Roadmap des Campus
Der Weg zum vierten Campus gestaltet sich durch viele Schritte. Die wichtigsten Wegmarken der Entwicklung des Campus Brauhausberg werden hier aufgezeigt.
Meilensteine
1. 2025 – Initiierung
Idee für neuen Campus wird geboren
Am 2. Juni 2025 verkünden Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, Wissenschaftsministerin Dr. Manja Schüle, der Stifter und Gründer des Hasso-Plattner-Instituts Hasso Plattner sowie der Präsident der Universität Potsdam, Prof. Oliver Günther, Ph.D., auf einer Pressekonferenz an der Universität Potsdam erfreuliche Neuigkeiten:
Die Universität Potsdam wird wachsen und einen weiteren Campus erhalten. Auf dem historischen Gelände des ehemaligen Landtags am Brauhausberg sollen in den kommenden Jahren moderne und attraktive Bedingungen für Studium und Forschung entstehen.
Gleichzeitig wird das Hasso-Plattner-Institut am Standort Griebnitzsee deutlich ausgebaut. Ziel ist es, die von UP und HPI gemeinsam getragene Digital Engineering Fakultät zu einem der führenden Zentren für digitale Wissenschaften in Europa weiterzuentwickeln.
2. 2025 – Aktivierung
Task Force wird gegründet
Die Task Force „Universität Potsdam – Hasso-Plattner-Institut“ zum Bau des Campus Brauhausberg konstituiert sich und richtet die beiden Arbeitsgruppen „Planen und Bauen“ sowie „Lehr- und Forschungskooperationen“ ein. Die Task Force tagt je nach Bedarf, etwa alle zwölf Wochen.
Die Arbeitsgruppe “Lehr- und Forschungskooperationen” wird von der Ministerin für Wissenschaft, Forschung und Kultur geleitet. Ihr gehören außerdem Vertreter*innen der Staatskanzlei, der Hasso Plattner Foundation, des HPI und der Uni Potsdam an.
Die Arbeitsgruppe „Planen und Bauen" wird zunächst vom Minister des Innern und für Kommunales geleitet. Der Arbeitsgruppe gehören darüber hinaus Vertreter*innen der Staatskanzlei, des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kultur, des Ministeriums der Finanzen und für Europa, der Hasso Plattner Foundation, der Uni Potsdam, des Brandenburgischen Landesbetriebes für Liegenschaften und Bauen und der Landeshauptstadt Potsdam an. Mit dem Wechsel des BLB in die Verantwortung des Ministeriums der Finanzen und für Europa wechselt die AG-Leitung entsprechend.
3. 2026 – Städtebauliche Qualifizierung
Werkstattverfahren wird durchgeführt
Am 21. Januar 2026 fassen Potsdams Stadtverordnete mit großer Mehrheit einen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 188 „Universitätscampus Brauhausberg“. Damit ist der Weg zum Einstieg in das formale Verfahren eröffnet und das Werkstattverfahren kann beginnen. Am 24. Januar 2026 findet eine öffentliche Begehung des Areals statt. In einer öffentlichen Veranstaltung am 29. Januar 2026 werden erstmals mehrere städtebauliche Varianten für das Areal vorgestellt und von Interessierten aus Stadt und Gesellschaft an Thementischen diskutiert.
In zwei nicht öffentlichen Werkstatt-Terminen im Februar und April 2026 werden die städtebaulichen Varianten mit der Universität, Studierenden, den Grundstückseigentümern, der Hasso Plattner Foundation, Vertreter*innen des Landes Brandenburg, der Potsdamer Stadtverordnetenversammlung und der Verwaltung weiter diskutiert und Vorzugsvarianten festgelegt. Nach Abschluss der Werkstätten wird das Ergebnis im Juni 2026 öffentlichen vorgestellt und die Einsicht in den finalen städtebaulichen Entwurf ermöglicht.
Gleichzeitig findet im Juni und Juli 2026 ein Ideenwettbewerb zur Gestaltung des Dachs und Turms des denkmalgeschützten Bestandgebäudes des ehemaligen Landtags statt. Bei diesem komprimierten Werkstattverfahren werden mehrere Varianten von ausgewählten Büros entwickelt und eine belastbare Entscheidungsgrundlage geschaffen für die Nutzung zusätzlicher Potenziale im Bestandsgebäude unter Berücksichtigung der funktionalen, denkmalfachlichen und technischen Anforderungen.
4. 2026 – Formalisierung
B-Plan wird erstellt und Bauträgervertrag wird unterzeichnet
Für das Bebauungsplan-Regelverfahren sowie für das Nutzungsplan-Änderungsverfahren wird ein Erschließungs- und Mobilitätskonzept für den neuen Campus ausgearbeitet. Begleitend werden Gutachten eingeholt zu den Themen Denkmalschutz, Artenschutz, Trinkwasserschutz, und Regenwasserbewirtschaftung.
In mehreren Interationsschleifen wird die funktionale Leistungsbeschreibung ausgearbeitet, die als Grundlage für den Bauträgervertrag zwischen BLB und dem ausgewählten Dienstleister dient. Darin werden die wesentlichen Rahmenbedingungen für die Bereiche Planung und Bau definiert. Die Anforderungen und Qualitäten basieren auf den genehmigten Angaben der Projektbeteiligten Hasso Plattner Foundation (HPF), des Brandenburgischen Landesbetriebs für Liegenschaften und Bauen (BLB) und der Universität Potsdam (UP). Die Unterzeichnung des Bauträgervertrags wird begleitet durch eine öffentliche Veranstaltung, bei der die Kooperationspartner und Projektbeteiligten die Baupläne, die Campusgestaltung und das Erschließungskonzept vorstellen und weiteres Feedback von den Universitätsmitarbeitenden, Studierenden und der breiten Öffentlichkeit einholen.
5. 2027 – Bauumsetzung
Sanierung & Ausbau des Alten Landtags beginnen
Nach Veröffentlichung der Entwürfe und Beteiligung der Öffentlichkeit sowie Behörden und Träger öffentlicher Belange beschließt die Stadtverordnetenversammlung per Satzung das Bebauungsplan-Regelverfahren und per Feststellungsbeschluss das Nutzungsplan-Regelverfahren. Anschließend werden die Bauanträge eingereicht und geprüft. Nun kann der BLB gemeinsam mit dem ausgewählten Dienstleiter den Bau sukzessive beginnen. Gestartet wird mit der Sanierung und dem Ausbau des unter Denkmalschutz stehenden ehemaligen Landtagsgebäudes. Nach und nach werden neue Gebäude auf dem Brauhausberg errichtet. Diese bieten Raum für zentrale Hörsäle und Seminare, studentisches Wohnen, Mensa, Rechenzentrum und Bibliothek, wissenschaftliche Einrichtungen, Verwaltung sowie Lern- und Aufenthaltsräume für Studierende.
Alle Gebäude und Außenanlagen werden für Menschen mit unterschiedlichen Behinderungen zugänglich und nutzbar gemacht. Die Außenanlagen werden begrünt, sodass sich eine angenehme Begegnungs-, Verweil- und Lernatmosphäre entsteht. Um den Campus herum wird der Grüngürtel erhalten und der Boden auf dem Campus weist eine Regenwasserversickerung von 100% auf. Insgesamt steht bei der Campusentwicklung der Aspekt der ökologischen und sozialen Nachhaltigkeit neben der Nutzerfreundlichkeit stark im Zentrum.
6. 2031 – Einweihung
Neuer Campus nimmt den Betrieb auf
Der neue Campus am Brauhausberg wird mit einem Richtfest eingeweiht, zu dem die Projektpartner sowie Gäste aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft eingeladen werden. Nach und nach wird eine kulturelle und soziale Aktivierung des Campus umgesetzt sowie die Einbindung in das bestehende städtische Umfeld angestrebt. Ziel ist es, einen modernen, zukunftsorientierten Campus entstehen zu lassen, welcher die Entwicklung Potsdams als Wissenschaftsstandort sowie das selbstbestimmte, forschende und praxisnahe Lernen fördert.