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Vor Antritt meines Auslandsaufenthaltes in Paris fühlte ich mich durch die angebotenen Informationsveranstaltungen sowohl durch Mitarbeiter des Studiengangs und des Erasmus-Programms, als auch durch ehemalige Studenten des deutsch-französischen Studiengangs gut auf den Aufenthalt in Paris vorbereitet.


Studienfach: Rechtswissenschaften

Aufenthaltsdauer: 08/2016 - 07/2017

Gastuniversität: Université Paris Ouest Nanterre La Défense

Gastland: Frankreich

Während die Mitarbeiter der Universität vor allem beim Ausfüllen der Bewerbungsunterlagen und bei organisatorischen Fragen halfen, bekamen wir von den Ehemaligen praktische Tipps und Erfahrungsberichte über den Studienablauf und das Leben in Paris. Durch diese Kontakte bekam ich sogar eine Wohnung in Paris vermittelt, was sich ansonsten bei einigen Kommilitonen als sehr schwierig herausstellte. Doch trotz der guten Hilfestellung vor Beginn des Auslandsaufenthaltes musste ich mich in Paris an einiges erst einmal gewöhnen – vor allem an das Studiensystem und die Lebenshaltungskosten. Das Studiensystem erschien mir – wie einigen anderen Deutschen – vom Aufbau her weder als sonderlich sinnvoll, noch als wirklich fair. Das Studium in Frankreich ist in Haupt- und Nebenfächer eingeteilt, wobei die Hauptfächer neben der Vorlesung noch ein TD (entspricht einer AG) beinhalten. In diesem TD gab es eine Anwesenheitspflicht. Wer mehr als dreimal fehlte, musste direkt in die Nachprüfung (und konnte sich nicht einmal durch einen etwaigen Krankenhausaufenthalt entschuldigen). Dies erschien als wenig sinnvoll, da ein Prinzip des Hochschulstudiums auch ist, den Studenten dazu zu bringen, selbstständig herauszufinden, wie er am besten lernen kann, und sich selbst zu organisieren. Dies muss schließlich auch im späteren Berufsleben beherrscht werden. In Paris hingegen wurde man dazu gezwungen, ein TD zu besuchen, auch wenn einem der Unterricht nichts gebracht hat. Zudem zählte die TD-Note mit in die Endnote des Fachs. Bei der Endnote kam es dementsprechend in großem Umfang darauf an, ob man „Glück“ mit dem TD-Leiter hatte, da dieser auch die Endklausuren korrigiert. Aufgrund dieses Systems hatte man oftmals das Gefühl, dass die Benotung recht willkürlich erfolgte, was auf Dauer frustrierend war.

Auch die Lebenshaltungskosten in Paris waren im Vergleich zu Deutschland sehr hoch. Ohne Stipendium wäre ein Studium in Paris für die meisten Studenten kaum möglich. Doch trotz dieser negativen Punkte war der Auslandsaufenthalt in Paris eine positive Erfahrung. Auch wenn mir persönlich das Studiensystem nicht zugesagt hat, bin ich froh, ein anderes System kennengelernt zu haben. Zudem war nicht alles an dem System schlecht. Zum einen waren die Vorlesungen oftmals sehr interessant. Zum anderen gab es auch eine größere Solidarität unter den Studenten. Dankbar bin ich auch dafür, dass ich einen französischen Abschluss erlangen konnte.

Außerdem war es eine tolle Erfahrung, ein Jahr in Paris zu leben. Dies hat mir zum einen bei meinen Sprachkenntnissen sehr weitergeholfen, andererseits habe ich auch die Lebendigkeit in der Stadt sehr genossen und in den Lernpausen viel mit meinen Kommilitonen unternommen.

Studienfach: Rechtswissenschaften

Aufenthaltsdauer: 08/2016 - 07/2017

Gastuniversität: Université Paris Ouest Nanterre La Défense

Gastland: Frankreich


Wegen der internationalen Erfahrung und der durch den Abschluss verbesserten Berufsperspektive kann ich jedem einen derartigen Auslandsaufenthalt empfehlen. Die schöne Zeit in Paris wird mir immer in Erinnerung bleiben.

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