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University College Copenhagen UCC Blaagaard/KDAS 2013/14

Hej, mein Name ist Lara, ich bin 22 Jahre alt und studiere Grundschullehramt mit den Fächern Deutsch, Mathematik und Sachunterricht. Der Studienaufenthalt in Kopenhagen dauert 3 Monate und findet im Zwischensemester (in den Wintersemesterferien) statt. Dabei verpasst man allerdings ein bisschen vom Wintersemester und ein bisschen vom Sommersemester. Wenn man das aber mit seinen Dozierenden bespricht, ist dies nicht weiter schlimm. Zur Orientierung waren es bei mir 2 Wochen vom Wintersemester und 3 Wochen vom Sommersemester. Das ERASMUS- Programm ist ein internationales Programm für Lehramtsstudierende aus ganz Europa.


Studienfach: LSIP (Deutsch, Mathematik, Sachunterricht)

Aufenthaltsdauer: 02/2014 – 04/2014

Gastuniversität: University College Copenhagen

Gastland: Dänemark

Erfahren habe ich von dem Programm von Freunden, die schon in Dänemark im Zwischensemester studiert haben. Leider wird für das Programm immer zu wenig Werbung gemacht, sodass zu wenige Studierende überhaupt davon erfahren und somit noch Plätze unbesetzt bleiben. Bewerben musste ich mich bei Frau Mühlbauer, die aus dem Grundschulbereich Deutsch kommt und die Bewerbungen (Motivationsschreiben und Leistungsausdruck sowie Lebenslauf) annimmt. Sie ist die Koordinatorin für das ERASMUS-Programm mit Dänemark und entscheidet dann, wer den Platz bekommt. Ihr solltet die Bewerbung also so früh wie möglich abgeben, am besten vor Bewerbungsschluss (meist Ende des Sommersemesters). Als ich meine Zusage bekam, konnte ich es kaum glauben und war so glücklich wie schon lange nicht mehr!

Bei den weiteren Anträgen und Formularen ist es ein bisschen schwierig, da ihr zu diesem Zeitpunkt noch nie was von der UCC gehört habt und nun Angaben zur Uni und Aufenthaltszeitpunkt machen sollt. Seid nicht scheu und fragt bei Frau Kettmann oder Frau Mühlbauer nach. Außerdem ist es nicht schlimm, wenn die Angaben noch nicht 100% richtig sind, da ihr später noch weitere ausfüllen müsst.
Im November bekommt ihr dann das erste Mail Mailpost von der UCC. Sie sucht auch ein Zimmer für euch in Kopenhagen. Ich rate euch, das Angebot auf jeden Fall anzunehmen, weil die Wohnungssuche in Kopenhagen eine Katastrophe ist. 400 – 450 Euro im Monat sind in Kopenhagen (oft auch außerhalb) ganz normal. Damit solltet ihr rechnen. Und noch ein Hinweis. Auch wenn ihr Auslands-BaföG beantragt habt, solltet ihr immer einen Notgroschen in der Hinterhand haben. Meine Mitbewohnerinnen (aus Deutschland) hatten große Probleme, obwohl sie es rechtzeitig beantragt haben und haben ihr erstes Geld erst in der Mitte unseres Aufenthaltes bekommen. Ohne Rücklagen hätten sie nach Hause fliegen müssen. Bei euch kann es anders sein, aber ihr solltet darauf gefasst sein.
Wenn´s ans Packen geht, solltet ihr auf jeden Fall dicke Sachen einpacken. Am Anfang kann es wirklich eisig sein, wenn nicht sogar auch noch im April.

Wenn ihr gerne Kaffee trinkt und auch Zuhause darauf verzichten wollt, dann solltet ihr lieber welchen mitbringen. Kaffee, Süßes, Fettprodukte über 10% Fett sind teure Waren. Dänemark hat eine Fettsteuer. Daher schon mal vorher darüber nachdenken. Sonst lässt es sich beim Netto; Lidl oder Aldi
echt gut einkaufen. Letzter Tipp bevor es losgeht: Mikrowellengeschirr mitbringen! In der Cafeteria in der UCC gibt es eine Mikrowelle, die für Studenten frei zugänglich ist. Und der Kaffee ist dort sehr günstig (0,80 Euro).

Studium an der Gastuniversität

Kopenhagen ist eine wundervolle, schöne Stadt, in die man sich schnell verliebt und auf jeden Fall eine Reise wert! Die dänische Lehrerausbildung findet nicht wie bei uns an der Universität, sondern an dem University College statt, das man bei uns mit der Fachhochschule vergleichen kann. Im Jahr 2014 hatten wir unsere Module in einer internationalen Klasse und somit wenig Kontakt zu dänischen Studenten. Das hat natürlich positive und negative Seiten, war allen in allem sehr gelungen. Die Blaagaard/KDAS hat uns ein abwechslungsreiches Programm an der Universität geboten. Zu den normalen Modulen (New Nordic, Educational, Globalization) haben wir zwei Wochen zusammen mit dänischen Studenten an einem Filmprojekt gearbeitet und einen Film über Kopenhagen gedreht. Außerdem legen die Dänen sehr viel Wert auf Projektarbeiten. Sie wollen Theorie mit der Praxis verbinden und somit haben wir viele Ausstellungen, Institutionen und Museen besucht. Die interessantesten und erfahrungsgewinnensten 3 Wochen hatte ich in unserer Praxisphase. In diesen 3 Wochen hatten wir ein Praktikum an einer dänischen Schule und die meisten von uns hatten das Glück 2 Wochen davon unterrichten zu können. Besonder lernt man hierbei die Mentalität der dänischen Kultur sowie das dänische Schulsystem kennnen. Ich habe „Deutsch als Fremdsprache“ in einer siebten, achten und neunten Klasse unterrichtet und wertvolle Erfahrungen gemacht, die ich nicht missen möchte! Die Dänen legen sehr viel Wert auf kooperatives Lernen. Die Schüler haben meistens ein super Verhältnis zueinander und vor allem zum Lehrer/ zur Lehrerin. Die LehrerInnen werden mit dem Vornamen angesprochen. Meiner Erfahrung nach gibt das dem Ganzen eine persönliche Note und es ist vor allem für mich als Studentin ein tolles Gefühl gewesen, eine ganz besondere Bindung zu meinen Dozenten/ Dozentinnen zu haben, die sehr rücksichtsvoll sind. Dahingegen muss man auch sagen, dass die Dänen manchmal ein bisschen chaotisch sind. Vor allem mit unseren Formalitäten hatten wir am Anfang so unsere Schwierigkeiten, weil sie meistens nicht beantwortet haben. Dabei kann ich nur empfehlen, Ruhe bewahren und alles, was man kann, vor Ort klären. Das ist einfacher und erspart Stress und Zeit.

Kontakte zu einheimischen und ausländischen Studierenden

Allgemein hatten wir, wie schon erwähnt, kaum Kontakt zu einheimischen Studierenden, da wir ja die meiste Zeit in der internationalen Klasse studierten. Unsere TutorInnen, die uns schon vor dem Aufenthalt vorbereiteten und dann auch bei unserer Ankunft abholten und zu unserem neuen Wohnort brachten, haben auch zwischendurch versucht tolle Sachen mit der ganzen Gruppe gemeinsam zu planen. Dabei hatten wir dann natürlich Kontakt zu Dänen. Zu Beginn gab es erst mal ein internationales Dinner, zu dem jeder etwas aus der Heimat mitbrachte. Das war ein großes Festmahl und total toll, so herzlich willkommen geheißen zu werden! Danach machten wir einen gemeinsamen Kochnachmittag, an dem wir zusammen Essen planten aus den verschiedensten Ländern und danach gemeinsam speisten. Zu Beginn trafen wir uns gerne auch in der Fridays Bar, die in der Uni jeden Freitagabend veranstaltet wird, weil die Studierenden eine eigene Bar mit Partybereich haben.
Zu den rund 30 internationalen Studierenden ist zu sagen, dass es immer total toll war, wenn etwas zusammen unternahmen. Unsere Gruppe setzte sich aus folgenden Ländern zusammen: Belgien, Spanien, Österreich, Lettland, Türkei, Irland, Schweiz, Deutschland… Ich hoffe ich habe niemanden vergessen. Empfehlenswert ist es aber, nicht in einer Gruppengröße von 24 Leuten unterwegs zu sein, dann wird es nämlich anstrengend…

Sprachkompetenz vor und nach dem Auslandsaufenthalt

Unser Dänischkurs war leider nicht sehr ergiebig. Von 3 Tagen, an denen wir Dänisch hatten, und dies auch noch ziemlich am Ende, konnten wir nicht wirklich etwas anwenden. Die Dänen sprechen perfekt Englisch, sogar die ältere Generation, was sehr überraschend ist, aber nicht verwunderlich bei den englischen Filmen. Wenn man versucht Dänisch zu sprechen, verstehen die Dänen es meistens nicht, weil die Aussprache doch sehr schwierig ist, aber wenn man den Willen zeigt, Dänisch lernen zu wollen, dann sollte man das Ziel auch nicht aus den Augen verlieren. Mein Englisch hat sich auf jeden Fall verbessert, jedoch nicht in dem Maße, wie ich es mir gewünscht hätte, da ich mit zwei Deutschen in einer Wohngemeinschaft gewohnt habe. Dennoch bin ich total zufrieden mit meiner Entwicklung, weil man ja auch viel von den anderen Studierenden lernt und auf jeden Fall verliert man die Angst vor dem Sprechen.

Tipp: Wundert euch nicht über eure Müdigkeit in den ersten Wochen. Man ist es einfach nicht gewohnt, den ganzen Tag Englisch zu sprechen und das macht müde.

Wohn- und Lebenssituation

Wie schon erwähnt, ist die Wohnsituation schwierig! Man sollte also das Angebot der UCC annehmen und dabei nicht wählerisch sein. Ich habe außerhalb in Ballerup gewohnt. Hier braucht man etwas 45 min zur Uni und ins Zentrum, wobei dies zwei verschieden Richtungen sind. Hierbei lohnt es sich ein Monatsticket zu kaufen, damit fährt man noch am günstigsten. Die öffentlichen Verkehrsmittel sind an sich teuer, jedoch ist eine Monatskarte von 4 Zonen noch ganz preiswert. Euch die Zonen zu erklären, wäre fast schon eine Lebensaufgabe. Ich wünsche euch nur, dass ihr nicht allzu weit weg wohnt vom Zentrum. Ihr solltet euch auf jeden Fall auf ein nicht so luxuriöses Leben einstellen. Ich habe im Keller einer älteren Frau gewohnt. Dies war meist sehr deprimierend, weil es doch schon dunkler ist. Aber so habe ich jede freie Minute draußen in der Sonne genossen.

Ich würde euch raten, vorher ein Konto bei der DKB abzuschließen. Dort bekommt man eine Kreditkarte, mit der man kostenlos überall abheben kann. Das ist sehr praktisch gewesen und ich war froh, dass ich auf die Auszahlgebühren nicht auch noch achten musste. Sonst müsste man sich noch bei seiner Krankenversicherung informieren, wie der Versichertenstatus ist. Ich musste noch eine Auslandskrankenversicherung abschließen!

Studienfach: LSIP (Deutsch, Mathematik, Sachunterricht)

Aufenthaltsdauer: 02/2014 – 04/2014

Gastuniversität: University College Copenhagen

Gastland: Dänemark


Rückblick

Kopenhagen ist toll. Ich habe mich so sehr in die Stadt und Land und Leute verliebt, dass es für mich sehr schwer war, diese Stadt wieder zu verlassen. Dänen sind sehr gesundheitsbewusst. Ernähren sich eigentlich sehr gesund und joggen den ganzen Tag  Sie sind aufgeschlossen, wenn man sie anspricht und helfen gerne weiter. Sobald sich die Sonne mal blicken lässt, sind die Dänen auf der Straße und veranstalten dort ihre Parties. Eine Atmosphäre, die man nicht so schnell vergisst! Kopenhagen hat viele Schlösser, tolle Gebäude, viele Parks und in 20 min ist man am Strand der Ostsee!!! Macht auf jeden Fall einen Ausflug nach Roskilde, Hillerod oder Helsingor und nach Ishoj an den Strand. Lasst euch von der Menge leiten und besucht die tollen schnuckligen Cafes, ihr werdet euer Lieblingscafe schnell finden! Nutzt die Chance, sie wird nicht so leicht wiederkommen.

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