Aktuelles im Jahr 2026
"3 Fragen, 3 Minuten" mit Loïc Oberdorfer
Loïc Oberdorfer, assoziiertes Mitglied unserer Forschungsgruppe, hat dem Forschungsverbund "Militär, Krieg und Geschlecht/Diversität" (MKGD) über sein Projekt zur Verwüstung der Kurpfalz im Neunjährigen Krieg (1688-1697) berichtet. Im Videoformat "3 Fragen, 3 Minuten" spricht er unter anderem über die Frage der militärrechtlichen Sanktionierung sexueller Gewalt.
Der Link zum Beitrag hier.
Stipendium des DHI Paris für Jonas Baake
Jonas Baake, Bearbeiter des Teilprojekts "Die Entstehung der polnischen Armee: Nationale Selbstbehauptung und militärische Gewalt (1914-1926)", erhält vom 1. August bis zum 31. September 2026 ein zweimonatiges Mobilitätsstipendium des Deutschen Historischen Instituts Paris. Wir gratulieren!
Vortrag von Marian Füssel
"‘Fury and Barbarity which former Wars were unacquainted with’: The Burning and Destruction of Cities as a War Crime in the Age of the Wars of Succession (1688–1748)" auf der Tagung Transgression: Justification, Critique and Negotiation of Extreme Violence, which will take place on 5–6 March 2026 at the Sede Olavide en Carmona (Universidad Pablo de Olavide):
Programm
Poster
Neues Mitglied unserer Forschungsgruppe
Wir freuen uns, Sebastian Naumann M.A. als assoziiertes Mitglied unserer Forschungsgruppe begrüßen zu dürfen. Herr Naumann arbeitet als Senior Scientist am Fachbereich Geschichte der Paris-Lodron-Universität Salzburg.
Sein aktuelles Forschungsprojekt untersucht das militärische Gewalthandeln europäischer Landstreitkräfte im langen 19. Jahrhundert während der Nachtzeit sowie die zunehmende Erschließung des nächtlichen Raumes durch moderne Mittel der Gefechtsfeldbeleuchtung. Im Zentrum steht die Frage, wie die strukturellen Rahmenbedingungen der Dunkelheit und die damit einhergehenden Schwierigkeiten der Truppenführung die Gewaltpraxis militärischer Akteure gegenüber feindlichen Kombattanten und der Zivilbevölkerung innerhalb und jenseits unmittelbarer Kampfhandlungen beeinflussten.
Sebastian Naumann studierte Geschichtswissenschaften an der Ludwig-Maximilians-Universität München.
Jahresauftakt der DFG-Forschungsgruppe: Forschungskolloquium an der Universität Potsdam
Am 30. Januar 2026 veranstaltete unsere Forschungsgruppe ein Kolloquium auf dem Campus Neues Palais der Universität Potsdam. Die Veranstaltung markierte den offiziellen Startschuss für das neue Jahr und bot zugleich eine hervorragende Gelegenheit für den Austausch zwischen Forschenden der ersten und zweiten Förderphase sowie Projektleitern und assoziierten Mitgliedern der Forschungsgruppe.
Im Laufe des Kolloquiums präsentierten die Projektbearbeiter der zweiten Förderphase die aktuellen Fortschritte und Ergebnisse ihrer Forschung. Nach den Präsentationen folgten lebhafte und produktive Diskussionsrunden, die den Teilnehmern die Möglichkeit gaben, ihre Erkenntnisse zu teilen. Die Veranstaltung endete mit einem gemeinsamen Abendessen, das den Teilnehmern eine Gelegenheit bot, in ungezwungener Atmosphäre weiter miteinander ins Gespräch zu kommen.
Erfreuliche Kooperation: Ein weiteres assoziiertes Mitglied der DFG-Forschungsgruppe
Wir freuen uns, Herrn Major Martin H. Schulz in der Gruppe als dauerhaft assoziiertes Mitglied begrüßen zu dürfen.
Herr Schulz arbeitet am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) im Bereich des Museumswesens.
Parallel arbeitet er an seinem Dissertationsvorhaben „Einsatz in Fernost: Das militärische Gewalthandeln des Ostasiatischen Expeditionskorps im Boxerkrieg 1900/1901 (AT)“.
In der geplanten Studie sollen die Gewalthandlungen der Soldaten des nach China entsandten Expeditionskorps untersucht werden, wobei die auslösenden Gewaltfaktoren im Mittelpunkt stehen. Dabei werden gewaltgeschichtliche, kulturgeschichtliche, militärgeschichtliche und sozialwissenschaftliche Ansätze genutzt. Ziel der Untersuchung ist es, erstmals eine systematische, umfassende und multifaktorielle Analyse der von Deutschen verübten Gewalt im Boxerkrieg vorzulegen.
Martin H. Schulz studierte Geschichtswissenschaften und Soziologie an der Helmut-Schmidt-Universität in Hamburg und unterrichtete deutsche Militärgeschichte an der Offizierschule des Heeres in Dresden.
Zur Herrn Schulz‘ Projektskizze bei AKM Online.
Die DFG Forschungsgruppe bei der Zweiten Internationalen MKGD Konferenz am ZMSBw
Unsere Forschungsgruppe richtete im Januar 2026 gemeinsam mit dem Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) und der Universität der Bundeswehr, München, die Zweite Internationale Konferenz des Forschungsverbundes Militär, Krieg und Geschlecht/Diversität (MKGD) aus. Die Veranstaltung fand vom 21. bis zum 23. Januar 2026 am ZMSBw unter dem Thema „Masculinities, Militaries, and Mass Violence in Transition“ statt.
Unsere Mitglieder Jan Martin Zollitsch und Barbaros Köksal beteiligten sich mit ihren Vorträgen an der Konferenz und beleuchteten den Einfluss von Maskulinitätsvorstellungen und Geschlechterrollen im Deutsch-Französischen Krieg sowie im Großen Türkenkrieg. Die Konferenz, die von PD Dr. Christin Pschichholz ko-konzipiert wurde, ermöglichte einen interdisziplinären Dialog, der die Militärgeschichte und Geschlechterforschung auf innovative Weise miteinander verknüpfte. Die Vielzahl der präsentierten Perspektiven und Forschungsergebnisse trug zu einer äußerst produktiven und inspirierenden Atmosphäre bei.
Weitere Informationen zur Konferenz hier.
Gute Nachrichten: Neues assoziiertes Mitglied der DFG-Forschungsgruppe
Wir gratulieren unserem assoziierten Mitglied Hamza Deniz Kobus, der für sein Dissertationsprojekt „Kriegsgefangenenerschießungen durch deutsche Streitkräfte an der Westfront der Weltkriege“ ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes erhalten hat. Herr Kobus untersucht im Rahmen seines Projekts Gewaltpraktiken und assoziierte Diskurse von deutschen Streitkräften, die sich in den Weltkriegen im Einsatz gegen westalliierte Truppen befanden. Im Mittelpunkt stehen dabei Kriegsgefangenenerschießungen, welche in vielen westlichen Weltkriegsschauplätzen bis dato keine umfassende wissenschaftlichen Würdigung erfahren haben.
Ziel der Arbeit ist es, die Wirkung von internationalen Faktoren (Ideologie und Propaganda) sowie situativen Einflüssen (lokale Gefechtsbedingungen) einzuschätzen und damit Rückschlüsse auf eine etwaige Gewaltkultur der deutschen Streitkräfte im Westen zu ermöglichen. Hamza Deniz Kobus studierte Internationale Beziehungen und Philosophie in Erfurt sowie War und Conflict Studies in Potsdam.
Herr Kobus wurde im Studium durch ein Stipendium der Studienstiftung des deutschen Volkes gefördert.
Jan-Martin Zollitsch, Bearbeiter des Teilprojekts „The German military and excessive violence during the Franco-Prussian War (1870/71)“ der ersten Förderphase, erläutert in einem Video des MKGD-Forschungsverbundes das Aufkommen und Nachwirken des „Franktireur“-Begriffs.
Ebenso behandelt Zollitsch den kontroversen Begriff „Schlachtfeldhyäne“, anhand dessen sich die geschlechtsspezifische Dimension exzessiver Gewalt erläutern lässt.
Jonas Baake, der Bearbeiter des vierten Teilprojekts "Die Entstehung der polnischen Armee: Nationale Selbstbehauptung und militärische Gewalt (1914-1926)", erhält vom 15.05.2026 bis 30.06.2026 ein Stipendium am Deutschen Historischen Institut Warschau.