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Forschungsschwerpunkte

Drei der insgesamt vier universitären Forschungsschwerpunkte oder auch Research Focuses sind an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät mit einer Laufzeit von zunächst drei bis fünf Jahren angesiedelt.

Erdwissenschaften

Die Erdwissenschaften sind traditionell einer der leistungsstärksten Bereiche in Forschung und Lehre an der Universität Potsdam. Anknüpfend an die 150-jährige Tradition geowissenschaftlicher Forschung in Potsdam hat sich der universitäre Bereich in den vergangenen Jahren zu einem wichtigen internationalen Zentrum entwickelt. Basis hierfür ist die konsequente Verfolgung inter- und transdisziplinärer Ansätze in Forschung und Lehre, die enge Zusammenarbeit mit außeruniversitären Forschungseinrichtungen sowie eine starke internationale Vernetzung. Dem Forschungsbereich gehören heute insgesamt 23 eigenständige Arbeitsgruppen, 4 Nachwuchsgruppen, 26 gemeinsame Berufungen sowie weitere assoziierte Wissenschaftlergruppen an. Übergeordnetes Thema des Forschungsbereiches ist die Analyse des Systems Erde-Mensch in seinen unterschiedlichen Facetten, den Wechselbeziehungen interner und externer Prozesse und deren Bedeutung für unsere Gesellschaft. Inhaltliche Schwerpunkte der Forschung sind die Bereiche Geomaterialien und Ressourcen; Erdoberflächenprozesse; Naturgefahren, Risiken und Geogovernance; Hydrologie und Klimawirkung; sowie die Wechselbeziehungen der Geo- und Biosphäre.

Nahaufnahme Spinne im Netz

Funktionelle Ökologie und Evolutionsforschung

Die Frage nach den Folgen des globalen und regionalen Wandels für ökologische Systeme und natürliche Ressourcen über ökologische und evolutionäre Zeitskalen gewinnt im 21. Jahrhundert zunehmend an Dringlichkeit. Ziel unserer Forschung ist es, Mechanismen und funktionelle Zusammenhänge in Ökologie und Evolution kausal zu verstehen um Vorhersagen über zukünftige Veränderungen der Biosphäre unter alternativen Klima- und Nutzungsszenarien ableiten zu können. Hierbei stehen analysierende und quantitative Ansätze der modernen Ökologie und Evolutionsforschung im Mittelpunkt, die neben einem experimentellen bzw. empirischen Hintergrund eine starke theoretische und modellierende Basis haben.
Die Universität Potsdam besitzt als eine der wenigen Universitäten Deutschlands eine kritische Masse von Wissenschaftlern, um den unterschiedlichen Facetten dieser zentralen Fragen mit einer Kombination aus modernen ökologischen und evolutionären Ansätzen wissenschaftlich fundiert nachzugehen. Forschenden und Studierenden steht eine umfangreiche moderne Infrastruktur zur Verfügung, die von Experimentierflächen im Freiland (einschließlich einer Feldstation in Gülpe, großer Gehegeanlagen und Glashäuser) über moderne ökologische und evolutionsbiologische Laboratorien bis zu einer Next-Generation-Sequencing-Illumina-Plattform reicht und auch umfängliche Computerressourcen für Modellierung und bioinformatische Datenanalyse mit einschließt.

Pflanzengenomforschung und Systembiologie

Kulturpflanzen stellen eine zentrale Grundlage unserer Ernährung und neuerdings auch unserer Energieversorgung dar. Sie dienen in vielfältiger Hinsicht auch als Lieferanten nachwachsender Rohstoffe für unterschiedlichste technische Anwendungen. Pflanzen unterliegen dabei aufgrund ihrer Standortgebundenheit in besonderer Weise Umwelteinflüssen. Verschiedene Parameter, wie z. B. Temperatur, Licht und UV-Einstrahlung, Trockenheit und andere damit assoziierte Umweltparameter beeinflussen in vielfältiger Weise das pflanzliche Wachstum und somit deren Ertragsleistung. Nur die genaue Kenntnis des pflanzlichen Stoffwechsels auf molekularer und biochemischer Ebene, der für das Pflanzenwachstum unter verschiedenen Umweltbedingungen verantwortlich ist, erlaubt die Steigerung der Effizienz von Wachstum, von technischen Prozessen sowie die Herstellung neuer Produkte mit neuen Eigenschaften. Mit den rund um dieses Forschungsgebiet gewonnenen Kenntnissen können so natürliche Ressourcen geschont und Bedürfnisse gedeckt werden, ohne die Umwelt übermäßig zu belasten.

Im universitären Forschungsschwerpunkt „Systembiologie und Pflanzengenomforschung" arbeiten daher Forscher gezielt an Projekten entlang der komplexen Wertschöpfungsketten moderner Genomforschung und moderner Biotechnologie an der Lebensbasis Pflanze.
Dabei arbeiten Wissenschaftler der Fachbereiche Mathematik, Informatik, Chemie und Biochemie eng miteinander. So werden die im großen Umfang gewonnenen Profildaten z. B. mittels bioinformatischer Verfahren ausgewertet und in einem multidisziplinären und iterativen Prozess am Standort Golm bis zu einer Optimierung der Ergebnisse bearbeitet.
Kennzeichnend für den universitären Forschungsschwerpunkt „Systembiologie und Pflanzengenomforschung“ ist nicht nur die durch gemeinsame Forschungsprojekte und Lehrveranstaltungen enge Vernetzung innerhalb der Fachbereiche, sondern vor allem auch die langjährigen guten Beziehungen zu außeruniversitären Institutionen und Unternehmen im regionalen und überregionalem Umfeld.
Durch diese engen Kooperationen konnten in den letzten Jahren mehrfach und sehr erfolgreich Drittmittel (Projekte) bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), beim Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und bei der Europäischen Gemeinschaft (EU) eingeworben werden.