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Schulbuchredaktion

Bei dem Gedanken an die eigene Schulzeit hat fast jede*r von uns das Logo der bekannten Schulbuchverlage im Kopf. Doch was genau hinter der Arbeit in einem solchen Verlag steckt, ist meist unklar. Dabei unterscheidet sich die Arbeit in einem Schulbuchverlag in vielerlei Hinsicht von der in anderen Verlagen, denn Schulbuchverlage müssen ihre Lerninhalte auf die Bildungsvorgaben abstimmen und von den Kulturministerien prüfen lassen.
Die Hauptaufgabe einer solchen Redaktion besteht in der didaktischen Erarbeitung, also der Prüfung und Produktion von Unterrichtsmaterialien für den Fachunterricht an Schulen und in der Erwachsenenbildung – in gedruckter und digitaler Form. Häufig arbeiten sie dafür mit Fachautor*innen zusammen. Diese Autor*innen sind meist nebenberuflich für den Schulbuchverlag tätig, weisen eine Qualifizierung im Bildungsbereich auf und werden von den ausgebildeten Redakteur*innen betreut.
Im Unterschied zu Redakteur*innen aus anderen Bereichen (wie z.B. in Zeitungsverlagen) fungieren Schulbuchredakteur*innen also mehr als eine Mischung aus Redakteur*innen und Lektor*innen und stimmen sich darüber hinaus auch noch mit weiteren Bereichen - wie der Bild- und Rechteabteilung oder dem Vertriebsteam - ab.

Um als Redakteur*in in einem Schulbuchverlag Fuß zu fassen, führt der klassische Weg über ein sogenanntes Volontariat, das meist 18 bis 24 Monate dauert. Aufgrund der bildungswissenschaftlichen Ausrichtung werden Lehrämtler*innen in einem Bewerbungsverfahren meist bevorzugt behandelt. Eine pädagogische Ausbildung ist für die Arbeit als Redakteur*in in einem Schulbuchverlag dennoch kein Muss. Je nachdem für welchen Fachbereich man sich bewirbt, werden in der Regel aber ein fachlich entsprechender Studienhintergrund sowie erste Redaktions-oder Lehrerfahrungen gefordert. Einzelne Schulbuchverlage haben sich darüber hinaus auf die Fremdsprachenförderung spezialisiert, weshalb die Arbeit in der Redaktion eines Schulbuchverlages auch durchaus für Studierende mit fundierten Fremdsprachenkenntnissen geeignet ist.

Marion Kiffe

arbeitet in der Englischredaktion des Cornelsen Verlags Berlin