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TFA.LAB

 Ein geisteswissenschaftliches Labor am Theodor-Fontane-Archiv

Mit dem TFA.LAB wird im Rahmen der Forschungsinitiative ein geisteswissenschaftliches Labor gegründet, das exemplarisch das Potenzial innovativer Formen der Kollaboration und des experimentellen Forschens in den Geisteswissenschaft vorführt. Als Institution, die bereits jetzt unterschiedliche Expertise – etwa archivarischer, bibliothekarischer, editionsphilologischer und literaturwissenschaftlicher Art – versammelt, bildet das Theodor-Fontane-Archiv einen besonders geeignete Ort für die Etablierung eines interdisziplinären Labors.

Darüber hinaus können Archive, seit jeher Institutionen der Sammlung und Pflege von (materiellen) Objekten und Daten, im Zeitalter der Digitalisierung als ausgezeichnete Orte der digitalen Geisteswissenschaften gelten. Den Kern des TFA.LAB bilden die digitalen Projekte des Theodor-Fontane-Archivs, darunter Digitale Sammlungen, eine Bibliographie-Datenbank, die Erarbeitung eines Prototypen für die experimentelle Visualisierung von Fontanes Handbibliothek sowie das Textanalyse-Projekt »Distant Reading Fontane«.

Für die Beteiligten des Netzwerks bildet das TFA.LAB einen Anlaufpunkt, wo über die Projektarbeit in einem geisteswissenschaftlichen Labor ebenso informiert wird wie über die technologischen und praxeologischen Herausforderungen, die sich im Zuge dieser Arbeit ergeben, und die Lösungen, die dabei gefunden werden.

Der Idee der geisteswissenschaftlichen Labore folgend, verbindet das TFA.LAB zudem Forschung und Lehre miteinander. In diesem Zusammenhang werden Workshops und Seminare veranstaltet, in denen Studierende an Fragen und Methoden der digitalen Geisteswissenschaften herangeführt werden und die Möglichkeit bekommen, in experimentellen Projekten erste Schritte auf diesem Feld zu unternehmen. Zudem werden interdisziplinäre Lehrverbünde etwa mit anderen Instituten der Philosophischen Fakultät oder mit der FH Potsdam ausgebaut.

 

 

Eröffnet wurde das TFA.LAB mit einem philologischen Hackathon unter dem Titel »Der Fontane-Code«, der vom 19. bis zum 21. Juli 2018 in den Räumen des Theodor-Fontane-Archivs in der Villa Quandt stattfand. Teams aus Potsdam, Stuttgart, Basel und Göttingen sowie weitere Teilnehmer*innen aus Österreich, den USA und Russland arbeiteten während des Hackathons an Fontane-Daten. Eine Publikation ausgewählter Ergebnisse ist geplant. Eindrücke vom Hackathon lassen sich auf Twitter unter dem Hashtag #fontanecode finden.

 

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