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University of Mississippi 2015/16

Nach den Auswahlgesprächen wurde mir die Möglichkeit unterbreitet, dank reduzierter Studiengebühren und mittels Auslandsbafög an der University of Mississippi zu studieren. Meine Bewerbung wurde daher gleichzeitig mit denen meiner Kommilitonen innerhalb der Hochschulpartnerschaft eingereicht.

Die Unterlagen umfassten das Online-Formular, eine Kopie des Reisepasses, eine Notenübersicht, Nachweise über Sprachkenntnisse (Bestätigung vom Zessko) sowie über genügend finanzielle Mittel seitens der Bank. Des Weiteren sind die Zahlungsbestätigung der Bewerbungsgebühr von $50 und erste Kurswünsche einzureichen.

Die Krankenversicherung haben wir ebenfalls en bloque bei der HanseMerkur geregelt und konnten so die teuren, universitären Programme umgehen.


Studienfach: Economics

Aufenthaltsdauer: 08 /2015 – 12 /2015

Gastuniversität: University of Mississippi

Gastland: USA

Bereits in der Vergangenheit hatte es gravierende Schwierigkeiten mit der Kommunikation zwischen Potsdam und Oxford gegeben. Trotz des frühen Einreichens der Unterlagen und mehrmaligen Nachhakens des AAAs und uns Austauschstudenten selbst, erreichte uns die endgültige Zusage einen Monat vor Programmbeginn. Die Unterlagen für das Visum kamen gerade rechtzeitig, um das Visum drei Tage vor geplantem (und gebuchtem) Flug entgegenzunehmen. Da ich durch meine verlängerte Reisezeit nach dem offiziellen Anreisetermin eintraf, erwartete mich in Memphis ein universitärer Shuttlebus, der letztlich ohne Aufpreis gestellt wurde.

Ähnlich ärgerlich stellte sich die Kommunikation mit dem Apartmentkomplex University Trails dar, wo ich eine verbindliche Zusage bereits im April bekommen hatte. Die zuständigen Mitarbeiter waren bei meiner Ankunft bereits entlassen und keine Unterlagen vorhanden. Erst nach Vorlage meiner Bestätigung wurde mir das Zimmer übergeben, jedoch war das gewünschte Apartment bereits vergeben, was die Mietkosten zusätzlich erhöhte. Es besteht ebenfalls die Möglichkeit, direkt über die Universität zu buchen, was den Aufwand erleichtert, sich aber in einer wiederum verteuerten Miete niederschlägt.

Studienfach: Economics

Aufenthaltsdauer: 08 /2015 – 12 /2015

Gastuniversität: University of Mississippi

Gastland: USA

Studium an der Gastuniversität

Durch ein vorheriges Auslandssemester war ich bereits auf das „verschulte“ System vorbereitet und hatte keine größeren Schwierigkeiten, obwohl ich nur zwei der gewünschten Kurse erhalten hatte, die über meinem Studienniveau eingeordnet waren. Die Anforderungen waren klar gestellt, jedoch war die Notengebung nicht vollkommen transparent. Dies stellte allerdings kein Problem dar, weil Noten unterhalb des Durchschnitts die Ausnahme sind. Dennoch sollte man den Aufwand nicht unterschätzen, wenngleich eine Sanktionierung in niedrigeren Kursen eher unüblich ist.

Das Studienklima empfand ich als generell gut, wobei sich dies in den Kursen sehr unterschied. Ist bei PhD-Kursen der Kontakt zu den anderen vier Leuten automatisch gegeben, sind die größeren Kurse für die Undergraduates wohl eher mit der gymnasialen Mittelstufe zu vergleichen. Insbesondere die Dominanz der (fast ausschließlich weißen) Verbindungen ist für Ausländer deutlich sichtbar und repräsentiert den gesellschaftlichen Umgang. Trotz allem findet man als Austauschstudent immer Unterstützung und Anschluss.

Abgesehen von den Thanksgiving-Ferien und der späten Öffnungszeit am Sonntag lässt die Bibliothek, und auch das unieigene Sportzentrum im Turner Center, wenig Wünsche offen.

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Wer schon einmal ein Auslandssemester absolviert hat, kennt meist die Blase aus internationalen Studenten, die in der gleichen Situation stecken. Dies ist auch vorherzusehen, wenn sämtliche Kommilitonen aus dem Ausland kommen und im selben Wohnheim wohnen. Auf Grund der gemachten Erfahrung reiste ich nach den Informationsveranstaltungen an und besuchte gezielt amerikanische Gruppen. So war ich fast nur mit Amerikanern unterwegs und hatte so einen besseren Eindruck in die amerikanische Gesellschaft und Gepflogenheiten.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Meine Kurse bestanden fast ausschließlich aus Nichtmuttersprachlern (manchmal inklusive Professor), sodass ich hier keine nennenswerte Verbesserung beobachtet habe. Dafür hat sich das Hörverständnis des Südstaatenslangs drastisch erhöht.

Wohn- und Lebenssituation

Wer die Wohnsituation in Potsdam und Umgebung kennt, kann sich auf ähnliches in Oxford gefasst machen. Die Mietpreise und Lebenshaltungskosten sind in den vergangenen Jahren rapide gestiegen. Für die Dauer eines Semesters hat man eigentlich nur eine Option, die University Trails und zahlt $530 kalt. Trotz des hohen Preises und gleichzeitig miesem Service ist dies die günstigste Option, sonst muss man sich um einen Nachmieter kümmern. Wer länger bleibt, sollte eine private Unterkunft, möglichst in Nähe des Squares, erwägen. Die Lebenshaltungskosten liegen oberhalb der in Berlin und Brandenburg üblichen. Insbesondere frische Lebensmittel und Alkoholika sind deutlich teurer als bei uns. Auf dem Campus gibt es einen Foodcourt, den Rebel Market, dessen vielfältiges Essen gut und einigermaßen günstig ist. Ich selbst habe das Kochen aus Preis- und Geschmacksgründen meist vorgezogen.

Da die anderen Austauschprogramme ihre Mietverträge über die Uni abschließen, wohnen ca. 80% aller Austauschstudenten im selben Komplex. Die Wohnsituation und die individualisierte Lebensweise erleichtert sicherlich das Zusammensein in der großen deutschen Gruppe. Ausländische Studenten sind zumeist aus Japan, China und Korea, jedoch erleichtern deren Englischkenntnisse häufig nicht die Kommunikation. Auch der Altersunterschied zu den meisten Kommilitonen ist offensichtlich, stellt aber kein größeres Problem dar. I. Allg. kann sich der Mitteleuropäer mitunter recht fremd fühlen, da es relativ ruhig und verschlossen zugeht.

Ein großes Manko ist der ÖPNV, denn der letzte Bus fährt bereits um 21 Uhr und Fahrräder sind nachts nicht ratsam. Da dies aber auch allen bekannt ist, kann man einfach seine Kommilitonen fragen oder eines der zahlreichen Mitfahrangebote von Kirchen und sonstigen Organisationen annehmen. Auch sonst zeigt sich hier die viel gepriesene Gastfreundlichkeit. Wer es richtig anstellt, kann zwanglos zumindest jeden zweiten Tag eine kostenlose Mahlzeit bei einer kirchlichen Gruppierung erhalten, häufig auch direkt am Wohnheim.

Oxford gilt als eine der besten Collegestädte der USA und bietet sehr gute Sportangebote. Die Intramurals bieten für jeden gute Aktivitätsmöglichkeiten, das Fitnesscenter hat ebenfalls ein Schwimmbecken und generell ist Sport, insbesondere Collegefootball, omnipräsent. Die Spiele der Ole Miss Rebels im Stadion oder beim Tailgate auf dem Campus zu verfolgen, ist das Highlight der Woche. Die klassischen Ausgehmöglichkeiten wie Bowling, Kino und Schießstand sind ohne Auto nur schwer zu erreichen, ähnliches gilt für die Bars rund um den Square. Das Ausgehen unterscheidet sich nicht nur preislich, die rigorosen Gesetze führen zu vielen Haus- und Verbindungspartys, eine richtige Tanzfläche bieten nur wenige Bars. Wer möchte, kann am Heimspiel- Wochenende auch bis zu $50 für den Eintritt in Sportsbars zahlen.

Dennoch sind Oxford und Mississippi recht übersichtlich, weitere Fahrten lohnen sich nach Memphis, Nashville und New Orleans. Reisen werden außerdem vom Study Abroad Office und Ole Miss Outdoors angeboten, wobei man auf eigene Faust günstiger wegkommt. Wer finanziell und zeitlich ungebunden ist, kann ebenfalls die Thanksgiving-Ferien für einen ausgiebigen Urlaub verwenden.


Rückblick

Trotz der zahlreichen Widrigkeiten, insbesondere im Vorfeld, hat mir die Zeit in Mississippi gut gefallen, insbesondere das Studium und die Südstaaten-Erfahrung an sich. Mit Vorwissen und etwas Improvisation lassen sich die vorhandenen Probleme verringern.Trotz der zahlreichen Widrigkeiten, insbesondere im Vorfeld, hat mir die Zeit in Mississippi gut gefallen, insbesondere das Studium und die Südstaaten-Erfahrung an sich. Mit Vorwissen und etwas Improvisation lassen sich die vorhandenen Probleme verringern.

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