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Das Neue Palais

Luftaufnahme Campus Am Neuen Palais, 1993

Luftaufnahme Campus Am Neuen Palais, 2010

Campus Am Neuen Palais

Am westlichen Ende des Parks Sanssouci, direkt hinter dem Neuen Palais, liegt der Campus Am Neuen Palais. Seine Gebäude gehören zu den historischsten der Potsdamer Wissenschaftslandschaft: Nicht nur stammt ein Großteil des Campus aus der Zeit Friedrichs des Großen. Nach dem Zweiten Weltkrieg fand hier auch der wissenschaftliche Neuanfang statt: Die hier beheimatete, 1948 gegründete Brandenburgische Landeshochschule, die von 1951 bis 1990 Pädagogische Hochschule hieß, war die größte in Brandenburg. Heute logieren die Hochschulverwaltung sowie die Institute der Philosophischen Fakultät, der Sportwissenschaft sowie der Mathematik am historischen Ort.

 

 

Blick zum Auditorium maximum der Pädagogischen Hochschule „Karl Liebknecht", 1970er

Blick zum Auditorium maximum der Universität Potsdam, 2010

Das hohe Haus

Vom Neuen Palais kommend, geht man – heute wie früher – durch einen bezaubernden Kastanienhain auf jenes Gebäude zu, in dem das Auditorium maximum der Hochschule untergebracht ist. Einst stand vor dem Hauptportal eine Büste Karl Liebknechts, dessen Namen die Pädagogische Hochschule in Potsdam seit 1971 trug. Mit den großen Lettern am Haus verschwanden 1991, als aus der PH die Universität Potsdam wurde, auch der Name und die Büste. Geblieben ist der Kastanienhain, der dem Vorplatz des Gebäudes, vor allem zur Blütezeit, den Charme eines Parks verleiht.

Kaiserlicher Marstall, 1894

Auditorium maximum der Universität Potsdam, 2011

Unterm Hallendach

Das Auditorium maximum der Universität Potsdam kann sich sehen lassen, immerhin finden im festlichsten Saal der Hochschule gut 400 Menschen Platz. Doch auch die Geschichte dieses Raumes hat „Größe“: Das Gebäude, in dem er sich befindet, diente einst als kaiserlicher Marstall. 1894 fertiggestellt, war die prachtvolle Reithalle vor allem Kaiser Wilhelm II. und seinen Pferde vorbehalten. Als der 1919 ins holländische Exil ging, folgten andere „Mieter“: Post, Polizei, Militär. In den 1950ern schließlich baute man eine Zwischendecke in die Halle ein und statt Pferd und Reiter zogen – quasi ins Dachgeschoss – Professoren und Studenten ein.

Südliches Commun-Gebäude, 1960er

Südliches Commun-Gebäude, 2011

Gemeinsam

Es sind die beiden Communs, die der Universität Potsdam ihr Gesicht geben. Und das ist wörtlich gemeint: Das Logo der Hochschule zeigt die zum Neuen Palais gewandte Seite der Häuser mit den zwei halbrunden Treppen. Außerdem befindet sich im südlichen der beiden Gebäude die zentrale Hochschulleitung. Dabei war der Bau ursprünglich alles andere als „herrschaftlich“: In der Zeit nach seiner Erbauung 1766–1769 beherbergte es die Küche und „Kammern für die Dienerschaft“, bestenfalls Räume für königliche Kavaliere. Mittlerweile steht das namensgebende „commun“ weniger für „gemein“ als für gemeinsam, da im Haus zugleich viele Lehrveranstaltungen stattfinden. Und die Wiese davor ist ohnehin für alle da.

Nördliches Commun-Gebäude und der symmetrische Nachbau des Marstalls, 1960er

Nördliches Commun-Gebäude und Haus der Sportwissenschaft und -medizin, 2011

Geschichte ist in jedem Stein

Der Geist vergangener Zeiten durchweht auch das nördliche der beiden Communs-Gebäude: Ursprünglich war es ein Gästehaus für Besucher des Königs, wenn auch ein spartanisches: „Zwei eiserne Bettstellen, zwei ordinaire Matratzen, (…) ein Nachtstuhl, (…) zwei Schemel“, mehr gab es nicht für des Königs Gäste um 1799. Das änderte sich gewiss nicht, als das Gebäude im 19. Jahrhundert zur – wohl ansehnlichsten preußischen – Kaserne wurde, und die I. Kompanie des Kgl. Lehr- und Infanteriebataillons aufnahm. Erst nach dem Zweiten Weltkrieg zog mit der Pädagogischen Hochschule ein neuer Geist in die Räume des Hauses, inzwischen bildet es den Sitz der Philosophischen Fakultät.

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