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Universidad de Zaragoza 2011/12

Nachdem ich mich dazu entschlossen hatte, ein Erasmusjahr zu machen, stand für mich schnell fest, dass es nach Spanien gehen sollte. Ich sah darin die Möglichkeit einen anderen Unialltag kennenzulernen und gleichzeitig eine neue Sprache zu erlernen. Als Ansprechpartner stand Prof. D’Aprile, der Koordinator der Historischen Fakultät, bei allen Fragen zur Verfügung, sodass alle offen Fragen schnell beantworten werden konnten und so fiel meine Entscheidung auf die Universidad de Zaragoza. An der Uni Potsdam stand die Tür des AAA immer offen und es gab eine Erasmusveranstaltung in der alle Fragen geklärt werden konnten. Nach meiner Bewerbung am Institut und der darauffolgenden Annahme, nahm die Universidad de Zaragoza Kontakt mit mir auf und sendete mir einen Zugangscode, welcher es mir ermöglichte mich im Internet „zu bewerben“. Danach bekam ich einen Bestätigungsbrief der Universidad de Zaragoza mit allen wichtigen Daten.


Studium an der Gastuniversität

Studienfach: Geschichte und Politik und Verwaltung

Aufenthaltsdauer: 09 /2011 – 07 /2012

Gastuniversität: Universidad de Zaragoza

Gastland: Spanien

Alle wichtigen Dinge zur Universidad de Zaragoza findet man im Internet. Beim Vorlesungsverzeichnis muss man genau aufpassen in welchem Semester der Kurs stattfindet da es am Anfang des Jahres gleich für beide Semester herauskommt. Es lohnt sich, verschiede Kurse erst ein Mal probeweise zu besuchen, um heraus zu finden welche Kurse und Professoren einem am ehesten zu sagen. Als Erasmusstudent hat man das Privileg alle Kurse frei zu wählen, auch Fächerübergreifend. Die Professoren sind im Bezug auf die Erasmusstudenten sehr sympathisch und entgegenkommend. Klausuren sind etwas anders aufgebaut als bei uns und für externe Stundeten nicht immer leicht, da es einfach eine andere Art der Prüfung ist und die Sprach oft ein Hindernis ist. Es lohnt sich „el Trabajo Cuntinual“ zu machen, welche von vielen Professoren angeboten wird. Hier müssen zwar einige Dinge, wie Hausarbeiten, Interpretationen oder Eassys über das Semester verteilt abgeben werden, aber die Chancen für ein besseres Abschneiden steigen. Das Lernklima in den Seminaren ist sehr familiär (es kann passieren, dass man auf seine neue Frisur angesprochen wird, oder ein Outfit kommentiert wird) - in den Vorlesungen ist es jedoch vergleichbar mit dem unsrigen. Die Spanier bekommen einen fertigen Stundenplan und oft werden die Kurse morgens und mittags angeboten. Ein Kurs geht meistens nur eine Stunde, dafür findet er drei Mal die Woche statt. Das Auslandsamt war immer hilfsbereit, sowie der Koordinator für Geschichte ebenfalls. Die Bibliothek ist sehr neu und man kann dort gut arbeiten. An PCs und Kopierstellen mangelt es leider etwas und es gibt hin und wieder ein Steckdosenproblem. 

Studienfach: Geschichte und Politik und Verwaltung

Aufenthaltsdauer: 09 /2011 – 07 /2012

Gastuniversität: Universidad de Zaragoza

Gastland: Spanien

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Da in Spanien die meisten Erasmusstudenten sind, sind die spanischen Studenten an die Situation gewöhnt, dass viele ausländische Studenten in den Kursen sitzen. Wenn man nicht selbst die Initiative ergreift, bekommt man nur schwer Kontakt zu ihnen. Allerdings sind sie sehr hilfsbereit, wenn man sie darum bittet und geduldig. Ebenfalls ist es empfehlenswert mit Spaniern zusammen zu leben. Und es besteht immer und überall die Möglichkeit jemanden beim Weggehen oder einfach auf der Straße kennen zu lernen. Tandem empfiehlt sich auch. Es gibt die Erasmusstudentenorganisation ESN (wie auch in Potsdam) und Aegee. Diese bemühen sich sehr um die Erasmusstudenten und sie werden von Studenten aus Zaragoza geleitet. Die beiden genannten Organisationen bieten ein umfangreiches Programm an - Kino, Tandem, Parties, Ausflüge in und rund um Zaragoza und das zu einem fairen Preis. Die Organisationen haben jeweils eine Facebookgruppe über die alle Veranstaltungen bekannt gegeben werden. Ihr könnt sie sicher auch schon vor eurer Ankunft kontaktieren und sie werden euch weiter helfen.

https://www.facebook.com/groups/124425957640170/ (ESN) https://www.facebook.com/groups/erasmuszaragoza2011/ (Aegee)

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Da ich vor meinem Aufenthalt kein Spanisch gesprochen habe, hat es sich natürlich so sehr verbessert, dass ich mich inzwischen gut verständigen kann und mittelprächtig in der Uni folgen konnte. Dies ist allerdings ein großes Manko an der Universidad de Zaragoza. Sie bieten keine obligatorischen Sprachkurse für Erasmusstudenten an, sondern nur sehr treue Intensivkurse. Diese sind zwar gut, aber drei Wochen -jeden Tag- drei Stunden und dadurch stellt sich keine Kontinuität ein. Es lohnt sich auf jeden Fall Vorkenntnisse zu haben und Spanischkurse an der Uni Potsdam zu besuchen. (Am besten B1)

Wohn- und Lebenssituation

Ich empfehle die ersten Nächte ein Hostel zu buchen. Dort sind meist andere Erasmusstudenten und man knüpft Kontakte. Dieses hier lässt sich empfehlen: Albergue Zaragoza La Posada del Comendador (http://de.hostelbookers.com/hostels/spanien/zaragoza/29952/) Wichtig ist es sich gleich nach der Ankunft eine spanische Handykarte zu besorgen, da diese die Wohnungssuche erleichtert - gute Anbieter sind Happy oder Yoigo Zur Wohnungssuche lässt sich sagen: Tranquilo! 

In Zaragoza stehen viele Wohnungen leer, deshalb ist es nicht schwer ein Zimmer zu finden. Das liegt zum einen daran, dass Spanier prinzipiell keine Wohnungen anmieten, sondern kaufen und zum anderen dass Zaragoza nicht von der Immobilienkrise verschont geblieben ist. Die Zimmer sind fast immer möbliert.

Dennoch wird diese Angst, keine Wohnung zu finden, gerne bei den Erasmusstudenten ausgenutzt und ein zu hoher Preis verlangt. Die Mieten belaufen sich zwischen 200 bis 300 Euro, wobei es unterschiedlich ist, ob Gastos (Nebenkosten, wie Gas, Strom und Wasser) dazu kommen. Es lohnt sich auf jeden Fall nicht die erst beste Wohnung zu nehmen und sich mehr als zwei anzusehen, um einen Vergleich zu haben. Wohnungen kann man über die Internetseite der Uni finden (meistens geben die Leute nur Handynummern an) und auch auf dem Campus (Francisco) werden am schwarzen Brett viele Wohnungen ausgehängt. Als gute Wohngegenden lassen sich das „Casco Antigua“ (Altstadt) und die Gegend um die beiden Uni Campi empfehlen.

Es ist immer gut in eine Wohnung zu ziehen, in der Spanier leben. Nicht nur der Sprache wegen, sondern auch der südländischen Lebensweise wegen.

In Zaragoza wird derzeit fleißig an der Tranvia gebaut, die bis 2013 fertig seien soll. Sonst gibt es ein Bussystem, das recht gut ist. Aber man kann fast alles zu Fuß erreichen. Wie in jeder spanischen Stadt gibt es in Zaragoza viele Bars - gefühlt alle 20 Meter weit. Hier kann ein Kaffee getrunken werden oder schnell eine Kleinigkeit gegessen werden. Im „Casco“ gibt es das „Tubo“ - die sogenannte Tapasmeile der Stadt, welche sich östlich der C\ Alfonso I befindet. Hier bekommt man die besten Tapas der Stadt und kann die viel zitierte spanische Tapaskultur in voller Blüte erleben. Besonders zu empfehlen, die Bar „Champi“, welche ausschließlich, besonders leckere und auch bei Spaniern beliebte Pilztapas im Angebot hat. Westlich der C\ Alfonso, welche die Haupteinkaufstraße in der historischen Altstadt ist, befindet sich die Partyzone; auch schlicht „Casco“ genannt, in der man auf „klassiche“ spanische „Partykultur“ mit billigen Drinks und eingeschränkter Musikauswahl trifft.

Wer an Shoppen denkt, sollte sich eher im „Centro“ bewegen, Paseo Independencia bis zum „Paseo de las Damas“ auf dem sich der Indietexkonzern (Zara, Pull & Bear, Bershka, Zara Home… ) eingemietet hat.


Rückblick

Ich würde Erasmus immer gleich wieder machen. Ein Jahr an einer anderen Uni hat mir viel gebracht. Ich habe eine neue Sprache gelernt, viele neue Menschen kennengelernt und einen anderen Unialltag. Ich kann jedem nur empfehlen dies auch zu tun. Gerade für Geschichtsstudenten ist es interessant einen anderen Blickwinkel auf Geschehnisse der Geschichte aller Jahrhunderte zu bekommen. Als Tipp: Vorkenntnisse der Sprache sind von großem Vorteil. Da man sich schneller und besser zu recht findet und dies einem den Start erleichtert. Ich habe Zaragoza als eine sehr angenehme Stadt empfunden. Nicht zu groß und nicht zu klein. Man findet sich sehr schnell zurecht und die Menschen sind sehr hilfsbereit. Man kann viele unternehmen, da die Stadt, dank ALSA (Busgesellschaft: http://www.alsa.es/ ) sehr gut angebunden ist und man in vielen Städten innerhalb von 4 Stunden ist und dies zu einem fairen Preis. Außerdem fliegt Rayenair von Zaragoza nach Sevilla und auf die Kanarischen Inseln.

Ich empfehle jedem viel zu Reisen, um so Land und Leute kennen zu lernen. VIVA ESPAÑA!