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Universidad de La Laguna 2012/13

Zur Vorbereitung seines Auslandsaufenthaltes sollte man sich als erstes Broschüren und Prospekte holen und durchlesen, die beim Akademischen Auslandsamt erhältlich sind. Auch die Informationsveranstaltung kann ich nur empfehlen, um schon mal einen Eindruck zu bekommen, was auf einen zukommt. Aber man sollte sich unbedingt rechtzeitig bewerben und immer die jeweiligen Fristen einhalten. Die entsprechenden Formulare für die Bewerbung findet man auch hier:

www.uni-potsdam.de/studium/ausland/forms/erasmus.html

Die Bewerbung an der Gasthochschule läuft am Anfang sehr einfach ab und die Uni Potsdam übernimmt dankenswerterweise den größten Teil. Wenn man erst einmal den Platz sicher hat, spricht man sich am besten mit der hiesigen Koordinatorin Stefanie Wagner ab und findet dann selber heraus, was nun noch alles zu tun ist. Dafür habe ich die Internetseite von meiner Gastuniversität mehrmals gelesen und auch Korrespondenz mit mehreren Koordinatoren aufgenommen. Nicht zögern und einfach anschreiben und nachfragen. Die meisten dort sind sehr nett und hilfsbereit. Auf dieser Internetseite findet man fürs erste alle nötigen Informationen:

www.ull.es/view/institucional/ull/Alumnos_entrantes/es

Direkt nach der Ankunft bin ich dann in das International Office gegangen (Calle Viana 50). Man muss sich dort anmelden und mit Javier Darias Ossorio (orincom@ull.nomorespam.es) sprechen, der einem alle weiteren Fragen beantworten kann.


Universitätsleben

Studienfach: Kulturwissenschaft und Spanische Philologie

Aufenthaltsdauer: 09 /2012 – 03 /2013

Gastuniversität: Universidad La Laguna

Gastland: Spanien

Die Kurse und Seminare kann man sich weitestgehend selbst aussuchen. Man muss nur darauf achten, dass sie sich nicht überschneiden. Denn jeder Kurs ist in zwei Theoriestunden und eine Praxisstunde aufgeteilt und das auf die ganze Woche verteilt. So sind Überschneidungen vorprogrammiert. Aber nicht verzweifeln und auch mit den Dozenten sprechen, die einem manchmal auch noch Tipps zur Stundenplangestaltung geben können. Und vor allem einheimische Studenten fragen, ob der Kurs für Erasmusstudenten überhaupt machbar ist. Oft sagen Dozenten, es wäre kein Problem, aber haben noch nie einen Erasmusstudenten ihre Kurse bestehen lassen. Es ist auch kein Problem, das Learning Agreement noch einmal zu ändern. Das ist nur mal wieder ein kleiner Papierkrieg, aber daran muss man sich in Spanien generell gewöhnen. Wichtig ist, dass man noch nicht in der Uni eingeschrieben sein darf. Also erst einmal alle Kurse auswählen und dann erst immatrikulieren (Solicitud de matricula).

Unter Asignaturas findet man die jeweiligen Seminarangebote für das aktuelle Semester mit den entsprechenden Leistungsanforderungen, Zeiten, Sprechstunden der Professoren und Emailadressen:
http://filesp.webs.ull.es/index.htm

Das Niveau in der Uni scheint zuerst recht niedrig, aber in den Klausuren und Prüfungen wird einiges abverlangt. Mit manchen Professoren lässt sich noch reden und man kann Hausarbeiten auf Englisch schreiben, doch ich hatte in keinem meiner Kurse den Erasmusbonus und wurde somit wie eine spanische Studentin behandelt. Des Öfteren wurde deswegen auch mein Spanisch bemängelt, was logisch ist, da es nicht meine Muttersprache ist. Deswegen denke ich auch, man sollte sich nicht zu viel vornehmen, sondern nur so viele Kurse belegen, wie man sich auch zutraut. Zu beachten ist auch, dass man mehr Prüfungen hat, als in den meisten Kursen in Deutschland: pro Kurs schreibt man ca. 2 Klausuren, eine zur Halbzeit und eine am Ende des Semesters und dann muss man noch eine praktische Arbeit abliefern, meist in Form einer Hausarbeit.

Das System erscheint mir sehr verschult und die Studenten bleiben meist in dem Klassenverband, in dem sie ihr Studium begonnen haben. Deswegen ist es für ausländische Studenten auch schwer, Freunde an der Uni zu finden, da Grüppchenbildung hier sehr verbreitet ist und kaum ein Interesse an neuen Bekannten besteht. Dennoch sind alle sehr hilfsbereit, wenn man Fragen hat oder wenn man mal was nicht verstanden hat, wird es einem geduldig und ruhig noch einmal erklärt.

Wenn man Spanische Philologie studiert, ist man die meiste Zeit auf dem Campus Guajara, welcher mit dem Fahrrad oder mit der Tram, die La Laguna mit Santa Cruz verbindet, erreichbar ist. Das Campusgelände beherbergt auch die philosophische und geschichtliche Fakultät und ist dementsprechend groß. Die Bibliothek ist auch auf dem Gelände und sehr modern eingerichtet. Zum Lernen ist sie perfekt und man hat immer einen schönen Ausblick auf das grüne Anagagebirge.

Die Universität im Ganzen scheint eher chaotisch. Auf lange Wartezeiten muss man sich überall einstellen, aber egal ob vor dem Sekretariat, auf dem Amt oder an der Supermarktkasse. Außerdem müssen sehr viele Formulare ausgefüllt werden, die alle wieder eine andere Unterschrift benötigen. Die ersten zwei bis drei Wochen ist man also fast nur damit beschäftigt von Büro zu Büro zu laufen, um dann doch oft wieder vor verschlossener Tür zu stehen. Das Leben auf Teneriffa verläuft eben etwas langsamer, sie sind ja auch eine Stunde zurück, und dort will sich auch niemand stressen lassen. Wenn es heute nicht klappt, dann eben morgen. Um sich diese Lebensweise anzueignen, braucht man aber doch eine kleine Eingewöhnungsphase, doch am Ende des Erasmusaufenthalts sieht man das alles viel entspannter.

Studienfach: Kulturwissenschaft und Spanische Philologie

Aufenthaltsdauer: 09 /2012 – 03 /2013

Gastuniversität: Universidad La Laguna

Gastland: Spanien

Wohnungssuche

Ich bin nach Teneriffa geflogen, ohne ein Zimmer zu haben. Man kann sich vorher im Internet ein paar Nummern raus schreiben, doch das muss man nicht. Ich rate allerdings dringend davon ab, ein Zimmer von Deutschland aus zu mieten, ohne es jemals gesehen zu haben. Am besten bucht man sich für die ersten Tage ein Hostel. Entweder im Hostal Berlin (Calle Marcelino Perdomo Reyes, 1, http://www.hostalberlin.es/), welches nicht direkt im Zentrum liegt, wo man aber gleich viele andere Erasmusstudenten auf Wohnungssuche kennenlernt. Oder in der Pension Padrón Castañeda (Calle Nuñez de la Peña, 29, https://plus.google.com/107550896796773488407/about?gl=de&hl=de), welches in Laufnähe zur Altstadt liegt.

Entlang der Avenida Trinidad, der Hauptstraße, an welcher auch die Tram fährt, hängen fast an jeder Laterne und an den Telefonhäuschen Zettel mit Wohnungsangeboten. Ich würde also auch raten, sich direkt in den ersten Tagen eine spanische Sim-Card zu kaufen, da man für die Wohnungssuche viel telefonieren muss. Ich habe den Anbieter Yoigo gewählt, wie die meisten Erasmusstudenten, weil man da auch noch ein Handy dazubekommt.

Und dann nicht zögern und einfach mehrere Leute anrufen und einen Besichtigungstermin ausmachen. Auch nicht gleich das Erstbeste nehmen, weil es viele Wohnungen gibt und immer noch schönere. Generell muss man sich da gar keinen Stress machen. Bisher hat jeder Erasmusstudent immer zeitnah ein Zimmer gefunden. Man kann sich auch mit mehreren zusammentun und eine eigene WG gründen.

Es gibt auch Studentenwohnheime, doch wenn man schnell in Kontakt mit Einheimischen treten will, würde ich eher raten, sich eine WG mit Spaniern zu suchen.

Leben in La Laguna

Das Leben in La Laguna ist ein bisschen langsamer und gemütlicher. Die Geschäfte und Banken haben während der Siesta geschlossen und die Ämter machen danach auch nicht mehr auf. Während der Mittagszeit scheint die Stadt dann wie ausgestorben, erst abends kommt wieder Leben in die Gemüter und die Straßen füllen sich mit Menschen und man bekommt das Gefühl der lebendigen mediterranen lauten Sommernächte. Das Leben spielt sich dann auch mehr auf der Straße als in den Häusern ab. Die Straßencafés sind voll besetzt und oft sind aus feierlichen Anlässen Bühnen in der Stadt aufgebaut und es gibt Livemusik umsonst.

Die jungen Leute treffen sich meistens im Barviertel, um sich dort auf der Straße zu vergnügen und sich zu unterhalten. Kaum einer geht in eine Bar rein, meistens steht man den ganzen Abend eben nur davor auf der Straße.

Kulturbedingt hat La Laguna auch einiges zu bieten, wie zum Beispiel das Aguere Espacio Cultural (Calle Herradores 47), in dem es Theater-, Film- und Konzertaufführungen gibt. Im Café 7 (Calle del Juego, 7) spielen immer wieder kleinere Bands und auch manche Theatergruppe gibt hier Vorstellungen. Neben dem bekanntesten Museum „Museo de la Ciencia“ gibt es noch ein paar weiter kleinere. In Santa Cruz hingegen gibt es noch das TEA –Tenerife espacio de las artes (Avenida de San Sebastián, 10, S/C de Tenerife), welches man als ein modernes Kunstmuseum verstehen könnte.

Santa Cruz de Tenerife und San Cristóbal de La Laguna sind mit einer Tramlinie verbunden. Außerdem fahren viertelstündlich Busse vom Intercambiador in La Laguna in Richtung Santa Cruz. Vom Busbahnhof in La Laguna kommt man mit den Bussen fast problemlos zu allen Enden und Ecken der Insel. Die Fahrpläne sind leicht zu durchschauen und man kann sich im Internet auch jederzeit informieren auf www.titsa.com. Titsa ist die Busfirma. Man kauft sich am besten ein Bonoticket, welches es auch für Studenten gibt. Tickets gibt es an jedem Tramstationsautomaten oder bei den Ticketschaltern im Busbahnhof. Sonst kann man auch beim Einsteigen in den Bus in bar bezahlen, was dann aber teurer ist.

Das Wetter in La Laguna ist immer etwas schlechter oder kälter als auf dem Rest der Insel, da es eben auf einem Berg liegt. Außerdem regnet es ziemlich oft. Der „ewige Frühling“ ist hier also nicht immer zu bemerken, deswegen auf jeden Fall neben den kurzen Hosen auch dicke Winterklamotten einpacken! Denn im Winter kann es schon mal kälter werden, vor allem gefühlt, da die Häuser in der Regel keine Heizungen besitzen und es auch schon mal im Haus kälter sein kann als draußen. Durch den Regen kann es zu einer feuchten Kälte kommen, die einem direkt in den Knochen sitzt und man über Tage nicht mehr richtig warm wird. Es sei denn, man fährt in den (fast immer) sonnensicheren Süden. Zu beachten ist aber auch, dass das Wetter auf den Kanaren immer sehr schnell umschlagen kann.

Sprache und Menschen

Es ist ratsam, wenn man kein Spanisch spricht, vorher auf jeden Fall einen Intensivkurs zu machen. Oder zumindest noch einen Kurs an der Uni oder sich privat einen Lehrer auf Teneriffa suchen. In der Uni wird man sonst einige Probleme bekommen, da der Unterricht auf Spanisch ist und die Dozenten auch keine Rücksicht auf Erasmusstudenten nehmen. Ich habe einen Kurs an der Uni besucht, der mir jedoch nicht gefallen hat, da es für mich reine Wiederholung war. Am meisten lernt man im Kontakt mit den Spaniern. Mein Vokabular hat sich sehr vergrößert, vor allem, da ich mit Spaniern zusammengewohnt habe. Dementsprechend war es für mich auch einfach in Kontakt mit Einheimischen zu kommen. Das kanarische Spanisch unterscheidet sich jedoch vom Schulspanisch, da es viele lateinamerikanische Einflüsse hat. Viele Kanaren nuscheln auch sehr und am Anfang sind sie schwer zu verstehen, da sie zum Beispiel das –s fast immer aspirieren. Man gewöhnt sich aber daran, darf sich aber nicht wundern, wenn man sich am Ende selber einen kanarischen Akzent angewöhnt hat.

Einheimische und Spanier im Allgemeinen sind sehr offen und ich habe viele Freunde gefunden und interessante Persönlichkeiten kennengelernt. Aber auch nur durch gute Sprachkenntnisse kommt man in solche Gruppen, da manche Spanier nie englisch in der Schule gelernt haben und dementsprechend oft nur ihrer Muttersprache mächtig sind. Es hängt immer von einem selber ab, mit welchen Leuten man wie viel Kontakt haben will. Es gibt eine Studentenorganisation namens AURI, die für die Erasmusstudenten Ausflüge und andere Aktivitäten organisiert. Ich habe mich gegen eine Mitgliedschaft entschieden und habe mich auf eigene Faust auf Entdeckungsreisen gemacht. Aber natürlich kann es auch sehr gut sein, um erste Kontakte zu knüpfen, aber eben fast ausschließlich nur mit Erasmusstudenten. Ein paar von ihnen konnten nach dem Erasmusaufenthalt besser englisch, aber ihr spanisch hat sich nicht verändert. Wenn man viel Spaß und Party will, hat man keine Probleme, dort die richtigen Freunde zu finden. Es hängt also von einem selber ab, was man für Ziele hat und mit welcher Motivation man ein Erasmus macht.

Freizeit

Die Insel hat einiges zu bieten, was man anfangs vielleicht erst entdecken muss, aber dann zu schätzen weiß. Es ist in jeder Hinsicht ein Paradies für Sportler. Man kann surfen, tauchen, wandern, klettern, schwimmen, etc. Auch für Extremsportler findet sich einiges, von Puenting über Paragliding zum Barranco klettern. Ich selber habe das Wandern für mich entdeckt, weil man auf diese Weise das natürliche und unberührte Teneriffa entdecken kann, fern von den Touristenströmen und verschandelten Landschaften. Natürlich muss einem klar sein, dass Teneriffa schon lange Urlaubsziel vieler Touristen und der Tourismus somit auch die Haupteinnahmequelle der Insel und ihrer Bewohner ist. Man findet also selten noch wirklich verlassene Orte, sondern nur solche, an denen noch wenig los ist. Das macht der kargen Schönheit dieser Insel jedoch keinen Abbruch.

Der komplette Norden ist eher grün und die Strände sind wild und felsig. Das Anagagebirge ist ein Traum für alle Wanderer, da es jedwede Vegetationszone zeigt, von Nebelwäldern, über Lorbeerwälder und Weinterrassen zu Kakteenfeldern. Die Bergdörfer sind hierbei auch sehr schön anzusehen, zum Beispiel Taganana. Dort in der Nähe ist auch der wunderschöne Strand Benijo, in dessen angrenzenden Ort man auch hervorragend essen kann. Auch im Orotavatal kann man sehr schön wandern, wobei man bei klarem Wetter immer den Blick auf den Teide hat, den größten Berg Spaniens. Einmal da rauf zu fahren ist ein Muss für alle, da die Landschaft hier schon wieder ganz anders aussieht. Sehr karg und auch fremd, da durch jahrelange Vulkanaktivitäten, die Krater und Steine immer wieder verformt und verändert wurden, sodass einzigartige Formen und auch Farben entstanden sind, die teilweise an eine Mondlandschaft erinnern. Ganz im Western liegt das Tenogebirge, was noch sehr unerschlossen wirkt. Man kann bis zum westlichsten Punkt auf den Leuchtturm und dort wunderschöne Sonnenuntergänge anschauen. Der Süden ist eher von Hotels bebaut, aber auch hier findet man sehr schöne Ecken. Die Mascaschlucht ist auf jeden Fall einen Besuch wert und die Felsen von Los Gigantes muss man auch mal gesehen haben. Einer der schönsten Strände, an dem man auch sehr gut wildcampen kann ist La Caleta, aber versteckt und nicht so leicht zu finden zwischen riesigen Golfplätzen. Nicht weit davon entfernt ist El Puertito, ein kleiner Strand, bei dem man gut schnorcheln kann und die Wahrscheinlichkeit sehr groß ist, dass man dort Meeresschildkröten sehen kann. El Médano ist bekannt für viel Wind und deswegen der Hotspot für alle Wind- und Kitesurfer. Der naheliegende Strand La Tejita ist auch mit einer der schönsten Strände, wenn denn eben der Wind nicht überhand gewinnt.

Tipps und Organisatorisches

Ich selber habe keine extra Krankenversicherung abgeschlossen, doch in meinem Umkreis sind viele Leute krank geworden. Gerade die Erasmusstudenten sind das Klima nicht gewohnt und ich habe von einigen gehört, die über Monate hinweg krank waren, sei es auch nur mit einer Erkältung. Aber ich persönlich war nicht einmal beim Arzt und deswegen hat mir die normale Krankenversicherung, die ja im europäischen Ausland greift, absolut gereicht.

Es gibt verschiedene Möglichkeiten, kostenlos im Ausland Geld abzuheben. Ich habe ein Konto bei der comdirect-Bank eröffnet, welche ich nur empfehlen kann. Man bekommt neben seiner normalen Ec-Karte noch kostenlos eine Visa-Kreditkarte dazu, mit der man überall auf der Welt kostenlos an jedem Automaten mit dem Visazeichen abheben kann. Dazu einfaches Onlinebanking, mit dem allen weiteren Bankgeschäften ohne Probleme nachgehen kann.

Teneriffa hat zwei Flughäfen, doch internationale Flüge landen und fliegen fast immer vom Süden ab. Von dort kommt man aber ganz einfach und leicht mit dem Bus 111 nach Santa Cruz und von dort aus weiter nach La Laguna. Die billigsten Flüge findet man bei Ryanair. Am besten früh anfangen zu schauen und dann vergleichen. Aber auch Lastminute kann man immer noch recht günstig fliegen.

Ich würde auf jeden Fall raten, mindestens eine oder zwei Wochen vor Unibeginn nach Teneriffa zu fliegen, so hat man genug Zeit, eine Wohnung zu finden und auch alle weiteren organisatorischen Dinge in Ruhe zu erledigen. Unbedingt ratsam zu beantragen ist die Residencia Canaria. Man wird also kanarischer Einwohner und bekommt das Certificado de Viaje, mit dem die Flüge und Schifffahrten zwischen den Inseln und aufs spanische Festland um die Hälfte billiger werden. Zudem bekommt man bei anderen Dingen auch noch Vergünstigungen als kanarischer Einwohner. Die Prozedere dauert etwas und man muss zu sehr vielen verschiedenen Ämtern, bei denen man immer wieder lange Wartezeiten vor sich hat, doch letztendlich lohnt sich der Aufwand.

Das beste Fortbewegungsmittel auf der Insel sind auf jeden Fall die Busse, doch wenn man Besuch bekommt oder auch mal so, empfiehlt es sich auf jeden Fall auch mal ein Auto zu mieten. Das ist hochgerechnet viel billiger als in Deutschland und es lohnt sich, da man auch mal in abgelegenere Gebiete der Insel kommt, wo Busse teilweise gar nicht hinfahren. Die Spritpreise sind auch sehr billig. Generell ist alles etwas billiger auf Teneriffa, da es wahrscheinlich in einem steuerfreien Gebiet liegt.


Fazit

Ich hatte eine wunderschöne Zeit auf Teneriffa, die vor allem durch neue Freundschaften und Bekannte geprägt wurde. Ich kann einem nur ans Herz legen, raus in die Natur zu gehen und mit möglichst vielen Menschen zu reden, egal ob jung oder alt. Aber nicht zu enttäuscht sein von der Uni oder egal von welchen Dingen. Auf Teneriffa findet man immer gute Laune, allein die Sonne zaubert ein Lächeln auf alle Gesichter. Also auf jeden Fall jeden Moment genießen und so viel versuchen zu machen wie möglich, denn sechs Monate gehen viel schneller rum, als man denkt. Am Ende vermisse ich Teneriffa nun mehr als ich dort jemals Deutschland vermisst habe.