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OER-Werkstatt-Tag 2026: Gemeinsam offen arbeiten

Ein Rückblick

Der OER-Werkstatt-Tag der beteiligten Hochschulen in Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern im Januar 2026 stand ganz im Zeichen der offenen Bildungspraxis – nicht als abstraktes Konzept, sondern als gelebte Praxis. Statt Frontalvorträgen und fertigen Antworten bot der Tag Raum für Austausch, gemeinsames Entwickeln und konkrete Arbeit an Materialien. 
Im Mittelpunkt stand die Überzeugung: Open Educational Resources entfalten ihr Potenzial dort, wo Menschen ins Gespräch kommen und gemeinsam an ihren Lehr- und Lernkontexten arbeiten.

Nach einer Auftakt-Keynote von Nadine Linschinger, Open-Education-Managerin am Zentrum für digitales Lehren und Lernen der Universität Graz (Österreich), zu der sich alle Standorte des Co-WOERK-Projekts zugeschaltet haben,  nahmen an der Uni Potsdam Personen unterschiedlicher Institute das Angebot zum Austausch in individuellen Terminen wahr.

Worum ging es? Themen, Formate, Fokus
Im Zentrum des Werkstatt-Tages an der Uni Potsdam standen zentrale Fragen rund um die praktische Umsetzung von Open Educational Resources:

  • Grundlagen von OER: Was macht Materialien zu OER? Welche Rolle spielen Offenheit, Nachnutzung und Weiterentwicklung in der Hochschullehre?
  • Lizenzen und Urheberrecht: Wie funktionieren Creative-Commons-Lizenzen? Was ist bei der Nutzung von Fremdmaterialien zu beachten? Und welche Spielräume habe ich als Lehrende:r?
  • Wege der Veröffentlichung: Wo und wie können OER sinnvoll publiziert werden? Welche Plattformen und Repositorien eignen sich – und was ist bei Metadaten und Sichtbarkeit zu bedenken?
  • Lehr-Lernprozesse interaktiver gestalten mit ePortfolios: Einsatz von ePortfolios in der Lehrkräftebildung, Reflexion, Kompetenzentwicklung und Prüfungsformate
  • Barrierefreiheit mit KI: Wie können KI-Tools dabei unterstützen, Lehrmaterialien zugänglicher zu gestalten – etwa durch alternative Textformate, einfache Sprache oder Transkriptionen? Worauf muss man achten (Unconscious Bias in KI-gestützten Arbeitsprozessen)?

Warum solche Werkstattformate wichtig sind
Offene Bildungspraktiken brauchen Räume der Begegnung; sowohl digitale als auch analoge. Der OER-Werkstatt-Tag zeigt, wie niedrigschwellige, dialogische Formate dazu beitragen können, Unsicherheiten abzubauen, Kompetenzen aufzubauen und institutionelle Offenheit zu stärken.

Wie geht es weiter?
Den nächsten Werkstatt-Tag wird es im Wintersemester 2026/27 geben. Unsere mobile OER-Beratung kann jederzeit gerne angefragt werden – individuell, fachbezogen und praxisnah. Wir laden alle Interessierten herzlich ein, Teil der OER-Bewegung und unserer wachsenden Community of Practice zu werden. Die nächsten Termine der monatlichen Treffen können unter https://www.co-woerk.de/veranstaltungen/ eingesehen werden. Darüber hinaus bieten wir eine monatliche OER-Sprechstunde via Zoom an, zu der alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Weitere Informationen finden Sie hier.