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Jüdische Studien: Forschungsprojekte

1. Sam 28. Text, Übersetzung u. Kommentare in der 5. Aufl. des Samuel-Bandes der Kitvēj Kodesch, Wien 1839.

Haskala im Dialog

Juda Jeitteles und Juda Leib ben Ze’eb als Exegeten der Aufklärung

Juda Jeitteles (1773-1838) und Juda Leib ben Ze’eb (1764-1811) waren jüdische Aufklärer in der Donaumonarchie. Unter dem Titel Kitvēj Kodesch (heilige Schriften) haben beide für eine jüdische Leserschaft Texte der Bibel aus dem Hebräischen ins Deutsche übersetzt und modern kommentiert. Das Projekt analysiert die exegetischen Werke dieser heute weitgehend vergessen Denker und wirft damit weiteres Licht auf die jüdische Aufklärung in Böhmen und Österreich zu Beginn des 19. Jahrhunderts.

Leitung: apl. Prof. Dr. Christoph Schulte (Universität Potsdam), Prof. Dr. Hannes Bezzel (Universität Jena)

Projektmitarbeiterinnen: Dr. Louise Hecht und Dr. Grit Schorch

Das Drittmittelprojekt wird von 2016-2018 im Umfang von 252.750 € durch die DFG gefördert.

1. Sam 28. Text, Übersetzung u. Kommentare in der 5. Aufl. des Samuel-Bandes der Kitvēj Kodesch, Wien 1839.
Foto: R. Blase
Grabsteine auf dem Jüdischen Friedhof in Prenzlau

Jüdische Friedhöfe in Brandenburg

Das online-Projekt Jüdische Friedhöfe in Brandenburg wird vom Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft der Universität Potsdam unterstützt. Das Projektteam hat es sich zum Ziel gesetzt, die jüdischen Friedhöfe des Landes Brandenburg umfassend zu dokumentieren und die Datenbank kontinuierlich zu erweitern.

Im Universitätsverlag erschien die Broschüre „Spurensuche auf dem Jüdischen Friedhof Potsdam. Eine Handreichung für den Unterricht“. Sie ist das Ergebnis eines 2015/16 durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ geförderten Projektes. Hierbei konnten sich Schülerinnen und Schüler des Potsdamer Humboldt-Gymnasiums intensiv mit dem jüdischen Erbe ihrer Stadt auseinandersetzen.

Das Heft ist über den Buchhandel sowie als kostenloser Download auf dem Publikationsserver der Universität erhältich.

Foto: R. Blase
Grabsteine auf dem Jüdischen Friedhof in Prenzlau
Foto: R. Blase
Jüdischer Friedhof in Prenzlau

Jüdische Friedhöfe in Brandenburg

Jüdische Friedhöfe sind in vielen Orten die einzigen augenfälligen Zeugen jüdischen Lebens in der Mark Brandenburg. Sie wurden im Glauben an die leibliche Auferstehung der Toten am Ende der Tage auf Dauer angelegt. Heute sind von den über 60 noch nachweisbaren Friedhöfen in Brandenburg nur wenige nicht zerstört.

Mit ihren Lücken und Spuren der Zerstörung, aber vor allem auch mit ihren teils verwitterten Inschriften, sind diese "Häuser des Lebens", wie sie auf Hebräisch häufig genannt werden, Spiegel des Lebens der Einzelnen wie auch des Schicksals der Gemeinden.

Auch wenn uns manche Inschriften unmittelbar anrühren, so lassen sich genealogische, kulturelle sowie soziale Zusammenhänge und Entwicklungen oft erst durch geduldiges Befragen dieser einzigartigen geschichtlichen Quellen erschließen. Hierzu soll diese Dokumentation durch die Recherchierbarkeit sowohl der hebräischen als auch deutschen Inschriften eine wichtige Hilfe bieten.

Das Projekt Jüdische Friedhöfe in Brandenburg wird vom Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft der Universität Potsdam unterstützt. Das Projektteam hat es sich zum Ziel gesetzt, die jüdischen Friedhöfe des Landes Brandenburg umfassend zu dokumentieren und die Datenbank kontiniuierlich zu erweitern.

Hier gelangen Sie zur Website des Projekts Jüdische Friedhöfe in Brandenburg

Foto: R. Blase
Jüdischer Friedhof in Prenzlau

Das Jiddische Staatstheater in Bukarest

Seit dem 1. September 2016 erforscht Prof. Dr. Corina L. Petrescu mit Hilfe eines Forschungsstipendiums der Alexander von Humboldt-Stiftung die Geschichte und die Ästhetik, die Programme, die Akteure und die Aufführungspraxis des Jiddischen Staatstheaters in Bukarest nach dem 2. Weltkrieg. In der Universitätsbibliothek Potsdam untersucht sie dafür die Bercovici-Sammlung. Diese Sammlung umfaßt 3000 Bände zu jiddischem Theater, Lyrik und Prosa. Der jiddische Dichter Israil Bercovici (1921-1988), der die Sammlung privat angelegt hat, war der langjährige Direktor des Jiddischen Theaters in Bukarest in den Zeiten der Ceaucescu-Diktatur. Gastgeber der Germanistin ist apl. Prof. Dr. Christoph Schulte.

Quelle: Universitätsbibliothek Potsdam

Der Herkunft von Judaica aus NS-Raubgut auf der Spur

Provenienzforschung an der Universitätsbibliothek Potsdam

2014 startete an der Universitätsbibliothek Potsdam ein Forschungsprojekt zur Herkunft von Judaica aus NS-Raubgut. Ein Jahr lang wurden die Judaica der Bibliothek auf Hinweise auf ihre Provenienz hin untersucht. Die Arbeitsstelle für Provenienzforschung und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien durch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz förderten das Projekt mit rund 32.000 Euro.

Mehr erfahren Sie hier.

Quelle: Universitätsbibliothek Potsdam
Quelle: Katja Wolgast

oder-juedisch

Die Forschungsgruppe »…Oder jüdisch« entstand 2011 aus dem studentischen Forschungsprojekt frankfurt-oder-juedisch, welches sich im Rahmen des Moduls Wissenschatliche Praktik des Masters Jüdische Studien mit Spuren jüdischer Geschichte in der Oderstadt Frankfurt beschäftigte. 2012 wurde der Forschungsbereich auf jüdische Gemeinden im deutsch-polnischen Grenzgebiet ausgeweitet.

Das Projekt arbeitet einerseits jüdische Geschichte an der Oder/Neiße-Grenze auf. Andererseits vollzieht es einen Perspektivwechsel, indem es jüdische Geschichte als integrativen Bestandteil europäischer Geschichte begreift. Den Webauftritt des Projekts finden Sie hier.

Quelle: Katja Wolgast
Quelle: haskala.net

haskala.net - Digitales Archiv der jüdischen Aufklärung

haskala.net ist ein offenes wissenschaftliches Forum für Informationen über die Haskala, die jüdischen Aufklärerinnen und Aufklärer des 18. und 19. Jahrhunderts und deren Schriften. Die Seite haskala.net wird erarbeitet, ins Netz gestellt und unterhalten von einer Forschergruppe an der Universität Potsdam.

Ziel von haskala.net ist es, ein Archiv der jüdischen Aufklärung zu schaffen, das Informationen über die Protagonisten der Haskala, ihr Leben und ihre Werke, Portraits, Institutionen und Aktivitäten sammelt. Über das Internet steht haskala.net für wissenschaftliche Forschung und Lehre, aber auch einer interessierten Öffentlichkeit frei zur Verfügung.

Haskala.net präsentiert Forschungsergebnisse aus Projekten an der Universität Potsdam, die gefördert wurden vom Bundesministerium des Innern,  der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der German-Israeli Foundation sowie dem Staatsminister für Kultur und Medien der Bundesrepublik Deutschland. Auf die Seite von haskala.net gelangen Sie hier

 

 

Quelle: haskala.net