. Dennoch lässt sich ein ungefährer Karriereweg skizzieren.

Zu Beginn einer politischen Karriere steht i.d.R. der Eintritt in eine Partei. Danach gibt es zwei Möglichkeiten: die sogenannte "Ochsentour" oder den "Quereinstieg". Für beide Varianten muss man sagen, dass eine Karriere in der Politik in den meisten Fällen nicht kurzfristig realisierbar ist, sondern durch langjährige politische Arbeit und Netzwerkbildung vorbereitet werden muss. Oft spielen dann bei der Berufung in Ämter auch noch die aktuelle politische Gesamtsituation und der Zufall eine richtige Rolle, soll heißen, manchmal muss man zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein.

Der gängigste Karriereweg in der Politik ist die sogenannte Ochsentour. Wer diesen Weg beschreitet, beginnt mit der Arbeit auf Kommunalebene und arbeitet sich über die Landesebene hoch. Die Ochsentour kann mühsam sein, bietet jedoch auch Vorteile. Neben einem reichen Erfahrungsschatz sind das frühe Networking und der Kontakt mit potentiellen Wähler*innen ein weiterer Vorteil. Einige Parteien bieten zudem Förderprogramme an, in denen relevante Themen wie z.B. Rhetorik geübt werden.

Den schnelleren Kariereweg bietet der Quereinstieg. Wer den Weg als Quereinsteiger*in wählt, beginnt z.B. als Referent*in einer/s Abgeordneten. Auch hier ist Networking wichtig, denn es macht nur Karriere, wer gesehen und als Kandidat*in vorgeschlagen wird.

Die politische Karriere hängt von Faktoren wie Networking, den Parteistrukturen, persönlichem Talent und Charisma sowie den aktuell zu bearbeitenden Themen ab. Des Weiteren schwanken die Aufgabenfelder von Politiker*innen je nach Partei. Generell ist der Aufstieg auf der politischen Karriereleiter schneller möglich als in der Wirtschaft. Ein schneller Abstieg jedoch ebenso.

Neben der Hauptberuflichkeit als Politiker*in ist, besonders auf Kommunalebene, auch eine politische Karriere als Nebenberuf möglich.

Annabelle Wischnat

koordiniert die Arbeitsgemeinschaften für die Abteilung Mobilisierung des SPD Parteivorstands

Anna Heyer-Stuffer

arbeitet als Fraktionsgeschäftsführerin bei der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Brandenburger Landtag

Foto: Franziska Petruschke/Fraktion Bündnis 90/Die Grünen

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