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Erfahrungsbericht University of New South Wales in Sydney

Schon zu Beginn meines Studiums war ich sehr an einem Auslandssemester in einem englischsprachigen Land interessiert. Für mich war es eine Möglichkeit, meine Sprachkenntnisse zu verbessern, ein anderes Land, sowie viele verschiedene Leute kennenzulernen. Die Wahl fiel bei näherer Überlegung auf Australien, worüber ich auch im Nachhinein sehr glücklich bin.


Studienfach: Rechtswissenschaften

Aufenthaltsdauer: 02/2015 – 06/2015

Gastuniversität: University of New South Wales

Gastland: Australien

Als Erstes habe ich mich beim International Office beraten lassen. Für mich stand fest, dass ich gerne über die Hochschulparterschaften der Universität Potsdam ins Ausland gehen wollte, da auf diesem Weg keine Studiengebühren anfallen. Beim Bewerbungsprozess sollte man die verschiedenen Bewerbungsfristen für die jeweiligen Länder beachten.

Ansonsten ist der Bewerbungsprozess recht unkompliziert, auf der Seite des International Office findet ihr eine Liste der einzureichenden Unterlagen. Nachdem man den Prozess der Universität durchlaufen hat, bewirbt man sich noch einmal an der UNSW. Nachdem auch die Bestätigung der Gastuniversität da ist, können die Vorbereitungen für die große Reise beginnen.

Für ein Auslandssemester in Australien sollte man sich darauf einstellen, dass schon die Reisekosten etwas höher sind. Die Preise schwanken je nachdem, ob man gleich einen Hin- und Rückflug bucht oder erst einmal nur einen Hinflug. Ich habe mich dazu entschieden, erst einmal nur einen Hinflug zu buchen, da ich mir nicht sicher war, ob ich nicht nach dem Semester gerne reisen würde, bevor es wieder nach Deutschland geht. Für den Hinflug mit der Airline Etihad habe ich rund 950 Euro gezahlt. Jedoch ist es um einiges günstiger, den Hin- und Rückflug zusammen zu buchen. Praktisch ist auch, dass manche Airlines flexible Rückflüge anbieten, sodass ihr euch nicht gleich auf ein Datum festlegen müsst. Außerdem muss man sich um ein Visum und die studentische Krankenversicherung kümmern.

Studienfach: Rechtswissenschaften

Aufenthaltsdauer: 02/2015 – 06/2015

Gastuniversität: University of New South Wales

Gastland: Australien

Photo: privat

Ankunft und Wohnen in Sydney

Nach der langen Reise kommt man erschöpft in Sydney an. Als Alternative zum Taxi bleiben die öffentlichen Verkehrsmittel, mit dem vielen Gepäck ist das aber eher anstrengend und kompliziert. Deshalb empfehle ich euch wärmstens den Shuttleservice des UNSW zu nutzen! Auf der Website der Uni kann man sich dafür im Voraus anmelden und wird dann von den netten UNSW-Studenten vom Flughafen abgeholt und zur Unterkunft gefahren. Man sollte auch hier darauf achten, nicht die Anmeldefristen zu verpassen.

Bei der Unterkunft stellt sich zunächst die Frage, ob man auf dem Campus leben möchte, oder doch außerhalb der Uni. Ich entschied mich aus Kostengründen gegen eine Unterkunft auf dem Campus. Also hatte ich mir im Voraus einen Platz im Hostel gebucht, um mich von dort aus auf die Wohnungssuche zu machen. Nach der Suche im Internet und einigen Besichtigungen habe ich an meinem dritten Tag in Sydney eine WG im Stadtteil Randwick gefunden. Wenn man eine bis zwei Wochen vor der Einführungswoche ankommt, muss man sich um die Wohnungssuche überhaupt keine Sorgen machen, man findet recht schnell etwas Passendes. Ich habe mir ein kleines Zimmer mit jemandem geteilt, was mir persönlich nichts ausmachte, da ich mich mit meinem „roomie“ von Anfang an super verstanden habe. Die Mietpreise in Sydney sind jedoch generell sehr hoch, bei mir belief es sich auf ca. 750 AU$ im Monat, was sich noch im günstigeren Raum bewegt.

Der Hauptcampus der Uni befindet sich in Kensington, nicht weit entfernt von der Stadt (CBD) und dem schönen Coogee Beach, der zu Fuß in ca. 20 min zu erreichen ist. Die meisten Austauschstudenten wohnen in den umliegenden Stadtteilen nahe der Uni, sehr beliebt sind dabei Coogee und Randwick.

Studium an der UNSW

Um es schon vorwegzunehmen: ich war von meiner Gastuniversität begeistert! Das Semester beginnt mit der Einführungswoche (O-Week), die ein Riesenereignis ist. Über den ganzen Campus stellen die student clubs ihre Stände auf und werben neue Mitglieder an. Von der „Law Society“ bis zur „Qudditch Society“, bei über 300 Studentenverbindungen lässt sich was für jeden Geschmack finden! Sehr beliebt bei den Austauschstudenten ist der Surf-Camp, der Wochenendtrips zu etwas außerhalb der Stadt liegenden Stränden organisiert, die sind bei 250 AU$ jedoch relativ teuer.

Natürlich muss auf der O-Week auch viel Organisatorisches fürs Studium erledigt werden. Die Kurse stellt man sich zwar schon vor der Reise noch in Deutschland zusammen, dies ist jedoch nicht endgültig. In der ersten Woche könnt ihr je nach Verfügbarkeit die Kurse wechseln. Es ist sogar nach Semesterbeginn ein Kurswechsel möglich, für den Fall, dass die Vorlesung doch nichts für euch ist. Bei Fragen stehen euch die hilfsbereiten Mitarbeiter des International Office jederzeit zur Verfügung. Das Studium selbst ist in Australien recht anspruchsvoll. Als Austauschstudent darf man nicht mehr als 4 Kurse belegen, was zu Beginn nach sehr viel Freizeit klingt, aber auch viel von einem abverlangt. Für jeden weiteren Kurs den man belegen möchte, muss man den vollen Preis als International Student zahlen. Meine Vorlesungen dauerten drei Stunden. In den meisten anderen Studiengängen war das jedoch so aufgebaut, dass man eine Vorlesung (90min) hatte, welches von einem Tutorium begleitet wurde. Die Vorlesungen sind so aufgebaut, dass Studenten sich immer mündlich beteiligen sollen. Es wurde viel diskutiert und in Gruppen gearbeitet. Gelegentlich ergibt sich auch die Möglichkeit, einen Vortrag zu halten, was natürlich sehr positiv auffällt. Die Vorlesungen finden in vergleichsweise kleinen Gruppen von ca. 30 Studenten statt, sodass man auch in den Kursen viele australische Studenten kennenlernt, und sich in den Pausen zum Kaffeetrinken oder sich zum Lunch verabredet.

Eine „Prüfungsphase“ in Form von Abschlussklausuren, wie man sie als deutscher Student kennt, gibt es in Australien nicht. Man muss sich innerhalb des Semesters auch immer wieder mal einbringen und schriftliche Aufgaben abgeben, die alle in die Gesamtnote einfließen. Zum größten Teil stellt sich die Gesamtnote aber aus den „Midterm-Essay“ und dem „Final Essay“ zusammen. Bei verspäteter Abgabe der Essays werden diese zwar noch entgegengenommen, für jeden verspäteten Tag gibt es aber eine gewisse Zahl von Minuspunkten, die für jeden Kurs individuell festgelegt ist. Bei Fragen zu den Essays könnt ihr auch ohne Weiteres die Dozenten selbst ansprechen oder per E-Mail kontaktieren, die sind in der Regel sehr hilfsbereit und geben einem gerne Tipps, wenn man nicht weiterkommt. Je nach Kurs kann es auch vorkommen, dass statt dem „Final-Essay“ eine Klausur geschrieben wird. Die Klausuren sind jedoch meistens „open book“, was so viel bedeutet, dass man seine Lehrbücher, Notizen etc. mit in die Klausur nehmen darf. Es gibt auch noch die sogenannten „take home exams“, dies sind Klausuren, für die man in der Regel ca. 3-4 Tage Zeit kriegt und zu Hause oder in der Bibliothek mit Hilfsmaterialien schreibt.

Insgesamt ist das Studienklima sehr angenehm und entspannt. An langen Unitagen, gibt es auch dem Campus mit vielen kleinen Cafés und Bars auch viel zu erleben.

Photo: privat

Rückblick

Ein Auslandssemester ist eine Erfahrung, die ich jedem empfehlen würde! Es dient nicht nur dazu die Sprachkenntnisse zu verbessern. Man kriegt die einmalige Gelegenheit, das Leben in einem anderen Land zu erleben und viele interessante Leute kennenzulernen. Natürlich bietet es sich bei einem Auslandssemester in Australien auch an, viel zu reisen und mehr von dem wunderschönen und vielfältigen Land zu entdecken. Auch innerhalb des Semesters lassen sich Kurztrips organisieren. Ansonsten kann man den Midterm break dazu nutzen. Viele nehmen sich dafür auch nach dem Semester einige Wochen Zeit. Auch in Sydney und der Umgebung gibt es viel zu entdecken! Empfehlenswert sind dabei vor allem die Blue Mountains und der Royal National Park, aber das werdet ihr auch alles vor Ort erfahren!

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