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Mein Auslandssemester in Newcastle

Mein Ziel stand fest: während des Masterstudiums mindestens ein Semester im englischsprachigen Ausland zu verbringen, vorzugsweise Ozeanien. Die Analyse der möglichen Optionen ergab, dass die beste Möglichkeit wohl eine Bewerbung auf einen Platz im Hochschulpartnerschaftsprogramm der Uni Potsdam sein würde: so fallen keine Sttudiengebühren im Ausland an. Damit stand auch Australien als  Zielland fest, da die Uni keine Partnerschaften nach Neuseeland unterhielt. Hat man einen Platz im Partnerschaftsprogramm ergattert, erfolgt die Bewerbung für die jeweilige Uni über das AAA. Das gestaltete sich angenehm einfach, und so erhielt ich einen Platz an der University of Newcastle (UoN), meinem ersten Wunsch. Für InformatikStudenten ist dies vielleicht nicht die attraktivste Uni in Australien (Melbourne, Sydney), aber Newcastles Größe und Lage reizten mich. Zudem sind Unterkünfte dort deutlich günstiger, was mehr Geld für andere Dinge lässt.


Studienfach: IT Systems Engineering (Informatik, Master)

Aufenthaltsdauer: 02/2015 – 06/2015

Gastuniversität: University of Newcastle

Gastland: Australien

Autor: Fredrik Teschke

Sowohl für die Bewerbung bei der UoN, als auch für die Promos-Bewerbung war die Angabe von konkreten Kursen und dem Studienvorhaben wichtig. Das gestaltet sich leider bei der UoN recht schwer es war schier unmöglich im Vorherein herauszufinden, welche Vorlesungen wirklich angeboten werden würden. Der allgemeine Vorlesungskatalog ist riesig, und nach vielen Stunden des Durchwühlens wählte ich vielversprechende Vorlesungen aus, von denen ich schlussendlich keine belegen konnte. Erst nach der Zusage erhält man Zugriff auf das OnlinePortal der Uni, in dem man die tatsächliche Auswahl zu Gesicht bekommt viel zu spät für die beiden erwähnten Bewerbungen. Mein Tip also: Nicht zu viel Zeit in die Kurssuche investieren, bevor nicht belegt werden kann.

Die Beantragung des Visums war sehr einfach. Ich entschied mich für ein Working Holiday Visum (WHV), da dies a) für ein Semester günstiger war, b) mir die Option bot länger als einen Monat nach Studienende in Australien zu bleiben und c) ermöglichte, nach Ende der Ferien oder in den Semesterferien Vollzeit zu arbeiten. Offiziell darf man im Rahmen eines WHV nur 4 Monate studieren. Wie genau dort aber Osterferien und die vorlesungsfreie Zeit vor den Klausuren eingehen wusste keiner so genau. Nachdem mir auch die Botschaft nicht weiterhelfen konnte und mir durch die Blume sagte, dass müsse vermutlich so gehen, entschied ich mich fürs WHV. Eine Auslandskrankenversicherung muss dann noch zusätzlich organisiert werden. Da mann hier aber frei wählen kann, und nicht eine der teuereren OSHC (overseas student health coverage) buchen muss, erweist sich der Gesamtpreis für ein Semester günstiger als beim Student Visa, und bietet die anderen schon erwähnten Vorteile.

Bereits aus Deutschland versuchte ich Dinge wie Anreise vor Ort, Unterkunft etc. zu planen. Ich bestellte
mir kostenlos nach Deutschland eine Opal Card, mit der der Nahverkehr im Großraum Sydney, vom Flughafen bis nach Newcastle, einfach bezahlt werden kann. Im Nachhinein ein Fehler, da man Anspruch auf eine Concession Card (Studentenrabatt) hat, die man erst vor Ort beantragen kann. Ich entschied mich gegen on campus accomodation aufgrund der horrenden Preise. Sicherlich ist on  campus einfacher zu organisieren, man muss sich bzgl. Transport vor Ort weniger Gedanken machen und wer viel mit Studenten feiern will ist klar im Vorteil. Wer nicht immer Party mit den größtenteils SEHR jungen australischen Studenten machen will, etwas Ruhe oder Nähe zur Stadt bevorzugt ist oder Geld sparen will, ist gut beraten sich anderweitig umzuschauen. Ich hatte über ein OnlinePortal (flatmates.com.au) bereits aus Deutschland ein tolles Zimmer in schicker, aber etwas abgelegener Lage gefunden. Andere sind aber sehr gut mit 12 Wochen HosteAufenthalt vor Ort zur Zimmersuche gefahren.

Studienfach: IT Systems Engineering (Informatik, Master)

Aufenthaltsdauer: 02/2015 – 06/2015

Gastuniversität: University of Newcastle

Gastland: Australien

Autor: Fredrik Teschke

Der Campus der UoN gefiel mir gut, es ist im Gegensatz zu Potsdam ein großer Campus, der durchaus weitläufig ist (solange man, wie aber eigentlich jeder, nur auf dem Callaghan Campus ist). Ich habe schlussendlich 3 Vorlesungen belegt (34 Vorlesungen gelten dort als volle Workload). Im Vergleich zu Veranstaltungen in Deutschland war der ÜbungsAnteil während des Semesters sehr hoch, und es gab fast überall ein Midterm Exam. Wer nicht Informatik studiert und nach Semesterende reisen will, kann versuchen nur Veranstaltungen zu belegen, die ohne Exam auskommen (also als Prüfungsleistung nur Paper/Präsentation haben). Das spart einem nach Semesterende 3 potentielle Wochen in Newcastle vor allem gut, da die Prüfungstermine recht kurzfristig bekannt gegeben werden und so Reisepläne durchkreuzen können.

Die Ausstattung und Unterstützung an der Uni war superb. Vor allem die UniClubs habe ich sehr zu schätzen gelernt. Unbedingt während der Orientation Week im Brennan Room vorbei schauen, und sich die InfoStände der Clubs anschauen. Vom QuidditchClub über Wasserball bis in zu Tauchen und Klettern ist alles vertreten (und auch vieles was nicht mit Sport zu tun hat). Ich habe mich schlussendlich beim NUMC (Mountaineering/generell outdoor Sport) und NUDES (Tauchen) angemeldet, und beides nicht bereut. Beide Clubs bieten günstigen bis sehr günstigen (NUDES) Zugriff auf Equipment, und organisieren während des Semesters eine Reihe von Trips. Mithelfen und Trips organisieren ist sehr gerne gesehen! Jeder, der eventuell mal Tauchen möchte, sollte unbedingt in Australien damit beginnen.

Kurse gibts verglichen mit Deutschland zum Spottpreis, und dank NUDESMitgliedschaft kann fast für umsonst ein Semester (oder Jahr) lang Taucherfahrung in Newcastle und Umgebung sammeln. Ein Auto, oder Diving Buddies mit Auto sind hierfür sehr hilfreich. Ich habe nach Semesterende noch drei weitere Monate zum Reisen in Australien verbracht, und die Zeit sehr genossen. Ich bin kein Fan von BusTouren, und wer viel (auch abgelegenes) sehen will, ist mit einem Auto gut beraten. Ob Kaufen (mit ein bisschen Allgemeinverstand sollte sich das spätestens ab 2 Monaten für die man es haben will lohnen) oder Mieten, sucht euch jemanden zum Reisen und schaut euch die wunderschönen Flecken an. Mein Favorit: Tasmanien. Ich habe dort 5 Wochen im Herbst verbracht (man sollte es aber eher im Sommer anvisieren aufgrund der Temperaturen), und es geliebt.


Rückblick

Mein Resüme in Kürze: Australien war klasse, die University of Newcastle ist gut gelegen für jeden der viel Sehen und Erleben will und nicht unbedingt eine Großstadt vor der Haustür braucht (Sydney ist aber auch nicht weit weg, für Australische Verhältnisse ;). Autokauf lohnt sich auch für ein Semester, viele Trips waren nur dadurch möglich. Werdet Mitglied in UniClubs, und nutzt die Trips um Leute kennen zu lernen und viel zu sehen. Wer nur ein Semester da ist, ist mit WHV besser bedient.

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