Über uns


Im Zentrum werden Sprache und Sprachvariation im Kontext von Migration und Mehrsprachigkeit und über die gesamte Lebensspanne untersucht - ein Thema von zentraler Bedeutung in modernen Gesellschaften. Der Kern des Zentrums liegt in der Philosophischen Fakultät, mit fakultätsübergreifenden Verbindungen zur Kognitionswissenschaft und Bildungswissenschaft.


Das Zentrum ermöglicht eine Perspektive auf das Thema "Sprache, Variation und Migration", die verschiedene Teilbereiche der Sprachwissenschaften mit einander ebenso wie mit externen Fächern vernetzt.

Die Aktivitäten umfassen ein umfangreiches Betreuungsprogramm für Studierende, die den Schwerpunkt ihres Studiums im Bereich "Sprache, Variation, Migration" legen und interdisziplinär forschen wollen.

Das Zentrum ist Teil des bundesweiten Netzwerks „Sprache, Variation und Migration", das einschlägige Forschungsverbünde aus der Sprachwissenschaft und benachbarten Disziplinen miteinander verbindet.

In den Arbeitspapieren werden Arbeiten des wissenschaftlichen Nachwuchses (Bachelorarbeiten, Masterarbeiten) publiziert, die sich mit dem Themenbereich "Sprache, Variation und Migration" befassen.


Hintergrund


Der Bereich Sprache und Sprachvariation im Kontext von Migration ist ein Thema von zentraler Bedeutung in modernen Gesellschaften. So weist beispielsweise heute in Deutschland bereits knapp ein Fünftel der Bevölkerung einen Migrationshintergrund auf, und in Zukunft wird dies wegen des vergleichsweise hohen Anteils an Jugendlichen und Kindern in dieser Bevölkerungsgruppe noch zunehmen. So ist jede/r zweite Einwohner/in mit Migrationshintergrund jünger als 34 Jahre, in der Altersgruppe der unter 5-jährigen Kinder weist bereits ein Drittel einen Migrationshintergrund auf, wobei in urbanen Gebieten der Anteil noch höher liegt. In den so entstehenden multiethnischen Populationen entwickeln sich neue sprachliche Praktiken und Ressourcen sowie neue Problemfelder sprachlicher Kompetenzen. Gleichzeitig verändert sich das sprachliche Varietätenspektrum durch Konvergenz- und Divergenzprozesse, die u.a. im Auf- und Abbau substandardsprachlicher Varietäten und der Herausbildung von Regionalstandards sichtbar werden und mit außersprachlichen Entwicklungen wie Binnenmigration und Suburbanisierung zusammenhängen.

Dies ist damit ein Bereich von hoher gesellschaftlicher Relevanz. Die Untersuchung von Sprachwandel-, Sprachkontakt- und Spracherwerbsphänomenen im Kontext von Mehrsprachigkeit ist zudem in besonderer Weise geeignet, Aspekte des sprachlichen Systems zu beleuchten und zur linguistischen Theoriebildung beizutragen.

Logo des Zentrums für Sprache, Variation und Migration

Forschergruppe RUEG

"Emerging Grammars in Language Contact Situations”

Wir freuen uns über die Bewilligung der Research Unit: "Emerging Grammars in Language Contact Situations: A Comparative Approach" durch die DFG. In der Forschergruppe kooperieren acht Projekte, verteilt auf die Universität Potsdam und fünf weitere Standorte. Sprecherin des Verbundprojekts ist Heike Wiese (Humboldt-Universität zu Berlin)

Weitere Informationen finden Sie unter Forschung sowie auf der ...