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Forschen für die Schulpraxis – Bildungswissenschaftler der Universitäten Potsdam und Wuppertal starten Verbundprojekt

Wie wirken sich Kooperationen innerhalb des Lehrerkollegiums und mit außerschulischen Partnern darauf aus, wie innovativ eine Schule ist? Dieser Frage wird Prof. Dr. Dirk Richter von der Universität Potsdam gemeinsam mit Prof. Dr. Cornelia Gräsel und Dr. Ulrike Hartmann von der Bergischen Universität Wuppertal in den kommenden drei Jahren im Projekt „CoMMIT“ nachgehen. Die Forscher werden unterschiedliche Schulen in den Blick nehmen, darunter solche, die mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichnet wurden. Dabei untersuchen sie, welche Rolle Kooperation angesichts verschiedener Rahmenbedingungen (wie etwa ein herausforderndes soziales Umfeld) für den innovativen Umgang mit Herausforderungen spielen kann. Davon ausgehend sollen gemeinsam mit den beteiligten Bildungseinrichtungen Konzepte entwickelt werden, die Schulen darin unterstützen, förderliche Kooperationen in ihrem Umfeld etablieren zu können. Das Projekt startet im Juni 2018 und wird mit 260.000 Euro von der Robert Bosch Stiftung GmbH gefördert.

„Aus der bisherigen Forschung wissen wir, dass an Schulen sehr unterschiedliche Qualitäten von Kooperationen vorzufinden sind; vom reinen Materialaustausch bis hin zur gemeinsamen Unterrichts- und Schulentwicklung“, erläutert der Potsdamer Erziehungswissenschaftler Dirk Richter. Um mehr darüber zu erfahren, auf welche Weise Lehrkräfte innerhalb des Kollegiums und mit externen Partnern zusammenarbeiten, kommen ganz verschiedene Methoden zum Einsatz, von Fragebogenerhebungen über Interviews und Beobachtungen von Team-Meetings bis hin zur Analyse von Kooperationsnetzwerken an den Schulen. „Uns interessiert dabei vor allem, welche Bedingungen dazu führen, dass hochwertige Kooperationsbeziehungen realisiert werden können, die den Schulen dabei helfen, mit den vielfältigen Anforderungen, die an sie gestellt werden, professionell umzugehen“, ergänzen Cornelia Gräsel und Ulrike Hartmann von der Universität Wuppertal.
In einer gemeinsamen Ausschreibung der Robert Bosch Stiftung und der Deutschen Schulakademie war das Forschungsprojekt aus insgesamt 35 Bewerbungen ausgewählt worden. Gesucht waren Projekte, die sich der Frage widmen, was die exzellente Schulpraxis der mit dem Deutschen Schulpreis ausgezeichneten Bildungseinrichtungen ausmacht. Welche Merkmale diese Schulen gemeinsam haben und was andere Schulen von ihnen lernen können, wurde bislang empirisch kaum untersucht und soll nun im Verbundprojekt der Universitäten Potsdam und Wuppertal erforscht werden.

Kontakt: Prof. Dr. Dirk Richter, Department Erziehungswissenschaft
Telefon: 0331 977-2133
E-Mail: dirk.richter@uni-potsdam.nomorespam.de

Medieninformation 15-05-2018 / Nr. 075
Jana Scholz

Universität Potsdam
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Online gestellt: Katharina Zimmer
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