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Was Eltern dürfen und müssen

Picture: © Jo Trepte

Eltern und Kinder haben gegenseitig Rechte und Pflichten.

Kinder haben das Recht auf Schutz und auf eine gewaltfreie Erziehung. Das bedeutet: Eltern dürfen ihre Kinder nicht schlagen oder schlecht behandeln.

Kinder haben aber auch Pflichten. Zum Beispiel sollen sie im Alltag mithelfen, etwa im Haushalt.  Wenn Kinder später erwachsen sind, kann es in manchen Fällen sogar sein, dass sie ihre Eltern finanziell unterstützen müssen.


Was bedeutet Sorgerecht? 

Eltern haben das Sorgerecht, bis ihr Kind 18 Jahre alt ist. Das bedeutet: Sie sind für ihr Kind verantwortlich und müssen sich gut um es kümmern. Dabei müssen sie immer darauf achten, was für das Kind am besten ist.

Wichtig ist auch: Ein älteres Kind darf mehr selbst entscheiden als ein jüngeres Kind. Mit dem Alter und der Reife bekommen Kinder also mehr Freiheiten.


Was dürfen Eltern entscheiden?

Eltern dürfen viele Entscheidungen für ihr Kind treffen. Das gilt zum Beispiel dann, wenn ein Kind einen Vertrag schließen möchte.

Eltern müssen außerdem auf ihre Kinder aufpassen. Wenn sie das nicht gut genug tun, kann es sein, dass sie für Schäden haften müssen, die ihr Kind verursacht.

Grundsätzlich dürfen Eltern auch mitentscheiden, mit wem sich ihr Kind trifft. Aber sie dürfen nicht einfach wichtige Bezugspersonen verbieten. Zum Beispiel darf eine Mutter nicht ohne Grund verbieten, dass ein Kind seinen Vater oder seine Oma sieht.


Wofür müssen Eltern sorgen? 

Eltern müssen für ihre Kinder sorgen.
Dazu gehört alles, was man zum Leben braucht, zum Beispiel:

  • Essen

  • Kleidung

  • Wohnen

  • Schule

  • Betreuung

Das nennt man Unterhalt. Ein festes Recht auf Taschengeld gibt es aber nicht.


Was passiert, wenn Eltern sich nicht gut kümmern? 

Wenn Eltern sich nicht richtig um ihr Kind kümmern, kann der Staat eingreifen. Dann helfen zum Beispiel das Jugendamt oder das Familiengericht.

Der Staat muss darauf achten, dass Kinder geschützt werden. Gleichzeitig haben Eltern aber das Recht, ihre Kinder selbst zu pflegen und zu erziehen.

Deshalb soll der Staat nicht sofort eingreifen, sondern nur dann, wenn es wirklich nötig ist. Oft wird zuerst versucht, die Eltern zu unterstützen.

Nur in schweren Fällen kann Eltern das Sorgerecht ganz oder teilweise entzogen werden. Dann kann ein Kind zum Beispiel in einer Pflegefamilie leben.