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Ein Italiener auf deutschen Bühnen – Internationale Tagung zu Luigi Pirandello

Er ist einer der bedeutendsten Dramatiker des 20. Jahrhunderts: der italienische Schriftsteller und Nobelpreisträger Luigi Pirandello (1867-1936). Er lebte nicht nur für einige Zeit in Deutschland, sondern hatte auch großen Einfluss auf die deutsche Theaterlandschaft. Die besondere Beziehung des Dichter-Philosophen zu Deutschland untersuchen Experten beim internationalen Kolloquium „Pirandello e la Germania / Pirandello in Germania“, das am 26. und 27. Oktober in Potsdam und Berlin stattfindet. Die Tagung zum 150. Geburtstag des Schriftstellers wird von der Romanistin Prof. Dr. Cornelia Klettke von der Universität Potsdam in Kooperation mit dem Italien-Zentrum der Freien Universität Berlin und dem Italienischen Kulturinstitut Berlin veranstaltet.

Der Italiener Luigi Pirandello weilte mehrfach und für längere Zeit in Berlin und hatte zudem einen besonderen Bezug zu Potsdam. 1929 sollte in Babelsberg sein Drama „Sechs Personen suchen einen Autor“ verfilmt werden, weshalb er eigens die Reise in den Norden antrat. Die Filmstadt inspirierte Pirandellos Schaffen als Dramatiker und Philosoph. Wie andere Literaten und Künstler der italienischen Avantgarde fühlte sich Pirandello angezogen vom pulsierenden Theater- und Kulturleben im Berlin der Zwanziger Jahre. Doch der eineinhalbjährige Berlinaufenthalt war nur der Höhepunkt einer langen Reihe von Kontakten Pirandellos mit Deutschland. Der Dichter-Philosoph promovierte Anfang der 1890er Jahre in der damals weltweit renommierten Bonner Romanistik.
Zum ersten Mal widmen sich nun Spezialisten aus Deutschland, Österreich, Italien und den USA ausschließlich dem bisher vernachlässigten Deutschland-Bezug Pirandellos. Neben den Aufenthalten in Bonn und Berlin geht es um seine Auseinandersetzung mit der deutschen Philosophie und Literatur, dem deutschen Kino und insbesondere dem deutschen Theater. Schließlich wurden seine Dramen bis Mitte der 1920er Jahre in Deutschland über 100 Mal aufgeführt – häufiger als in Italien. Nicht zuletzt setzte Pirandello dem Regietheater von Max Reinhardt eine eigene Theaterkonzeption entgegen, womit er Kunstphilosophen wie Walter Benjamin beeinflusste.

Zeit: 26.–27.10.2017  
Ort: Universität Potsdam, Campus Am Neuen Palais, 14469 Potsdam, Haus 8, Foyerräume (0.60/0.61) sowie Freie Universität Berlin, Seminarzentrum (Raum L 115), Otto-von-Simson-Str. 26, 14195 Berlin
Kontakt: Prof. Dr. Cornelia Klettke, Institut für Romanistik
E-Mail: klettke@uni-potsdam.nomorespam.de
Internet: http://www.uni-potsdam.de/de/romanistik-klettke/aktuelles/uebersicht.html

Medieninformation 20-10-2017 / Nr. 169
Jana Scholz

Universität Potsdam
Referat Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Am Neuen Palais 10
14469 Potsdam
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Fax: +49 331 977-1130
E-Mail: presse@uni-potsdam.nomorespam.de
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Online gestellt: Tina Geburtig
Kontakt zur Online-Redaktion: onlineredaktion@uni-potsdam.de