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Jüdische Studien: Forschungsprojekte

Foto: R. Blase
Grabsteine auf dem Jüdischen Friedhof in Prenzlau

Jüdische Friedhöfe in Brandenburg

Jüdische Friedhöfe sind in vielen Orten die einzigen augenfälligen Zeugen jüdischen Lebens in der Mark Brandenburg. Sie wurden im Glauben an die leibliche Auferstehung der Toten am Ende der Tage auf Dauer angelegt. Heute sind von den über 60 noch nachweisbaren Friedhöfen in Brandenburg nur wenige nicht zerstört.

Mit ihren Lücken und Spuren der Zerstörung, aber vor allem auch mit ihren teils verwitterten Inschriften, sind diese "Häuser des Lebens", wie sie auf Hebräisch häufig genannt werden, Spiegel des Lebens der Einzelnen wie auch des Schicksals der Gemeinden.

Auch wenn uns manche Inschriften unmittelbar anrühren, so lassen sich genealogische, kulturelle sowie soziale Zusammenhänge und Entwicklungen oft erst durch geduldiges Befragen dieser einzigartigen geschichtlichen Quellen erschließen. Hierzu soll diese Dokumentation durch die Recherchierbarkeit sowohl der hebräischen als auch deutschen Inschriften eine wichtige Hilfe bieten.

Das Projekt Jüdische Friedhöfe in Brandenburg wird vom Institut für Jüdische Studien und Religionswissenschaft der Universität Potsdam unterstützt. Das Projektteam hat es sich zum Ziel gesetzt, die jüdischen Friedhöfe des Landes Brandenburg umfassend zu dokumentieren und die Datenbank kontiniuierlich zu erweitern.

Wir würden uns sowohl über Ihren Besuch der Internetseite als auch tatkräftige Unterstützung des Projektes sehr freuen. Zur Projektseite

Außerdem erschien soeben im Universitätsverlag Potsdam in 2. Auflage die Broschüre „Spurensuche auf dem Jüdischen Friedhof Potsdam. Eine Handreichung für den Unterricht“. Sie ist das Ergebnis eines 2015/16 durch die Stiftung „Erinnerung, Verantwortung und Zukunft“ geförderten und auf Initiative des Projektteams entstandenen Projektes. Hierbei konnten sich Schülerinnen und Schüler des Potsdamer Humboldt-Gymnasiums im Rahmen eines Seminarkurses intensiv mit dem jüdischen Erbe ihrer Stadt auseinandersetzen.

Das Heft ist über den Buchhandel (ISBN 978-3-86956-374-9, 53 Seiten; 7,50 €) oder direkt beim Verlag erhältlich. Hier Darüber hinaus steht es zum kostenlosen Download auf dem Publikationsserver der Universität zur Verfügung. Hier

Foto: R. Blase
Grabsteine auf dem Jüdischen Friedhof in Prenzlau

Das Jiddische Staatstheater in Bukarest

Ab dem 1. September 2016 erforscht Prof. Dr. Corina L. Petrescu mit Hilfe eines Forschungsstipendiums der Alexander von Humboldt-Stiftung die Geschichte und die Ästhetik, die Programme, die Akteure und die Aufführungspraxis des Jiddischen Staatstheaters in Bukarest nach dem 2. Weltkrieg. In der Universitätsbibliothek Potsdam untersucht sie dafür die Bercovici-Sammlung. Diese Sammlung umfaßt 3000 Bände zu jiddischem Theater, Lyrik und Prosa. Der jiddische Dichter Israil Bercovici (1921-1988), der die Sammlung privat angelegt hat, war der langjährige Direktor des Jiddischen Theaters in Bukarest in den Zeiten der Ceaucescu-Diktatur. Seine Bibliothek ist eine einzigartige Quelle zur Geschichte des jiddischen Theaters nicht nur in Rumänien.

Prof. Dr. Corina L. Petrescu ist Associate Professor of German im Department of Modern Languages an der University of Mississippi. Ihre Forschungsschwerpunkte liegen im Bereich des Nationalsozialismus, der Darstellung des Jahres 1968 in deutscher und rumänischer Literatur, der deutsch-jüdischen Beziehungen seit dem 18. Jahrhundert und dem osteuropäischen jiddischen Theater.

Quelle: Universitätsbibliothek Potsdam

Der Herkunft von Judaica aus NS-Raubgut auf der Spur

Provenienzforschung an der Universitätsbibliothek Potsdam

An der Universitätsbibliothek Potsdam startet ein Forschungsprojekt zur Herkunft von Judaica aus NS-Raubgut. Ein Jahr lang werden nun die Judaica der Bibliothek auf Hinweise auf ihre Provenienz hin untersucht. Die Arbeitsstelle für Provenienzforschung und die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien durch die Stiftung Preußischer Kulturbesitz fördern das Projekt mit rund 32.000 Euro.

Mehr erfahren Sie hier.

Quelle: Universitätsbibliothek Potsdam
Quelle: Katja Wolgast

oder-juedisch

Die Forschungsgruppe »…Oder jüdisch« entstand 2011 aus dem studentischen Forschungsprojekt frankfurt-oder-juedisch, welches sich im Rahmen des Moduls Wissenschatliche Praktik des Masters Jüdische Studien mit Spuren jüdischer Geschichte in der Oderstadt Frankfurt beschäftigte. 2012 wurde der Forschungsbereich auf jüdische Gemeinden im deutsch-polnischen Grenzgebiet ausgeweitet.

Das Projekt arbeitet einerseits jüdische Geschichte an der Oder/Neiße-Grenze auf. Andererseits vollzieht es einen Perspektivwechsel, indem es jüdische Geschichte als integrativen Bestandteil europäischer Geschichte begreift. Den Webauftritt des Projekts finden Sie hier.

Quelle: Katja Wolgast
Quelle: haskala.net

haskala.net - Digitales Archiv der jüdischen Aufklärung

haskala.net ist ein offenes wissenschaftliches Forum für Informationen über die Haskala, die jüdischen Aufklärerinnen und Aufklärer des 18. und 19. Jahrhunderts und deren Schriften. Die Seite haskala.net wird erarbeitet, ins Netz gestellt und unterhalten von einer Forschergruppe an der Universität Potsdam.

Ziel von haskala.net ist es, ein Archiv der jüdischen Aufklärung zu schaffen, das Informationen über die Protagonisten der Haskala, ihr Leben und ihre Werke, Portraits, Institutionen und Aktivitäten sammelt. Über das Internet steht haskala.net für wissenschaftliche Forschung und Lehre, aber auch einer interessierten Öffentlichkeit frei zur Verfügung.

Haskala.net präsentiert Forschungsergebnisse aus Projekten an der Universität Potsdam, die gefördert wurden vom Bundesministerium des Innern,  der Deutschen Forschungsgemeinschaft, der German-Israeli Foundation sowie dem Staatsminister für Kultur und Medien der Bundesrepublik Deutschland. Auf die Seite von haskala.net gelangen Sie hier.

 

 

Quelle: haskala.net