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ERASMUS-Erfahrungsbericht - Trinity College Dublin

Nachdem ich schon lange mit einem Erasmusjahr geliebäugelt hatte, beschloss ich, dass nach Abschluss der meisten Kurse für meinen Master der perfekte Zeitpunkt gekommen war. Als ich von seiten Potsdams Ende Februar/ Anfang März meine Zusage für das Trinity College in Dublin (TCD) erhielt, informierte ich mich auf der offiziellen Website von TCD über die benötigten Unterlagen. Bis zum 1. Juni sollten die Unterlagen Dublin erreichen. Da allerdings darum gebeten wurde, sie so schnell wie möglich einzusenden, schickte ich sie schon Mitte März ab. Das Ausfüllen war auch wirklich nicht aufwendig und schnell durchführbar. Die Hinweise zum Ausfüllen am Ende der Unterlagen waren sehr detailliert, so dass eigentlich keine Fragen offen blieben. Es wurde um eine Einschätzung der Sprachkenntnisse gebeten, wenn möglich unter Angabe eines offiziellen Tests. Ihr könnt an der Uni den kostenlosen DAAD-Test durchführen. Da ich allerdings an dem Testtag verhindert war, fragte ich im TCD nach, ob es unbedingt notwendig sei und sie wiesen noch einmal daraufhin, dass es kein absolutes Muss ist und ich wurde auch ohne offiziellen Nachweis genommen. Außerdem sollten Kurse angegeben werden, die ihr besuchen wollt. Ich gab mir bei der Auswahl sehr viel Mühe und es war gut, um schon einmal alle Möglichkeiten zu entdecken, aber letztendlich ist diese Liste nie wieder irgendwo aufgetaucht und die entscheidende Auswahl trefft ihr später im Learning Agreement (welches sich sicherlich auch noch verändern wird) und auf einem Formular, welches ihr in der Freshers-week ausfüllt und abgebt.


Studienfach: Master Lehramt an Gymnasien Mathematik und Physik

Aufenthaltsdauer: 09/2013 - 04/2014

Gastuniversität: Trinity College Dublin

Gastland: Irland

Danach folgte erstmal lange nichts, denn die „Lettter of Acceptance“-Briefe sollten erst im Juli/August verschickt werden. Schon leicht in Panik geraten durch ständige Fragen von Freunden, ob ich nun schon offiziell angenommen worden sei, und die freudigen Mitteilungen anderer Erasmus-Studierender, sie hätten ihren Brief (für andere Länder) schon längst erhalten, erhielt ich dann endlich Mitte August (eine Woche vor Abflug) meinen „Letter of Acceptance“ per Post und gleichzeitig einige Informations-E-Mails. Macht euch also keine Sorgen sollte der Brief bei euch auch erst so spät eintreffen ;-)
In den Mails waren sehr viele Informationen zur Freshers-week und der Link zum Online-Portal. Wenn man sich die Infos durchliest, erhält man kaum neue Informationen auf den Infoveranstaltungen, aber doppelt hält ja bekanntlich besser… Ich wunderte mich, warum bei dem Online-Portal so wenige Funktionen gegeben waren. Nachdem ich mein Portal mit dem einer anderen Studentin aus meinem Haus verglich, stellte ich fest, dass irgendwas nicht stimmen konnte, da ihr Portal sehr viel ausgebauter war. Bei fast allen Fragen und Problemen, die im Laufe des Jahres auftreten, müsst ihr euch an die Academic Registry wenden. In diesem Fall hatte TCD zum Beispiel vergessen mich online zu registrieren und nun dauerte es aus Systemgründen eine Woche ehe ich freigeschalten war. Nach meiner Erfahrung ist es immer am besten, direkt dort hin zu gehen, denn die Academic Registry hat täglich lange Öffnungszeiten und das Problem wird sofort bearbeitet. Bei Mails und Telefon dauerte es schon länger und letztendlich bin ich dann doch immer wieder persönlich hingegangen.

Wahl der Kurse und Studentenleben am TCD

Weil ich schon fast alle Kurse in Potsdam abgeschlossen hatte, waren alle Veranstaltungen die ich mir in Dublin aussuchte extra und anders als zuhause. Ich nutzte die Gelegenheit und belegte neben meinen Fachkursen beispielsweise auch Literaturkurse. Sehr empfehlen kann ich euch den zweisemestrigen Kurs „Irish Language and Literature“ vom Irish-Institute. Der Kurs umfasst viele verschiedene interessante Themengebiete wie Folklore, Modern Literature und die Geschichte der Irischen Sprache. Im ersten Semester durfte ich als Essay die Geschichte „Deirdre“ umschreiben, was eine sehr interessante und kreative Erfahrung war und zu einem Krimi in der Zukunft führte.

Unbedingt einen Blick werfen solltet ihr auch auf die Broad-Curriculum Kurse von TCD. Die Kurse werden dort für Studenten von anderen Fakultäten angeboten (beispielsweise belegt ein Ingenieur dann einen Literaturkurs) und die Auswahl war so vielfältig und interessant, dass ich mich gar nicht entscheiden konnte. Letztendlich belegte ich den Kurs „Understanding Literature“, den ich nur weiterempfehlen kann! Jede Woche behandelten wir mit einem anderen Dozenten ein Buch. Wir lasen alte und moderne Bücher, wie zum Beispiel „Confesssions of an English Opium Eater“ und „Oranges are not the only fruit“. Zu den BC-Kursen gehören zudem auch Sprachkurse, die ich aber nicht wirklich weiter empfehlen kann. Als ich mich anmeldete waren nicht mehr viele Plätze frei und ich entschied mich für Italienisch. Meiner Meinung nach (und die anderen Studenten im Kurs würden mir sicherlich zustimmen) war der Sprachkurs zu unorganisiert, hatte kein richtiges Konzept und nach einem Jahr Italienisch bin ich nun nicht viel schlauer. Dasselbe berichteten mir StudentInnen aus anderen Kursen. Im Nachhinein würde ich den Kurs nicht noch einmal belegen. Das mag bei anderen Kursen/Dozenten anders sein, aber falls ihr nicht unbedingt eine andere Sprache lernen wollt nutzt die 5 ECTS lieber für einen anderen Kurs.

Die Anforderungen in den einzelnen Kursen waren erfüllbar, nur teilweise sehr zeitaufwendig, sodass ich mich nach einigen Wochen entschloss, insgesamt nur 50 ECTS zu belegen. Ich denke, es ist am besten, wenn ihr euch zunächst für 60 ECTS Kurse aussucht (oder 30 in nur einem Semester), dann die Kurse einige Wochen besucht und schließlich seht, wie ihr mit den Anforderungen klar kommt. Ich belegte beispielsweise einen Kurs, bei dem ich feststellte, dass mein Vorwissen nicht ausreichte und ich überhaupt nicht im Stoff mitkam. Nach einigen Wochen mit dem Versuch, den Stoff aufzuholen, beschloss ich, dass es besser war den Kurs sausen zu lassen und mich mehr auf die anderen verständlicheren und interessanteren Kurse zu konzentrieren.

Durch die Wahl meiner Kurse hatte ich hauptsächlich Essays zu schreiben. In Dublin wurde nicht die Seiten-, sondern die Wortzahl angegeben. Das fand ich gut, denn so wusste ich genau, dass ich mit meiner Länge richtig lag. Die kürzesten Essays beinhalten nur 2500 Wörter (etwas kürzer als dieser Bericht), die längsten 5000. Klausuren finden nur am Ende des Studienjahres Ende April/Mai statt und dort werden dann alle Prüfungen des ganzen Jahres geschrieben. Meine beiden Statistik-Klausuren waren von den Anforderungen her vergleichbar mit Deutschland. Die Klausuratmosphäre ist unpersönlicher als in Potsdam, weil die Dozenten gar nicht anwesend sind (super wenn man mal eine Frage hat…) und jeder erhält eine Sitzplatznummer und ist umgeben von StudentInnen, die andere Klausuren schreiben.

Die Dozenten waren alle sehr freundlich und freuten sich, dass ich ihre Kurse ausgewählt hatte. Manche waren daran interessiert, wie es in Deutschland läuft. Um inhaltliche Probleme/ Fragen zu klären (die bei mir nur in Statistik auftraten) zogen die Dozenten den E-Mail-Verkehr vor. Persönlich konnten, zumindest bei meinen Kursen, nur Fragen direkt nach dem Kurs beantwortet werden. Das kann aber in anderen Fächern anders sein. Der Vorteil war, dass die Dozenten die Fragen dann online öffentlich für den gesamten Kurs beantworteten.

Das Studienklima im TCD war sehr gemütlich und entspannt. Es gab sehr viele verschiedene Societies, die jede Woche Veranstaltungen anboten. Während der Freshers Week präsentieren sich alle Societies mit kleinen Ständen auf dem Front Square. Nehmt euch die Zeit, alle anzuschauen und überlegt genau welchen ihr beitreten wollt. Der Mitgliedsbeitrag liegt meist zwischen 1-5€ und natürlich versuchen die StudentInnen euch für sich zu gewinnen. Dafür bieten sie zum Beispiel Süßigkeiten, Getränke oder Pizza an. So toll die meisten Societies auch klingen, bei allen kann man eh nicht teilnehmen, also lasst euch nicht dazu verführen, zu viele zu wählen und lasst euch nicht überreden, Mitglied zu werden, wenn ihr eigentlich gar nicht wollt und nur aus Höflichkeit ja sagt. Ihr bekommt eine Mitgliedskarte von jeder Society, der ihr beitretet, und hinten drauf sind Vergünstigungen, die ihr in Restaurants und Läden erhaltet (zum Beispiel 2 für 1 Essen oder 15% Rabatt). Unabhängig von euren sonstigen Interessen kann ich auf jeden Fall die „Historical Society“ (HistSoc) empfehlen. Es gibt jede Woche eine Debatte zu einem anderen Thema und es war sehr interessant, sich diese anzuschauen. Die Mitgliedschaft bei der HistSoc machte es möglich, dienstags und donnerstags im Savoy Cinema Kinofilme für 4€ anzuschauen, was wir auch oftmals ausnutzten. Diesen oder einen ähnlichen Deal soll es jedes Jahr geben, also erkundigt euch einfach wenn ihr da seid.

Freunde finden

Die Societies sind eine wunderbare Möglichkeit, um einheimische Studierende kennen zu lernen. Diese bemühen sich auch wirklich sehr, dass alle Neuen integriert werden und gerade in den ersten Wochen gibt es viele passende Veranstaltungen dafür, wie zum Beispiel Spieleabende oder Speed-Friending. In den Kursen lernte ich natürlich auch einige StudentInnen kennen, aber unsere Gespräche beschränkten sich dann meist auf die Uni. Da ich so viele unterschiedliche Kurse belegt hatte, traf ich auch selten dieselben StudentInnen mehrmals. In einem Kurs arbeiteten wir über Wochen an einem Gruppenprojekt und mit diesen Leuten bin ich auch jetzt noch in Kontakt. Es war sehr viel einfacher, andere internationale StudentInnen kennen zu lernen, da sie auch auf der Suche nach neuen Freunden waren und noch nicht in einem engen Freundeskreis.

Englisch lernen

Da ich nach dem Abi einige Monate als WWOOFER in Schottland auf Farmen gearbeitet und nach dem Bachelor als Work and Traveller durch Australien reiste, waren meine Englischkenntnisse schon vor dem Aufenthalt sehr gut. Vor allem die zu schreibenden Essays haben mir geholfen, mich nun schriftlich gewählter ausdrücken zu können. In Dublin gibt es eine ganze Gemeinde von Brasilianern und man sieht, dass sie dadurch erhebliche Schwierigkeiten haben, die Sprache zu lernen. Ich würde empfehlen, sich nicht zu viele deutsche Freunde zu suchen und dann seid ihr ja gezwungen Englisch zu sprechen. Statt „Hi“ oder „Hello“ sagen die Iren zur Begrüßung übrigens „How are you doing?“. Sie erwarten darauf keine Antwort und meist ist auch gar keine Zeit für ein „Thank you, I am fine. How are you doing?“. Lächelt und nickt einfach, sagt „Hi“ oder antwortet mit „How are you doing?“.

Alle meine Dozenten waren sehr gut zu verstehen und sprachen nahezu dialektfrei. Ebenso die meisten StudentInnen, wobei ich bei einer Nordirin schon sehr genau hinhören musste. Nur selten begegnete ich auf der Straße Iren, die sehr schwer zu verstehen waren.

Der Kampf um ein Zimmer

Ich habe mein Zimmer über die website www.daft.ie gefunden. In der Woche vor meinem Abflug fing ich an, nach Zimmern zu suchen und schrieb in Frage kommende Vermieter an. Vor allem zu Beginn des neuen Semesters kann es schwierig werden, ein bezahlbares Zimmer zu finden, weshalb ich beschloss, schon drei Wochen vor Studienbeginn nach Dublin zu ziehen, um zunächst ein Zimmer zu suchen und dann ein wenig freie Zeit vor Studienbeginn zu genießen. Viele Zimmer, die ich anfragte, waren schon vergeben. Irgendwann hatte ich dann doch Glück und fand ein Zimmer in einem alten gregorianischen Haus mit insgesamt 16 Zimmern. Es gab zwei Küchen, sodass ich eher in einer WG mit 8 Leuten aus den verschiedensten Ländern lebte, denn der landlord legte Wert auf verschiedene Nationalitäten im Haus. Die Mietpreise in Dublin sind sehr viel höher als in Potsdam. Mein Zimmer kostete 430€/Monat und war somit schon eines der günstigeren. Günstiger kommt man eigentlich nur, wenn man sich das Zimmer mit jemandem teilt oder in eine noch verruchtere Gegend zieht. Grundsätzlich ist die Nordseite (nördlich vom Fluss Liffey) die günstigere Seite und Unterschiede sind auch deutlich sichtbar. Die Nordseite hat mir trotzdem gut gefallen und meine Wohung war auch sehr zentrumsnah. In einer der Mails vom TCD stand auch, man solle dort lieber vorher nachfragen, ob die Wohngegend sicher sei. Meine Gegend gleich neben der Gardiner Street befanden sie als rauhes Viertel, aber annehmbar. Ich selbst habe mich dort nie unsicher gefühlt, wobei man nachts wenn möglich nicht alleine nach Hause laufen sollte, also freundet euch mit euren Mitbewohnern an und geht gemeinsam aus. Gewöhnungsbedürftig war, dass wir die Miete immer in bar bezahlen mussten. Die irischen Häuser sind nicht besonders gut isoliert, sodass es, obwohl es im Winter meist über 0 Grad bleibt und somit viel wärmer als in Deutschland ist, schon sehr frisch werden kann. Nach einiger Zeit gewöhnt man sich aber daran.

Fangt auf jeden Fall früh genug mit der Suche an. Bei der Freshers-Week meldeten sich ca. 1/3 der Erasmus-StudentInnen, die noch kein Zimmer gefunden hatten. Ich hatte dann zwar noch viel Zeit ehe die Uni losging, aber Freunde fand ich schon in meiner WG und letztendlich genoss ich es sehr die Zeit zu haben, ehe der Uni-Alltag losging.

Tips zum Leben in Dublin

Leider gibt es nicht so ein tolles Studententicket wie unser Brandenburg-Berlin-Ticket. Dafür habe ich aber nur etwa 3 km von der Uni entfernt gewohnt und das Zentrum ist nicht allzu groß, sodass ihr eigentlich überall hin laufen könnt. Für Ausflüge außerhalb des Zentrums empfiehlt es sich, diese Studentenkarte für ca. 13€ zu kaufen. Die Tickets werden damit billiger und ihr könnt Geld auf die Karte laden und damit bezahlen. Ansonsten muss man nämlich mit Münzen und genau passend bezahlen, da es kein Wechselgeld gibt. Zudem gibt es viele Vergünstigungen, z.B. in der Pharmazie Boots, sodass sich die Anschaffung auf jeden Fall lohnt.

Da ich mit meiner Visa-Karte kostenlos bezahlen und Geld abheben konnte, eröffnete ich in Dublin kein Konto und von meinen ausländischen Freunden dort tat dies nur eine amerikanische Freundin. Erkundigt euch am besten vorher bei eurer Bank, ob ihr kostenlos bezahlen und abheben könnt und beantragt, falls noch nicht geschehen, rechtzeitig eine Visa-Karte.

In der Uni gibt es eine Arztpraxis, bei der man wohl lange anstehen, dafür aber kostenlos hingehen kann. Ich war nie so krank, dass ich das in Anspruch hätte nehmen müssen, aber die Möglichkeit besteht. Ansonsten war ich über meine deutsche Krankenkasse auslandsversichert. Informiert euch am besten bei eurer Krankenkasse.

Wie auch die Miete sind auch die Lebenserhaltungskosten höher als in Deutschland. Das liegt vor allem daran, dass das Essen in Deutschland so billig ist – meine Freundin aus Schweden fand Dublin beispielsweise richtig günstig. Die meisten Lebensmittel kosten schon das 1,5/2-fache im Vergleich zu Deutschland. Es gibt allerdings jede Woche sehr viele Angebote und wenn man sich nach denen richtet, sind die Preise annehmbar. Ich habe durch die hohe Miete trotzdem ca. 300€ mehr als in Potsdam benötigt. Der größte Supermarkt ist Tesco und die Anschaffung der Tesco-Clubcard lohnt sich defintiv. Bei jedem Einkauf sammelt ihr Punkte und alle drei Monate bekommt man diese in Gutscheinen ausgezahlt, die dann entweder direkt im Laden ausgegeben oder durch die „Boost“-Funktion in andere Gutscheine ungewandelt werden können. So werden aus 5€ Vouchern zum Beispiel 15€ Gutscheine zum Aufladen bei Tesco Mobile. Ich hatte meine SIM-Karte von Tesco Mobile, weil es mit Abstand die günstigsten Tarife bot und man für 1 cent pro Minute nach Deutschland telefonieren konnte. Neuerdings sind auch viele Restaurants bei diesen Boost-Deals dabei. So auch zum Beispiel das in Dublin berühmte Bewleys-Cafe auf der Grafton Street, bei dem ihr unbedingt mal den „Sticky Toffee Pudding“ probieren solltet In vielen Läden gibt es Studentenrabatte, fragt also immer nach einem Studentenrabatt, denn manchmal ist es nicht gleich offensichtlich.

Freie Zeit in Dublin

Alle Studenten des TCD können die Gym und die Schwimmhalle kostenlos nutzen. Wie auch bei uns gibt es auch einige Sportkurse, die man allerdings pro Stunde bezahlen muss und die ich daher nie ausprobiert habe. Irland hat natürlich viel schöne Natur zu bieten. Nördlich von Dublin liegt die wunderschöne Halbinsel Howth, auf der ihr eine 10km lange Klippenwanderung (oder auch kürzer, dafür aber nicht ganz so schön) machen könnt. Vom Zentrum aus fährt man nur eine halbe Stunde mit dem Zug dort hin und das return ticket kostet nur ca. 5€. Ich war dort mehrfach an den Wochenenden und es war immer wieder toll. Südlich von Dublin, ebenfalls ca. 30 Minuten entfernt, liegt der Ort Bray, von wo aus der Bray-Greystones-Cliffwalk beginnt. Dann gibt es natürlich auch noch die Dublin Mountains, die unmittelbar hinter Dublin beginnen und zum Wandern einladen. Pubbesuche sind eine sehr beliebte Freizeitbeschäftigung in Dublin und es gibt viele Feste, die richtig gefeiert werden, allen voran natürlich der StPatrick´s Day, Arthurs Day (da wurde Guinness erfunden) und es gibt auch merkwürdige Tage, wie zum Beispiel den National Pancake Day, an dem es überall Pancakes gibt. Die Museen haben mich nicht besonders vom Hocker gehauen, außer die „Dublin City Gallery The Hugh Lane“ in der eines meiner Lieblingsbilder von Renoir hängt und die Guiness-Brewery, die auf jeden Fall einen Besuch (am besten mit Besuch) Wert ist. Die Geschichte von Guinness ist interessant und am Ende bekommt jeder ein Pint Guinness in der 360°-Bar von der aus ihr einen wunderbaren Blick über die gesamte Stadt habt.

Studienfach: Master Lehramt an Gymnasien Mathematik und Physik

Aufenthaltsdauer: 09/2013 - 04/2014

Gastuniversität: Trinity College Dublin

Gastland: Irland


Rückblick

Ich kann das Erasmusjahr nur jedem empfehlen und würde Dublin auch immer wieder wählen. Für mich bot Dublin die perfekte Kombination aus einer nicht zu großen Stadt und toller Natur in unmittelbarer Nähe. Falls es für euch möglich ist, wählt auf jeden Fall das komplette Jahr, denn in Dublin mussten die Studierenden, die nur ein Semester blieben, schon vor Weihnachten sehr traurig wieder abreisen und wünschten sich im Nachhinein, sie hätten auch das Jahr gewählt. Schaut euch auf jeden Fall auch andere Teile Irlands an. Am schönsten fand ich es in Killarney im county Kerry. Von Dublin aus gibt es eine super Anbindung mit dem Zug dahin. Die schönen grünen Berge und die Seen dort sind genau so wie man sich Irland vorstellt.

Irland

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