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Universidad de Vigo 2014/15

Ich habe mein Sommersemester 2015 in Vigo, der „Metropole“ Galiciens, im Norden Spaniens verbracht. Die Stadt hat etwa 300.000 Einwohner und ist eine Hafenstadt, die glücklicherweise nicht touristisch überlaufen ist. Nur gelegentlich treibt mal ein anlegendes Kreuzfahrtschiff einige tausend Touristen in die Innenstadt. Die Stadt hat ihren ganz eigenen Charme und sowohl Strandliebhaber, als auch Wanderfreunde kommen hier auf ihre Kosten. Ein wesentlicher Bestandteil der besonderen galicischen Kultur sind außerdem kulinarische Köstlichkeiten wie der galicische Pulpo. Das Klima im Norden ist definitiv ein anderes als im Süden Spaniens, denn es regnet immer mal wieder stark. Andererseits ist es früh im Jahr schon sonnig und warm genug, um an den Strand zu gehen. 


Vorbereitung

Studienfach: Germanistik/ Anglistik

Aufenthaltsdauer: 01 /2015 – 07 /2015

Gastuniversität: Universidad de Vigo

Gastland: Spanien

Vorab den Stundenplan zu erstellen, gestaltete sich etwas schwierig, da das Kursangebot recht unübersichtlich und gelegentlich auf Galicisch statt auf Spanisch war und nicht klar daraus hervorging, welcher Kurs im Winter- oder im Sommersemester angeboten wurde. Daher stellte ich vor Ort fest, dass ich viele der vorher gewählten Kurse letztendlich nicht belegen konnte. Die Änderungen waren aber kein Problem und an der Universität Vigo empfehlen die Koordinatoren einem ohnehin, den Stundenplan erst vor Ort zu erstellen.

Außerdem bin ich der Facebook Gruppe von ESN Vigo beigetreten. Auf der Internetseite von ESN Vigo (http://www.esnvigo.org/satellite/) habe ich das Kontaktformular für einen Buddy ausgefüllt, was ich nur jedem empfehlen kann, da er einen vom Flughafen abholt und einem bei der Wohnungssuche hilft. In meinem Buddy habe ich zusätzlich einen guten Freund gefunden. 

Studienfach: Germanistik/ Anglistik

Aufenthaltsdauer: 01 /2015 – 07 /2015

Gastuniversität: Universidad de Vigo

Gastland: Spanien

Anfahrt

Vigo verfügt über einen Flughafen, zwei Zugbahnhöfe und einen Busbahnhof. Somit kann man natürlich direkt nach Vigo fliegen, was aber in der Regel wesentlich teurer ist. Daher empfehle ich beispielsweise nach Santiago de Compostela oder Porto zu fliegen und von dort mit dem Bus oder dem Zug nach Vigo weiterzufahren.

In Santiago muss man zunächst einen Shuttlebus vom Flughafen zum Busbahnhof bzw. Zugbahnhof (bis Est. Ferrocaril) nehmen, der 3 Euro kostet. Die Tickets kauft man im Bus, die Zeiten einsehen kann man hier: http://www.empresafreire.com/html/castelan/seccion0.php. Der Bus nach Vigo kostet dann noch einmal um die 10 Euro.

Für den Bus von Porto nach Vigo zahlt man 12 Euro und er kann hier gebucht werden: http://www.autna.com/.

Alle Tickets und Zeiten für die Züge sind hier zu finden: http://www.renfe.com/

Unterkunft

Ich hatte das Glück meine WG schon vor der Ankunft über die Facebook-Seite von ESN gefunden zu haben. Alle anderen haben sich ihre Unterkunft jedoch vor Ort gesucht, was in der Regel kein Problem darstellt, vor allem, da einem die Buddies helfen, die einem von der Universität zur Seite gestellt werden. Man kann ebenso im Studentenwohnheim der Universität Vigo wohnen, es muss aber beachtet werden, dass sich die Uni nicht im Zentrum von Vigo befindet und man so an den Wochenenden etwas abgeschnitten vom Geschehen ist. Ich habe mit zwei Spaniern und einer Italienerin zusammengewohnt, was essentiell für die Verbesserung meiner Spanischkenntnisse war. Wir haben von Anfang an viel miteinander unternommen und hatten insgesamt ein sehr gutes Verhältnis. In der Wohnung gab es zwei Bäder und ein großes Wohnzimmer mit Meerblick und ich habe dort monatlich 200 Euro (Nebenkosten bereits inklusive) bezahlt, was etwa im Durchschnitt lag, für den Preis aber einen hohen Wohnstandard bat. 

Universitätsleben

Die Universität Vigo liegt etwas außerhalb des Zentrums und ist von dort aus mit dem Bus in 20 – 40 Minuten zu erreichen. Da sie etwas erhöht auf einem Berg liegt, ist es dort auch immer etwas kühler. Ich habe an der Fakultät für Übersetzung und Philologie studiert. Zu Beginn des Semesters gab es ein Begrüßungs- und Einführungstreffen, was für organisatorische Abläufe, wie beispielsweise die Immatrikulation etc., hilfreich war. Wie bereits erwähnt, kann man seine Kurswahl noch bis ca. 5 Wochen nach Semesterbeginn ändern und sich so ein Bild von den Kursen machen, was ich auch genutzt habe. Bis zu der endgültigen Auswahl kann man sich jedoch nicht immatrikulieren und hat somit bis dahin auch keinen Zugriff auf jegliche Kursmaterialien im Online-Portal der Universität. Außerdem gibt es Professoren, die es nicht so gerne sehen, wenn man dem Kurs erst später beitritt. Im Großen und Ganzen waren die Professoren aber, abgesehen von ein paar Ausnahmen, verständnisvoll und hilfsbereit.

Mit den einheimischen Kommilitonen in Kontakt zu kommen, erschien mir anfangs schwieriger als normalerweise in der Freizeit. Meine Klassen waren aber meist relativ klein und spätestens durch Gruppenarbeiten lernt man die Mitstudenten dann doch näher kennen und auch sie waren durchweg freundlich und immer gewillt, einem bei Fragen oder Problemen weiterzuhelfen. 

Freizeit

ESN organisiert generell viele Freizeitaktivitäten, Parties und Wochenendtrips. Daher ist es sinnvoll sich gleich zu Beginn eine ESN-Card im Büro in der Universität ausstellen zu lassen, da man auf diese Weise viele Ermäßigungen und freien Eintritt in einige Clubs erhält. Auf diesen Veranstaltung lernt man vor allem die anderen Austauschstudenten besonders leicht kennen. Da ich diese jedoch in den ersten Wochen vor Ort noch nicht kannte, habe ich zu Beginn auch ein paar Kontakte zu Spaniern geknüpft und mein Freundeskreis war dadurch gut durchmischt.

Bereits Ende Februar waren die Temperaturen manchmal so warm, dass man schon an den Strand gehen konnte, jedoch natürlich ohne im eiskalten Pazifik zu baden. 'Samil' ist der größte und populärste Strand und befindet sich etwa 20 – 30 Minuten mit dem Bus vom Stadtzentrum entfernt. Ein weiterer Strand, 'Patos', eignet sich noch dazu besonders gut zum Surfen, ist aber noch einmal eine knappe halbe Stunde weiter weg. ESN organisiert dort regelmäßig Surfstunden. Falls man ein Auto hat, gibt es die Küste entlang natürlich noch viele weitere tolle Strände zu entdecken.

Außerdem kann man sich die Zeit sehr gut am Hafen, in der Altstadt, seinen Bars, Cafés und Restaurants und den Einkaufszonen vertreiben.

Ein besonderes Highlight sind selbstverständlich die Islas Cies, ein Naturschutzgebiet, das vor der Küste Vigos liegt. Man erreicht sie vom Hafen aus mit der Fähre in einer halben Stunde und die Fahrt kostet je nach Saison zwischen 8 und 18 Euro. Dort erwarten einen weiße Sandstrände und kristallklares Wasser, sowie ein toller Ausblick vom Leuchtturm.


Fazit

Alles in allem kann ich Vigo nur jedem als Austauschziel empfehlen, denn ich war durchweg begeistert. Außerdem bietet die Stadt eine gute Möglichkeit seine Spanischkenntnisse zu verbessern, da man dort mit Englisch oftmals nicht weit kommt. Es war spannend in die galicische Kultur einzutauchen und zu lernen, dass Spanien nicht gleich Spanien ist. Mir hat es besonders gefallen, eine relativ unbekannte Stadt neu zu entdecken, die ich sonst auf diese Weise vermutlich nie kennengelernt hätte. Außerdem war die Größe der Stadt für einen Austausch angenehm, weil man so mit den anderen Austauschstudenten immer in Kontakt blieb, da man sich in den Bars und dergleichen wiedergetroffen hat und sich nicht in der Anonymität einer Großstadt verloren hat. Dadurch waren alle Erasmus-Studenten eine eingeschworene Gruppe und man hat die Zeit nicht immer nur mit seinen engsten Freunden verbracht. Das einzig wirklich Negative war, dass ich nicht gleich zwei Semester dort verbracht habe.