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Barcamp “Kulturdaten in Datenkulturen: Digital Humanities als kulturelle Praxis” mit den Stipendiatinnen und Stipendiaten der DHd2022

Unter dem Motto „DHd2022: Kulturen des digitalen Gedächtnisses“ fand im März 2022 die 8. Jahrestagung des Verbands „Digital Humanities im deutschsprachigen Raum“ mit mehr als 1000 Forschenden in Potsdam statt. Aufgrund der pandemiebedingten Virtualisierung der von der Universität Potsdam und der Fachhochschule Potsdam ausgerichteten Konferenz, nehmen Anfang Juli 2022 die wissenschaftlichen Stipendiatinnen und Stipendiaten das Thema der Konferenz in einem zweitägigen Barcamp auf unkonventionelle Weise vor Ort noch einmal auf.

Das Barcamp am 08. und 09. Juli mit dem Titel „Kulturdaten in Datenkulturen: Digital Humanities als kulturelle Praxis“ steht im Zeichen der Nachwuchsförderung und bietet den Stipendiatinnen und Stipendiaten vielfältige Möglichkeiten zum wissenschaftlichen Austausch untereinander und mit Vertreterinnen und Vertretern des facettenreichen Digital Humanities-Forschungsstandorts Potsdam. Die Gerda Henkel Stiftung, die Universität Potsdam, der DHd-Verband, NFDI4Culture, das Moses Mendelssohn Zentrum für europäisch-jüdische Studien und der Verein „Geistes- und kulturwissenschaftliche Forschungsinfrastrukturen“ unterstützen die Veranstaltung durch die Vergabe von Stipendien.

„Die Nachwuchsförderung liegt uns, dem Lokalen Organisationsteam der DHd2022, besonders am Herzen. Ein wichtiges Instrument dafür sind die Stipendien, wie z.B. von der Gerda-Henkel-Stiftung, die Studierenden, Promovierenden und PostDocs die Teilnahme an der Konferenz und den wissenschaftlichen Austausch mit der DHd-Community erlauben. Da die Konferenz dieses Jahr digital stattfinden musste, fiel ein großer und wichtiger Teil des wissenschaftlichen Austauschs aus. Wir freuen uns daher besonders, dass wir mit Unterstützung der Förderer die rund 25 Forschenden in der wissenschaftlichen Qualifizierungsphase im Juli in Potsdam vor Ort begrüßen können,“ erläutert Dr. Ulrike Wuttke, Vertretungsprofessorin am Fachbereich Informationswissenschaften, die das Organisationsteam an der Fachhochschule Potsdam leitet. „Wir planen am 8. und 9. Juli 2022 an der Fachhochschule Potsdam und am Theodor Fontane Archiv der Universität Potsdam ein Barcamp, bei dem die wissenschaftlichen Fragestellungen der Stipendiatinnen im Mittelpunkt stehen. Ein Barcamp, manchmal auch als Unkonferenz bezeichnet, ist ein spannendes, offenes Format, bei dem die Inhalte von den Teilnehmenden zu Beginn selbst entwickelt und im weiteren Verlauf gestaltet werden,” ergänzt Dr. Anna Busch, Leiterin des „Digitalen Archivs“ am Theodor-Fontane-Archiv der Universität Potsdam.

Professor Dr. Peer Trilcke, Sprecher des „Netzwerks für Digitale Geisteswissenschaften“ an der Universität Potsdam wird das Barcamp mit einem Ignition Talk zum Thema „Hacking Humanities“ eröffnen. Er erklärt: „Potsdam hat eine innovative Digital Humanities-Landschaft, deren Protagonistinnen und Protagonisten sich auf vielfältige Art und Weise mit dem Wandel der Praktiken des kulturellen Gedächtnisses im Zuge der digitalen Transformation auseinandersetzen – eine weitreichende, noch zu wenig adressierte Herausforderung für unsere Gesellschaft. Wir erwarten daher einen fruchtbaren Austausch zwischen den Forschenden in der wissenschaftlichen Qualifizierungsphase und der lokalen Community.“ Wie inspirierend die Stipendiatinnen und Stipendiaten die Förderung erfahren, berichtet z.B. Jana Klinger auf dem Blog der Bergischen Universität Wuppertal (https://dhbuw.hypotheses.org/369).

Das Barcamp wird von Dr. Guido Scherp moderiert, Leiter der Abteilung Open Science-Transfer der ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft. Durch diesen Impuls wird auch eine Brücke zur DHd2023 in Trier und Luxemburg geschlagen, die unter dem Motto „Open Humanities, Open Culture“ stehen wird.

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