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Gymnastik / Tanz

Für diese Prüfung ist es ihre wichtigste Aufgabe, vorher eine eigene kleine Kürkomposition zu entwickeln und dies mit Musik zu demonstrieren. 

Tipps zur Gestaltung der Kurzkomposition

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Im Studium werden regelmäßig neue eigene Kompositionen und Küren im Bereich Gymnastik/Tanz als auch im Gerätturnen erstellt. Solche Pflichtsequenzen/Kürkompositionen werden in einzelnen Semestern und auch zum Abschluss eines Faches abgeprüft und bewertet (man kann dabei also auch nicht bestehen). Schon in der Sporteignungsprüfung soll deshalb die Fähigkeit zur Erstellung elementarer Verbindungen in Folge - einer Kurz-Komposition - bewiesen werden. Schwerpunkt der Überprüfung in der Sporteignungsprüfung liegt in ihrer gestalterischen und kreativen Leistung, verbunden mit wichtigen koordinativen Leistungsvoraussetzungen.

Das Vorbereiten einer Kurz-Komposition bedeutet

  1. Auswahl von Musik und Erstellung eines Ausschnittes/Musikstückes. (für die Sporteignungsprüfung mind. 50 sec.)
  2. Erarbeitung der Kurz-Komposition, d.h. Bestimmung der

    1. Bewegungen/Techniken/Verbindungen
    2. Raumwege
  3. üben, üben, üben

 

1. Auswahl der Musik

Eine begleitende Musik ist Pflicht zur Kurz-Komposition. Sie soll ohne Gesang sein, es empfiehlt sich also Klassik, Folklore, Tanzmusik oder Instrumentalversionen von Popmusik zu nutzen. Bewegungen sollten unbedingt im Takt und Tempo zur Musik erfolgen - dies ist bei der Auswahl des Musikstückes zu beachten. Ein Stück, das ihnen gefällt kann z.B. leider zu schnell sein. Der Anfang und das Ende der Musik sollten natürlich auch der Anfang und das Ende der Kurz-Komposition bzw. der Bewegungen sein. Bringen sie die Musik bitte als separate Aufnahme auf CD oder besser auf Kassette zur Sporteignungsprüfung mit.

2. Erarbeitung einer Kurz-Komposition

Die Komposition soll auf einer Fläche von 12m x 12m Parkettbodenfläche (turnerisch-akrobatische Prüfung auf Mattenfläche) aufgeführt werden. Zur Erstellung der Kurz-Komposition empfiehlt es sich dringend eine Fachkraft zur Hilfe zu holen (z.B. einen Fachsportlehrer oder Trainer im Bereich Gymnastik/Tanz/Turnen).

2.1) Die Bewegungen = das Übungsgut

Zur Auswahl der Bewegungen in der Kurz-Komposition stehen folgende Möglichkeiten offen:

  1. Kurz-Komposition mit Gerät (Ball, Reifen, Seil, Keulen oder Band) - hier können sie insbesondere einen variantenreichen und sicheren Umgang mit ihrem Gerät präsentieren
  2. Kurz-Komposition ohne Gerät - sportgymnastisch
  3. Kurz-Komposition ohne Gerät - turnerisch, akrobatisch (Bodenturnen)
  4. Kurz-Komposition ohne Gerät - bewegungskünstlerisch, stilgebunden (Tanz/Pantomime u.ä.)

 

Grundsätzlich sollten folgende Dinge in der Kurz-Komposition, egal welcher Schwerpunkt gelegt wurde, beachtet werden:

  • Elementare Techniken sollen miteinander in Folgen harmonisch verbunden werden
  • Verschiedene Techniken unterschiedlicher Technikgruppen sollen einbezogen und gezeigt werden
    •  

      Insbesondere in diesen beiden Punkten hilft ihnen eine Fachkraft durch die Erläuterung der entsprechenden Gruppen, Elemente und Techniken.

      • Bewegungen sollen im Takt und Tempo der Musik ausgeführt werden

2.2) Die Raumwege = großflächige Ausnutzung

Wie erwähnt, misst die Prüfungsfläche 12m x 12m und ist eine Parkettbodenfläche bzw. bei turnerisch-akrobatischer Kurz-Komposition eine Mattenfläche.

Die Fläche sollte vollständig genutzt werden und die Bewegungen dabei sowohl

  1. am Ort ausgeführt, also im Stand, im Sitz, in einer Lage o.ä.

    als auch

  2. vom Ort weg/fortbewegend ausgeführt, also mit Schrittkombinationen, Sprüngen, Rollen o.ä. und dabei vorwärts, rückwärts, seitwärts mit vielen Richtungswechseln und großen Raumwegen gestaltet werden

Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt. Sämtliche geraden und gebogenen Wege und Figuren stehen offen. Es gelten lediglich 3 Grundregeln.

  1. Gehen Sie keinen Weg zwei Mal gleich
  2. Gehen Sie nicht auf demselben Weg hin- und wieder zurück
  3. Nutzen Sie die gesamte Fläche und bei Richtungswechseln auch die Ecken

3. üben, üben, üben:

Gerade zur Abstimmung der Bewegungen mit der Musik ist es unumgänglich, dass sie die Kurz-Komposition regelmäßig üben. Je häufiger sie üben, umso selbstverständlicher werden Sie die Komposition aufführen, "Blackouts" werden nicht mehr passieren. Bewegungen werden harmonisch verbunden und ohne Nachdenken flüssig aufeinander folgen.

Literaturempfehlungen

  • Grimmer E., Zimmermann H. u.a.: Sportkartei 5.-10- Bd. VI, Gymnastik/Tanz. pb-verlag, 82178 Puchheim, 1998 (ISBN 3-89291-849-x)