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Studienabschlussbeihilfe-StipendiatInnen 2013/14

Saida Aldamova

Saida Aldamova stammt aus der russischen Teilrepublik Dagestan. Dort hatte sie bereits außerordentlich erfolgreich ihr Diplomstudium mit den Schwerpunkten Linguistik sowie Deutsch und Englisch (Lehramt) absolviert, bevor sie vor 4 Jahren nach Deutschland kam. Seit 2012 studiert sie darauf aufbauend an der Universität Potsdam Russistik und Anglistik/ Amerikanistik und möchte im nächsten Wintersemester den Master in vergleichender Literatur- und Kulturwissenschaft anschließen.

Photo: Saida Aldamova

Ihre Zukunft sieht Aldamova in der Kulturarbeit im deutsch-russischen Bereich, welche sie durch ihr bisherigen Studium kennen und schätzen gelernt hat. „Ein besonderes Interesse zeigt [sie hierbei] für die russische Gesellschaft in Geschichte und Gegenwart.“ Zudem „erwies sie sich in allen Fällen als ebenso engagierte wie zuverlässige Studentin, die durch … ihre fundierten Beiträge einen wesentlichen Anteil am Gelingen der jeweiligen Lehrveranstaltung hatte; ihre Studiendisziplin und Zuverlässigkeit sind vorbildlich.“ (Dr. A. Huber).

Auf eine Unterstützung seitens ihrer Familie könne die Studentin nicht zählen, da ihr Lebensentwurf nicht deren traditionellen Plänen entspräche. Demnach ist Aldamova finanziell seit ihrer Ankunft in Deutschland auf sich allein gestellt, bzw. auf diverse Studentenjobs angewiesen. Doch sie sieht es als Vorteil ihrer jetzigen Situation, dass sie aufgrund ihrer Lebenserfahrung in der Lage ist, konsequent ihre Zielsetzungen zu verfolgen und aktiv zu gestalten.

Photo: Saida Aldamova

Dragan Radovancevic

Dragan Radovancevic begann sein Bachelor-studium der Psychologie im heimatlichen Belgrad, bevor er im Sommersemester 2012 nach Potsdam kam, um es hier zu beenden.

Photo: Dragan Radovancevic

Während seines Studiums fällt Dragan seinen Dozenten durch „außergewöhnlich hohe Motivation und Leistungsbereitschaft“ sowie eine „schnelle Auffassungsgabe“ auf (Dr. O. Lindemann), was seiner Abschlussarbeit mit Forschungsschwerpunkt in der Kognitions-wissenschaft zu Gute kommt. Ihn interessiert in diesem Zusammenhang besonders, Aufmerk-samkeit und Kurzzeitgedächtnis in ihren Auswirkungen an der numerischen Kognition.

Die letzten Jahre vor seiner Ankunft in Potsdam verdingte sich der Serbe als Schriftsteller: Diverse Auslandsaufenthalte und Stipendien brachten ihm den Kontakt mit verschiedensten Kulturen und boten Zeit zu beobachten. Diese Erfah-rungen durch die Weiterführung seines Studiums in Einklang mit den Kognitionswissenschaften zu bringen, ist mit Sicherheit ein interessanter Prozess für Radovancevic. Um sich hierbei noch besser in das akademische Leben vor Ort zu integrieren, belegt er neben seinen Fachveranstaltungen zusätzlich EDV- und Sprachkurse.

Photo: Dragan Radovancevic

Malgorzata Maria Bach

Im musikalischen Feld kann die Studentin der Musik- und Polonistik auf eine erstklassige Ausbildung zurückblicken: Nach ersten Kontakten begann mit 7 Jahren der Klavier-unterricht an der Staatlichen Musikschule in Leszno, die Malgorzata Maria Bach 12 Jahre später mit Diplom abschloss. Anschließend folgte das Magisterstudium der Musikwissen-schaft an der Humboldt Universität Berlin, Unterricht bei Robert Schrodt (Universität der Künste Berlin) sowie Fortbildungen mit Schwerpunkt der Russischen Klavierschule beim Musikverein „Anton Rubinstein“. Zusätzlich absolvierte sie an der HU Berlin das Bachelor-Studium Musik und Medien / Italienisch.

Photo: Malgorzata Maria Bach

Ihr Know-How gibt sie seit 2009 an der Musikschule „Klang-Farbe Orange“ in Oranienburg weiter, wo sie sich als Klavierlehrerin einbringt – zusätzlich leitete sie in der Stadt Musikwerkstätten und Theater-gruppen.

Ein weiteres finanzielles Standbein ist seit 2 Jahren die freie Mitarbeit bei einer Berliner Dienstleis-tungsfirma für Kongress-Service. Doch nicht nur dort beweist sie organisatorisches Talent, sondern auch als Tutorin für ihren Fachbereich an der Uni Potsdam. Das Tutorium „Kommunikation, Präsen-tation und Vermittlung“ wurde von ihr mit entworfen und selbständig umgesetzt – und bereits im ersten Jahr als eine der zehn besten Lehrveranstaltungen der Philosophischen Fakultät evaluiert. Zudem wird ihre kompetente Mitarbeit in der Studienkommission des Instituts für Slavistik hoch geschätzt.

Nun könnte man meinen, die akademischen Leistungen leiden darunter, doch ist dem bei weitem nicht so. Sie erbringt fast ausschließlich sehr gute Leistungen und „obgleich Frau Bach Polnisch als Zweitfach studiert, gehört sie zu den aktivsten Studierenden im Bereich Polonistik. Sie beteiligte sich als einzige Studierende des Instituts für Slavistik der Uni Potsdam an dem [universitäts-übergreifenden] Projekt NOVINKI, das als Online-Zeitschrift und Informationsbörse [für die] Literaturen Ost-, Ostmittel- und Südosteuropas“ dient (Dr. B Krehl).

Photo: Malgorzata Maria Bach

Alina Rusu

Alina Rusu ist mit Abstand die jüngste unserer Stipendiaten dieses Semesters. Doch war dies keineswegs ein Grund für oder gegen eine Nominierung. Die Moldawierin überzeugt schließlich schon jetzt mit eben solcher Zielstrebigkeit und Engagement, wie die übrigen Kandidaten es getan haben.

Photo: Alina Rusu

Am Ende ihrer Abiturphase in Chisinau unternahm Alina einen 1-jährigen Schul-austausch an ein Berliner Gymnasium, welcher sie nachhaltig prägte. Denn im Anschluss begann sie an der Universität Potsdam das Mathematikstudium. Kurz nach Studienbeginn folgte jedoch ein entscheidender Schritt für die weitere Karriereplanung: Frau Rusu begann als Nachhilfelehrerin bei der Schülerhilfe in Berlin und merkte sehr schnell, „dass der Lehrdienst [ihre] Berufung ist.“ Folglich wechselte sie vom Mono-Bachelor zum Lehramtprogramm und wählte zur Mathematik das Fach Russisch – eine nur logische Entscheidung, da dies durch sehr frühen Kontakt fast ihre zweite Muttersprache ist. Ihre Nebentätigkeit im pädagogischen Bereich baute sie weiter aus. Neben erwähntem Job, folgt seit 2013 ein Praktikum als Vertretungslehrerin für Mathematik an ihrer ehemaligen Berliner Austauschschule sowie die Betreuung von Kindern in einer evangelischen Gemeinde mit sonderpädagogischem Schwerpunkt. Hier reizt die Studentin insbesondere, ihre erworbenen Kenntnisse anzuwenden und in schwierigen Situationen Erfolge zu erzielen und zu ermöglichen. Zusätzlich arbeitet sie auch seit letztem Jahr als Studentische Hilfskraft im Akademischen Auslandsamt der Universität Potsdam, wo sie durch ihr Organisationstalent und ihre Mehrsprachigkeit eine wertvolle Unterstützung ist.

Neben all ihrem außer-universitärem Einsatz kommt das Studium jedoch nicht zu kurz, wie ihr Professor Dr. Peter Kosta zu berichten weiß: „Frau Alina Rusu... hat bei mir bisher alle Seminare … mit überdurchschnittlichem Erfolg abgeschlossen … und … unter Beweis gestellt, dass sie sowohl in der Theorie, als auch in der empirischen Sprachwissenschaft und Soziolinguistik besondere Begabung zeigt.“ Sie „trug mit vorzüglichem Fleiß und Engagement dazu bei, dass neue Ideen und Arbeitsme-thoden … die KommilitonInnen zur Mitarbeit anspornten. Frau Rusu ist mir als eine sehr ... intelligente und auch mutige Frau mit klaren Standpunkten und großer Aufrichtigkeit ihren Mitmenschen gegenüber aufgefallen.“

Photo: Alina Rusu

Uyanga Bayarmunkh

Nachdem Uyanga Bayarmunkh erfolgreich an der mongolischen Staatsuniversität den Bachelor in Germanistik absolviert und am Herder-Institut in Leipzig Deutsch als Fremd-sprache studiert hatte, begann sie an der Universität Potsdam das Masterstudium der Fremdsprachenlinguistik, vor dessen Abschluss sie nun steht. Die ähnlichen und zugleich doch unterschiedlich angelegten Studiengänge ermöglichten ihr den Erwerb fundierter Kenntnisse der wissenschaftlichen Theorie, praktischen Methodik sowie der historischen und kulturellen Aspekte des Lehrens von deutscher Sprache.

Photo: Uyanga Bayarmunkh

Ihrem universitären Umfeld fällt Uyanga Bayarmunkh als „sehr interessiert und hoch motiviert“ auf; „sie zeigt einen großen Grad an Selbständigkeit und entwickelt ihre eigenen Studien-schwerpunkte.“ (Prof. Dr. C. Schroeder). Zudem bestritt Uyanga Bayarmunkh ihren Lebensunterhalt stets mit Hilfe verschiedener studien-naher Tätigkeiten selbst, sei es als mongolisch-deutsche/deutsch-mongolische Übersetzerin oder als Tutorin im Institut für Indologie und Zentralasienwissenschaft an der Universität Leipzig.

Für ihre Masterarbeit mit dem Schwerpunkt „Wortakzent im Erwerb des Deutschen als Fremdsprache mit Mongolisch als Ausgangssprache: Sprachvergleich und Analyse zur Standardabweichung“ möchte Uyanga nun teils empirisch arbeiten. Hierfür ist ein Aufenthalt im Heimatland geplant, welcher eine weitere Ausübung der momentanen Nebenjobs ausschließt.

Nach ihrem Projekt und Studium plant Frau Bayarmunkh die Rückkehr in die Mongolei, um dort auch zukünftig „deutsche Sprache zu vermitteln, daran zu forschen und auch im akademischen Bereich zu arbeiten.“ Dieses vielversprechende Maß an Engagement und Zielstrebigkeit lässt es nicht schwer fallen, sie für eine Studienabschlussbeihilfe des DAAD zu nominieren. Für die Masterarbeit und die Zukunft wünschen wir ihr viel Erfolg.

Photo: Uyanga Bayarmunkh

Brigitte Lorena Chipana Bautista

In Lima geboren und aufgewachsen, hat sich Brigitte Lorena Chipana Bautista mit ihrem Schulabschluss entschieden nach Deutschland zu kommen. Seit ihrer Ankunft arbeitet sie mit Kindern und Jugendlichen – um schon früh festzustellen, dass ein Lehramtsstudium das Passende für sie wäre.

Photo: Brigitte Lorena Chipana Bautista

Auch seit Beginn des Studiums der Fächer Spanisch und Geschichte ist sie engagiert in verschiedenen naheliegenden Bereichen, die ihr zwar Freude und den nötigen Unterhalt bringen, einem wirklichen Vollzeitstudium aber im Weg stehen. Ihre Jobs umfassen die Betreuung von Kindern und Jugendlichen, das Erteilen von Spanisch-Nachhilfe sowie als Erzieheraushilfe eine Berliner Kindertagesstätte zu unterstützen. Auch eine 1-jährige Tätigkeit als Lehrassistentin an der Spanisch-Deutschen Europaschule „Joan Miro“ kann sie als wertvolle Referenz verbuchen. Doch musste sie diese zeitintensive Arbeit leider zugunsten des Studiums aufgeben.

Frau Chipana Bautista fällt in ihrem Studium besonders als „engagierte, zielstrebig arbeitende Studentin“ auf, die das „Studienangebot bewusst nutzt, um sich voller Wissensdurst neue Themen und Fragestellungen anzueignen.“ Schätzenswert seien auch ihre „offene und freundliche Art“ sowie „eine große Sensibilität für pädagogische Aspekte der Wissensvermittlung.“ (Dr. J. Häseler)

Demzufolge ist es nur allzu wahrscheinlich, dass wir mit Frau Chipana Bautista zukünftig eine sehr kompetente Lehrerin haben werden, für die ihr Beruf genau das Richtige und Erfüllende ist. Damit dies nicht unnötig lang dauert, schätzen wir uns glücklich, ihr für die Zeit der Anfertigung der Bachelorarbeit die Studienabschlussbeihilfe des DAAD zukommen lassen zu können und wünschen ihr für die Zeit des weiteren Studiums und den folgenden beruflichen Weg viel Erfolg.

Photo: Brigitte Lorena Chipana Bautista

Gulnora Usmanova

„Das Glück besteht darin, zu leben wie alle Welt und doch wie kein anderer zu sein.“ (Simone de Beauvoir)

Photo: Gulnora Usmanova

Frau Gulnora Usmanova kam vor zehn Jahren gemeinsam mit ihrer Familie nach Berlin. Ein langer und anstrengender Weg lag vor ihr: im neuen Land so schnell wie möglich die Sprache zu erlernen und sich im deutschen Ausbildungssystem zurechtzufinden. Heute bestreitet sie die letzten Meter ihres Universi-tätsstudiums. Nach den erfolgreich bestanden Prüfungen in Politikwissenschaft und Russistik, konzentriert sie sich nun auf Ihre Abschluss-arbeit im Fach Geschichte. Neben ihrer schulischen und universitären Ausbildung konnte sie sich stets auch für Land und Leute begeistern. Obgleich sie für Ihren Lebensunterhalt mit mehreren Nebenjobs selber aufkommen musste, stand für sie immer auch der Austausch mit ihren Mitmenschen im Fokus. So ist der Studentin aus Usbekistan momentan vor allem eine Nebentätigkeiten besonders wichtig: Als Mitbegründerin von Chiroq e.V. – Deutsch-Usbekischer Verein für Wissenschaft und Bildung, will sie ihre eigenen Erfahrungen über ihren doch recht holprigen Start in Deutschland weitergeben. So liegt es ihr am Herzen, in Deutschland lebende usbekische Studenten und Akademiker vor allem in ihrer Anfangsphase zu unterstützen und dadurch längerfristige Integrationsarbeit zu leisten. Gleichzeitig möchte sie dem bestehenden Mangel an Wissen über Ihre Heimat entgegenwirken.

Nach dem Studium möchte Gulnora Usmanova weiterhin in der Vereinsarbeit tätig sein. Zurzeit muss sie diesbezüglich leider etwas kürzer treten, da ihr die Anfertigung ihrer Abschlussarbeit wenig Raum für Nebentätigkeiten lässt. Tag ein, Tag aus begibt sie sich nun auf eine Reise in die eigene Vergangenheit, in dem sie sich mit der russischen Kolonisierung Zentralasiens und deren weitreichenden Auswirkungen befasst.

Photo: Gulnora Usmanova