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Ein Semester in Lyon

Ich habe mich im Frühjahr 2016 nach einer Inormations-E-Mail des AA auf einen Restplatz an der Sciences Po Lyon beworben. Die Kontaktaufnahme mit der Gasthochschule gestaltete sich zunächst etwas schwierig, da E-Mails aus Frankreich häufig in meinem Spamfilter hängen geblieben sind. Das International Office in Lyon antwortet jedoch grundsätzlich zeitnah und freundlich. Die Bewerbungsunterlagen habe ich per Post nach Lyon gesendet. Zusätzlich habe ich online Unterlagen eingereicht.


Studienfach: M.A. Verwaltungswissenschaften

Aufenthaltsdauer: 01/2017 - 06/2017

Gastuniversität: Institut d'études politiques de Lyon (IEP) - Sciences Po Lyon

Gastland: Frankreich

Studium an der Gastuniversität

Das IEP in Lyon ist mit einer deutschen Oberschule vergleichbar. Es studieren dort lediglich ca. 1800 Studenten, sodass man bereits nach kurzer Zeit auf bekannte Gesichter trifft. Die französischen waren mir gegenüber überwiegend zuvorkommend und hilfsbereit. Das Studiensystem hat mich hingegen weniger überzeugt. Pro Kurs bekommt man in Frankreich ca. 3 ECTS, sodass das Erreichen der 30 ECTS kaum möglich ist. Inhaltlich sind die Kurse nicht übermäßig komplex, methodisch empfand ich das Niveau als recht gering. Die Herausforderungen im Studium sind also eher quantitativer, als qualitativer Natur. Die Leistungsbewertung durch die Dozenten erschien mir fair. Grundsätzlich waren meine Noten in Frankreich ein wenig schlechter, als an der Uni Potsdam. Durch den Status einer „Grande école“ verfügt das IEP Lyon über eine aussreichende Finanzausstattung. Es gibt eine große Anzahl an Verwaltungsmitarbeitern und Dozenten. In meinen Seminaren befanden sich nie mehr als 15 Studierende. Bei etwaigen Fragen wurde mir stets schnell geholfen. Die technische Ausstattung der Uni und der Computertools ist sehr gut. Die Bibliothek hingegen erwies sich als Enttäuschung. Die Anzahl verfügbarer Werke war recht eingeschränkt und die Öffnungszeiten sehr kurz. Am Wochenende bleibt die Bibliothek komplett geschlossen.

Studienfach: M.A. Verwaltungswissenschaften

Aufenthaltsdauer: 01/2017 - 06/2017

Gastuniversität: Institut d'études politiques de Lyon (IEP) - Sciences Po Lyon

Gastland: Frankreich

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Ich habe in der Unimannschaft des IEP Handball gespielt. Dadurch bin ich schnell in Kontakt mit einheimischen Studierenden gekommen. Meine Mannschaft war wie eine Familie für mich und hat mich stets und ständig bei allen möglichen Problemen unterstützt. Über meine Teamkollegen bin ich auch unkompliziert in Kontakt zu weiteren einheimischen Studierenden gekommen. Das absolute Highlight für mich war die Teilnahme an den französischen Hochschulmeisterschaften (CRIT) für meine Uni. Danach war ich wirklich vollends an der Gastuni integriert. Auch unter den ausländischen Studierenden konnte ich mir einen Freundeskreis aufbauen. Sehr dabei geholfen hat mir die vom IEP angebotene Einführungswoche, die ich nur sehr empfehlen kann.

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Meine Sprachkompetenz habe ich während meines Auslandssemesters laut Erasmus+ Sprachtest von B1 auf C1 steigern können. Gefühlt habe ich gerade im Bereich des Hörverstehens und beim Sprechen die größten Fortschritte erzielt.

Wohn-  und Lebenssituation

Die Suche nach einer Unterkunft gestaltete sich sehr kompliziert. Nachdem ich bis zu meiner Anreise noch keine Unterkunft gefunden hatte, bin ich schließlich bei einer befreundeten Familie unterkommen. Dort habe ich ein Zimmer in deren Wohnung untergemietet. Eine rechtzeitige Suche nach einer Unterkunft kann ich nur dringend empfehlen. Der ÖPNV in Lyon ist sehr gut ausgebaut. Zusätzlich gibt es eine Vielzahl von Leihfahrrädern (Vélov) die in der ersten halben Stunde kostenfrei nutzbar sind. Den Großteil der Strecken in der Stadt kann man gut mit Fahrrad zurücklegen. Bedingt durch meine besondere Wohnsituation musste ich keine französisches Konto eröffnen, auch meine Krankenversicherung (privat) lief weiter, wie gehabt. Die Lebenshaltungskosten in Lyon sind deutlich höher als in Berlin/ Potsdam. Gerade für Lebensmittel und alkoholische Getränke sollte mehr Geld eingeplant werden. Das Angebot an Freizeitangeboten ist vielfältig, es gibt eine große Anzahl an Museen, Parks, Bars und Restaurants.


Rückblick

Mein Tipp an nachfolgende Studenten ist es, sich in einer der zahlreichen studentischen Organisationen des IEP zu engagieren. Die französischen Studierenden werden nicht von sich aus auf Euch zukommen, werdet aktiv und bringt Euch ein, dann werdet ihr eine tolle Zeit haben! Mein absolutes Highlight in Frankreich war die oben bereits beschriebene Teilnahme an den Hochschulmeisterschaften, sie hat mir auch geholfen mich vollkommen mit meiner Gastuniversität zu identifizieren.

In diesem Sinne:„Lyonnais encore et toujours“

Frankreich

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