Semi-automatisierte Vogelerfassung
Seit 2022 wird an der Station im Frühjahr die Gesangsaktivität der Vögel erfasst. Dazu werden Audiorekorder verwendet, deren Aufnahmen mit Hilfe des BirdNet-Algorithmus analysiert werden, um die darauf zuhörenden Vögel zu identifizieren. Die dadurch gewonnen Rohdaten werden dann aufbereitet um potentielle Fehlbestimmungen zu reduzieren. Wie folgend zu sehen, lassen sich so Artenlisten generieren und die Häufigkeit der akustischen Aktivität der jeweiligen Arten bestimmen.
Die dabei erhobenen Daten, zeigen für die Havelaue typische Vogelarten und auch die beiden Standorte werden artspezifisch in den Häufigkeiten der Aufnahmen wiedergespiegelt. Besonders erfreulich ist, dass sich Grauammer und Wiedehof anscheinend sehr wohl in der Nähe der Station fühlen, da sie sehr regelmäßig dort zu hören sind.
Das Spektrum der um die Station hörbaren Vögel ist breit und umfasst viele Besonderheiten. Waren Sie früher noch häufig auf den Wiesen der Kulturlandschaft anzutreffen, sind Bewohner wie Wachtel, Rebhuhn oder Braunkehlchen, heute eher selten zu hören. Die Auenwiesen um die Station scheinen aber noch einige Individuen zubeherbergen und stehen auch deswegen unter Naturschutz und sollten nur zu besonderen Anlässen betreten werden.
Informationen zu einigen der aufgeführten Arten finden Sie z.B. in der Informationsbroschüre des Naturpark Westhavelland. Der Naturpark bietet auch weitere Information zum Erleben und Erlernen dieser artenreichen Gegend.
Klangbeispiele aus Gülpe
Der schnarrende Ruf eines Rebhuhns.
Der typische tiefe Ruf des Wiedehopfs.
Das markante sich dreimal wiederholende „Bütt-büll-ütt“ der Wachtel.
Dauerhafte Erfassung von Wetter- und Bodenfeuchtedaten
Verschiedene Sensoren messen rund um die Station Wetter- und Bodenfeuchtedaten. Diese können genutzt werden um langfristige Trends sichtbar zu machen und Ergebnisse aus anderen Erfassungen auch im Zusammenhang mit dem lokalen Wetter zu analysieren.